Baden-Württemberg liegt vorn – Zehn Fakten zum Stress

Sind Sie zwischen 36 und 45 Jahre alt? Dann atmen Sie jetzt ruhig durch: Sie gehören zu den Deutschen mit dem meisten Stress. Das ergab eine Studie der Techniker-Krankenkasse aus dem Jahr 2013. Wenn Koffein nicht mehr hilft, greifen immer mehr Menschen zu Muntermachern, um in anstrengenden Zeiten ihre Leistung zu verbessern. Andere werfen sich Beruhigungsmittel ein.

 

Fast zwei Drittel der Menschen in Baden-Württemberg sagen, sie fühlen sich unter Druck. In anderen Bundesländern sind es durchschnittlich gut 50 Prozent. Foto: dpa-Zentralbild

Fast zwei Drittel der Menschen in Baden-Württemberg sagen, sie fühlen sich unter Druck. In anderen Bundesländern sind es durchschnittlich gut 50 Prozent.Foto: dpa-Zentralbild

 

1 Sind Sie zwischen 36 und 45 Jahre alt? Dann atmen Sie jetzt ruhig durch: Sie gehören zu den Deutschen mit dem meisten Stress. Das ergab eine Studie der Techniker-Krankenkasse aus dem Jahr 2013.

2 Klassische Rollenverteilung: Männer sind häufiger von Beruf, Autofahren und Geldsorgen geplagt als Frauen. Die wiederum fühlen sich durch Kindererziehung, Haushalt, Pflege von Angehöriger und zu hohen Ansprüchen an sich selbst unter Druck.

3 Im Ländervergleich liegt Baden-Württemberg ganz vorn: Fast zwei Drittel der Bewohner sagen, sie fühlen sich unter Druck. In anderen Bundesländern sind es durchschnittlich gut 50 Prozent.

4 Nord-Süd-Gefälle: Am entspanntesten leben die Menschen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen.

(Fakten 1 bis 4)

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.baden-wuerttemberg-liegt-vorn-zehn-fakten-zum-stress.39431fb9-fe63-44cf-bbfc-1385cebe0141.html, 22.03.2015

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Fast sechs Prozent mehr Ausländer in Baden-Württemberg

Stuttgart/Wiesbaden (dpa/lsw) – Die Zahl der Ausländer in Baden-Württemberg hat 2014 einen neuen Höchststand erreicht. Zum Jahresende hielten sich fast 1,4 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Südwesten auf, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Von 2013 auf 2014 stieg die Zahl um etwa 6 Prozent (80 200 Personen). Knapp über 50 Prozent der Neuzugänge im Südwesten stammen aus EU-Mitgliedstaaten. Die meisten Ausländer stammen aus der Türkei (265 642), dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens (237 617) und Italien (172 750).

Insgesamt lebten Ende 2014 fast 8,2 Millionen Ausländer in Deutschland. Die meisten neu ins Ausländerzentralregister Aufgenommenen ließen sich in Bayern nieder (112 900), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (111 000) und Baden-Württemberg.

dpa, 16.03.2015

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76 000 Handwerksunternehmen im Südwesten

Baden‑Württemberg 2012 mit höchster Produktivität im Bundesländervergleich – Zur Internationalen Handwerksmesse vom 11. bis 17. März in München

Im Jahr 2012 gab es in Baden‑Württemberg rund 76 000 Handwerksunternehmen mit mehr als 717 000 tätigen Personen und einem Jahresumsatz von gut 83 Milliarden Euro. Das baden-württembergische Handwerk erwirtschaftete im Jahr 2012 im Durchschnitt rund 116 000 Euro je tätiger Person. Damit wies das Handwerk in Baden‑Württemberg die im Bundesländervergleich höchste Produktivität auf. Die mit Abstand höchsten Umsätze je tätiger Person werden im Kraftfahrzeuggewerbe mit gut 237 000 Euro erzielt. Diese Daten resultieren aus der registergestützten Handwerkszählung 2012 des Statistischen Landesamtes, die auf einer Auswertung des statistischen Unternehmensregisters basiert.

