
Prof. Dipl.-Ing. Rudolf Voit-Nitschmann,
Stuttgart
Elektroflugzeug e-Genius
An diesem Projekt beteiligte weitere Übermorgenmacher:
Steffen Geinitz, Clemens Gerlach, Dipl.-Ing. Karl Michael Käser, Len Schumann
Für die Teilnahme am "Green Flight Challenge 2011" wurde am Institut für Flugzeugbau der Universität Stuttgart das Wettbewerbsflugzeug e-Genius entwickelt. Der Wettbewerb fand im Oktober 2011 bei San Francisco in Kalifornien statt. Die NASA und der Hauptsponsor Google stellten dafür ein Preisgeld in Höhe von 1,3 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Gesucht wurde ein schnelles und gleichzeitig besonders effizientes Flugzeug. Beim Wettbewerb belegte der e-Genius einen hervorragenden zweiten Platz. Kein anderes Flugzeug konnte die zurückgelegte Strecke mit weniger Energie bewältigen. Für 100 km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 160 km/h verbrauchte das Flugzeug dort nur 12 Kilowattstunden – das entspricht etwa dem Energieäquivalent von 1,33 Liter Benzin! Weiterhin wurde e-Genius mit dem Lindbergh Electric Aircraft Prize für das leiseste Flugzeug ausgezeichnet. Beim Start konnten nicht mehr als 59,5 Dezibel gemessen werden. Das entspricht in etwa dem Geräusch einer Nähmaschine.
Der e-Genius ist vom Entwurf her wohl das derzeit modernste Elektroflugzeug – außerdem ist er so gut gebaut, dass er auf Anhieb alle von der EASA geforderten Er-probungen bestanden hat und auch von Normal-Piloten nach Einweisung geflogen werden darf. Geplant ist, den e-Genius zum Hybridflugzeug weiterzuentwickeln.
Projektleiter an der Uni Stuttgart ist Professor Rudolf Voit-Nitschmann zusammen mit seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern Dipl.-Ing. Len Schumann und Dipl.-Ing. Steffen Geinitz. Dipl.-Ing. Clemens Gerlach von der Steinbeis Flugzeug und Leichtbau GmbH und Dipl.-Ing. Karl Michael Käser als freiberuflicher Ingenieur unterstützten das Projekt maßgeblich.
www.ifb.uni-stuttgart.de/index.php/forschung/flugzeugentwurf/hydrogenius
kasaero.de/projekte
www.tb-harms.de/projekte/e-genius/chronologischer-ablauf/







