Stefan Ostwald

Stefan Ostwald,
Karlsruhe

PocketTaxi – Flexible Fahrgemeinschaften zur Entlastung von Straßen, Umwelt und Geldbeutel

An diesem Projekt beteiligte weitere Übermorgenmacher:
Lukas Brückner, Felix Döpp, Thomas von der Ohe

Denken Sie auch, dass es ineffizient ist alleine mit dem Auto durch die Gegend zu fahren? Gleichzeitig möchten Sie sich aber nicht einer unflexiblen Fahrgemeinschaft anschließen? Stefan Ostwald, Felix Döpp, Thomas von der Ohe und Lukas Brückner haben PocketTaxi entwickelt. PocketTaxi ermöglicht es Pendlern, ganz einfach flexible Fahrgemeinschaften zu bilden. So können nicht nur monatliche Spritkosten von durchschnittlich 130 € geteilt werden, sondern auch die Umwelt profitiert durch weniger Emissionen.

Pendler können derzeit häufig aufgrund von Gleitzeitverträgen keine festen Fahrgemeinschaften bilden. Hinzu kommt, dass vielfach keine entsprechenden Fahrpartner bekannt sind. Derzeit ist es möglich, nach Fahrpartnern auf Webforen und Schwarzen Brettern zu suchen. Die Erfolgschance einer Suche und das Vertrauen zu unbekannten Fahrpartnern sind dabei gering. Ist man bereits Teil einer Fahrgemeinschaft, findet die Absprache bezüglich Zeit und Routendetails meist umständlich über Telefon, E-Mails oder SMS statt.

Die Idee von PocketTaxi, die 2009 entstand, sieht vor, Fahrtvermittlungen auf Smartphones, iPads und andere mobile Endgeräte zu bringen. So wird es möglich, jederzeit, flexibel und von überall Fahrgemeinschaften zu bilden. Ein Vorteil, der insbesondere für Mitarbeiter in Gleitzeitverträgen von Interesse ist.

Mit PocketTaxi ist es möglich, adressgenau von Haustür zu Haustür zu fahren und Fahrgemeinschaften auch auf Kurzstrecken zu finden. Ein Algorithmus nimmt dem Nutzer die Suche ab und findet in Sekundenbruchteilen alle in Frage kommenden Mitfahrer. Dabei berücksichtigt er neben der Optimalroute auch alle Alternativstrecken. Sobald ein möglicher Fahrtteilnehmer gefunden ist, wird der Fahrer oder Mitfahrer per SMS, Push-Notification oder E-Mail benachrichtigt. Mit nur einem Klick kann er sofort reagieren. Die verpflichtende Registrierung und ein Bewertungssystem, bei dem sowohl Fahrer als auch Mitfahrer bewertet werden, sorgen für die nötiege Sicherheit und Transparenz. Der Service wird durch die Integration der öffentlichen Verkehrsmittel abgerundet.

Gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und einigen Großunternehmen wird so ab März 2012 versucht, die Stauproblematik rund um Karlsruhe zu entschärfen.

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