Die Mehrzahl der Handwerksunternehmen (83 Prozent) im Land ist als zulassungspflichtiges Gewerbe in die Handwerksrolle eingetragen. Zum zulassungspflichtigen Handwerk gehörten 2012 gut 63 000 Unternehmen mit knapp 592 000 tätigen Personen und einem Umsatz von rund 75,4 Milliarden Euro. Im zulassungsfreien Handwerk waren 2012 knapp 12 900 Unternehmen mit über 125 000 tätigen Personen registriert. Das zulassungsfreie Handwerk erzielte einen Jahresumsatz von rund 7,9 Mrd. Euro. Der Umsatz je tätiger Person lag hier erheblich niedriger als beim zulassungspflichtigen Handwerk, nämlich bei annähernd 63 000 Euro. Auch die Beschäftigtenstruktur unterscheidet sich deutlich: Im zulassungspflichtigen Handwerk handelt es sich bei der Mehrheit der tätigen Personen um sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (77 Prozent), rund 12 Prozent sind geringfügig entlohnte Beschäftigte. Beim zulassungsfreien Handwerk ist hingegen nahezu jede Dritte tätige Person ein geringfügig entlohnter Beschäftigter, nur rund 59 Prozent sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Das baden-württembergische Handwerk ist traditionell kleinbetrieblich strukturiert. Die Mehrzahl der Unternehmen des zulassungspflichtigen (rund 79 Prozent) wie des zulassungsfreien Handwerks (knapp 86 Prozent) sind Kleinunternehmen mit weniger als 10 tätigen Personen.

Weitere Informationen

Methodische Hinweise

Die Ergebnisse der Handwerkszählung werden aus dem statistischen Unternehmensregister gewonnen, das mehrere administrative Dateien, z.B. Dateien der Steuerverwaltung und der Bundesagentur für Arbeit, zusammenführt. In den Dateien der Steuerverwaltung sind alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen enthalten, die im jeweiligen Berichtsjahr Umsatzsteuervoranmeldungen in Deutschland abgegeben haben und deren Jahresumsatz im Berichtsjahr mindestens 17 500 Euro beträgt. Die Dateien der Bundesagentur für Arbeit liefern Angaben zu den sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Die Anzahl der tätigen Inhaber wird zugeschätzt. Die Ergebnisse der Handwerkszählung beinhalten also keine Angaben zu Unternehmen, deren Jahresumsatz unter 17 500 Euro liegt und die gleichzeitig über keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verfügen. In die Handwerkszählung werden weiterhin nur selbständige Handwerksunternehmen einbezogen. Angaben zu innerbetrieblichen Abteilungen, z.B. eine Schlosserei in einem Energieversorgungsunternehmen, oder zu Nebenbetrieben – wie beispielsweise eine Fleischereiabteilung eines Kaufhauses – werden nicht ausgewertet. Die Ergebnisse der Handwerkszählung zum Berichtsjahr 2012 werden 27 Monate nach dem Ende des Berichtsjahres veröffentlicht. Die Aktualität der Veröffentlichung der Ergebnisse soll sich mittelfristig erhöhen.

Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 10. März 2015 – Nr. 60/2015

 

 

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Länder mit hohem Technikerbedarf fördern MINT-Nachwuchs am besten

Bayern und Baden-Württemberg haben einen besonders hohen Fachkräftebedarf im naturwissenschaftlich-technischen Bereich und fördern deshalb dort den akademischen Nachwuchs am stärksten. Wie der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft am Donnerstag zu seinem «Ländercheck» der Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) mitteilte, erreichen die beiden südlichen Bundesländer Top-Bewertungen für die Entwicklung der MINT-Studentenzahlen. Und sie schneiden auch in der Kategorie wissenschaftliches Personal überdurchschnittlich gut ab. Die größten Fachkräfte-Engpässe hat dem Ländervergleich zufolge Baden-Württemberg, obwohl dort rund 30 Prozent aller Absolventen ein MINT-Fach studiert haben – der höchste Wert aller Bundesländer. Eine besonders hohe Zuwachsrate von Studienanfängern gibt es in Bayern mit 42 Prozent im MINT-Bereich. Ebenfalls gute Ergebnisse im «Ländercheck» erzielten nach den Angaben Hessen, Bremen, Berlin und Brandenburg. Damit hätten auch Länder für ein steigendes MINT-Angebot an Hochschulen gesorgt, die selbst einen geringeren Fachkräftebedarf in diesen Bereichen haben. Vier strukturschwache Bundesländer bildeten die Schlussgruppe in der aktuellen Studie des Verbandes: Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

dpa, 12.03.2015

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Studie: Südwest-Krippen mit bestem Personalschlüssel

Gute Noten für Baden-Württemberg bei der Kleinkindbetreuung: Hinsichtlich Betreuungsquote und Gruppengrößen schneidet das Land passabel beziehungsweise sehr gut ab.

Stuttgart (dpa/lsw) – Kleinkinder in Südwest-Krippen werden im Bundesvergleich besonders intensiv betreut. Baden-Württemberg hat laut einem Bericht der Bundesregierung mit einer Fachkraft zu 2,9 Krippenkindern den besten Personalschlüssel im Ländervergleich. Damit lag das Land deutlich über dem westdeutschen Schnitt (ohne Berlin) von 3,4 Kleinkindern pro Fachkraft, wie das Landeskultusministerium in Stuttgart unter Berufung auf die Bundesbilanz mitteilte. Der Bericht beleuchtet die Entwicklung nach dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz am 1. August 2013.

Im Mittelfeld liegt Baden-Württemberg bei der Betreuungsquote, die sich allerdings seit 2008 mehr als verdoppelte: 27,8 Prozent der unter Dreijährigen haben derzeit einen Platz, der Bedarf liegt aber mit 39,2 Prozent um 11,4 Punkte höher. Schlusslicht ist Schleswig-Holstein mit 13,5 Punkten Differenz, während in Brandenburg der Unterschied nur 4,1 Punkte beträgt.

Das Ministerium will in diesem Jahr einmalig 50 Millionen Euro in den Ausbau von Kita-Plätzen investieren. In vielen großen Städten liegt die Nachfrage bei 40 bis 60 Prozent und darüber. Der Ausbau wird allerdings erschwert durch Personalmangel.

Staatssekretärin Marion von Wartenberg (SPD) betonte: «Die baden-württembergische Landesregierung hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit den Kommunen und Trägern den Ausbau der Kinderbetreuung erheblich vorangebracht, um die Bildungsgerechtigkeit im Land zu verbessern.» Das Land trägt im Zuge des Paktes für Familien 68 Prozent der Betriebsausgaben pro Kind.

Zudem gehöre der Südwesten zu den Ländern mit den kleinsten Gruppengrößen bei den unter Dreijährigen. Die durchschnittliche Anzahl der Kinder in den Gruppen lag im Südwesten wie in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz bei 9, Schlusslicht waren Hamburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit 13.

dpa, 04.03.2015

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Baden-Württemberg bei Patentanmeldungen auf Platz zwei

Brüssel/Stuttgart (dpa/lsw) – Baden-Württemberg hat bundesweit die fleißigsten Erfinder nach Bayern. Auf der Rangliste der Patentanmeldungen kommt der Südwesten 2014 mit 5334 Anmeldungen auf den zweiten Platz. Ihre Zahl nahm im Vergleich zum Jahr 2013 aber um 7,3 Prozent ab. An der Spitze steht weiterhin Bayern. «Unsere Platzierung ist eine tolle Bestätigung für die exzellente Innovationskraft der Firmen im Land», sagte Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) am Donnerstag in Stuttgart. Insgesamt ist die Nachfrage nach Patentschutz in Europa ungebrochen. Mit 274 000 Patentanmeldungen verzeichnete das Europäische Patentamt (EPA) im vergangenen Jahr den fünften Anmelderekord in Folge, wie aus der veröffentlichten Erhebung hervorgeht. In der Rangliste der anmeldestärksten Firmen kommt der Technologiekonzern Bosch an achter Stelle.

dpa, 26.02.2015

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Baden-Württemberg mit Rekordwerten beim Export

Stuttgart (dpa/lsw) – Baden-Württembergs Unternehmen haben 2014 mit Exporten so hohe Umsätze erwirtschaftet wie nie zuvor. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes vom Montag wurden Güter im Wert von 181,4 Milliarden Euro ausgeführt – ein Plus von knapp 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine neue Bestmarke erreichte mit 150,7 Milliarden Euro umgekehrt auch der Wert der eingeführten Waren. Nach Angaben der Statistiker verbuchte Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich den höchsten Exportwert – noch vor dem bisherigen Spitzenreiter Nordrhein-Westfalen.

Rund ein Drittel der Ausfuhren geht demnach in Länder außerhalb der Eurozone. Positive Impulse kamen allerdings auch aus dem europäischen Krisenländern Italien, Portugal oder sogar Griechenland.

dpa, 23.02.2015

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Karlsruhe freut sich über Spitzenplatz der Fahrradstädte

Karlsruhe (dpa/lsw) – Von allen Großstädten in Süddeutschland bietet Karlsruhe die besten Bedingungen für Fahrradfahrer – so lautet das Ergebnis des Fahrradklima-Tests des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC). «Wir freuen uns sehr, dass wir so gut abgeschnitten haben», sagte der für die Radverkehrsförderung zuständige Sachbearbeiter im Stadtplanungsamt Karlsruhe, Johannes Schell, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Wir dürfen uns aber auf keinen Fall darauf ausruhen, das ist uns Ansporn, auf diesem Weg weiterzumachen.»

Vor zwei Jahren hatte Karlsruhe beim ADFC-Test der Städte mit mehr als 200 000 Einwohnern noch hinter Freiburg gelegen, jetzt ist die südbadische Metropole auf den dritten Platz zurückgefallen. Den bundesweit ersten Platz nimmt Münster ein.

Karlsruhe habe sich schon vor Jahren vorgenommen, bis zum 300. Stadtgeburtstag in diesem Jahr die fahrradfreundlichste Großstadt in Süddeutschland zu werden, sagte Schell. «Wir hätten nicht damit gerechnet, dass wir das packen.»

Im Umkreis von fünf Kilometern sei das Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel, erklärte Schell. Ein Schwerpunkt der Weiterentwicklung des Radverkehrs sei jetzt die Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung. Damit haben andere Städte wie Frankfurt am Main bereits gute Erfahrungen gemacht. «Unser Ziel ist es aber nicht nur, den Anteil des Radverkehrs zu erhöhen, sondern ihn auch sicherer zu machen», betonte Schell.

dpa, 19.02.2015

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Baden‑Württemberg: drittjüngste Bevölkerung nach Hamburg und Berlin

Der demografische Wandel führt aber auch im Südwesten zu einer deutlichen Alterung der Bevölkerung

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Baden‑Württemberg, das Anfang der 1950er-Jahre bei lediglich knapp 35 Jahren lag, hat sich bis zum Jahr 1970 praktisch nicht verändert. Seither ist die Gesellschaft aber deutlich gealtert: Die Bevölkerung war Ende 2013 im Schnitt bereits 43,2 Jahre alt und damit um über 8 Jahre älter als noch 1970, so das Statistische Landesamt. Dennoch weist der Südwesten nach Hamburg (42,4 Jahre) und Berlin (42,8 Jahre) bundesweit die drittjüngste Bevölkerung auf. Am ältesten ist die Bevölkerung in Sachsen-Anhalt mit im Schnitt 47,3 Jahren, gefolgt von den anderen neuen Bundesländern.

Ursächlich für die Alterung der Bevölkerung in Baden‑Württemberg ist zum einen eine zu geringe Geburtenrate: Diese liegt seit annähernd vier Jahrzehnten bei lediglich 1,4 Kindern je Frau 1 ; zum anderen hat auch die enorm gestiegene Lebenserwartung – seit Anfang der 1970er-Jahre um gut neun Jahre bei den Frauen bzw. um knapp elf Jahre bei den Männern – zu einem stetigen Anstieg des Durchschnittsalters geführt.

Dass Baden‑Württemberg trotz einer zwischenzeitlich nur noch durchschnittlichen Geburtenrate 2 und der höchsten Lebenserwartung der Bundesländer bundesweit mit die jüngste Bevölkerung aufweist, ist vor allem auf eine zweitweise starke Zuwanderung zurückzuführen. Denn die Zuziehenden sind im Durchschnitt mit knapp 32 Jahren immerhin um 11 Jahre jünger als die einheimische Bevölkerung und haben somit die Alterung der Bevölkerung abgeschwächt. Ganz anders die Entwicklung in den neuen Bundesländern: Diese hatten noch Anfang der 1990er-Jahre eine jüngere Bevölkerung als das frühere Bundesgebiet – aber der zeitweise starke Wegzug gerade jüngerer Menschen in Verbindung mit einem vorübergehenden drastischen Rückgang bei der Geburtenrate hatte den Alterungsprozess enorm beschleunigt.

Eine weitere Alterung der Bevölkerung in Baden‑Württemberg und in den anderen Bundesländern ist aufgrund der bestehenden Struktur »vorprogrammiert«. Das Durchschnittsalter im Südwesten könnte sich bis zum Jahr 2060 nochmals um voraussichtlich knapp 6 Jahre auf dann annähernd 49 Jahre erhöhen. Und diesen Trend würde auch eine weiterhin hohe Zuwanderung nach Baden‑Württemberg lediglich etwas abschwächen, nicht aber verhindern.

1 Für eine Bestandserhaltung der Bevölkerung ohne Zuwanderung wäre langfristig eine Geburtenrate von durchschnittlich 2,1 Kinder je Frau erforderlich.

2 Vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahre lag die durchschnittliche Kinderzahl je Frau in Baden‑Württemberg allerdings noch relativ deutlich über dem Bundesdurchschnitt; ähnlich waren die Verhältnisse in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre, weil in diesem Zeitraum die durchschnittliche Kinderzahl je Frau in den neuen Bundesländern sehr niedrig war. Zwischenzeitlich liegt die Geburtenrate in den Neuen Ländern aber wieder leicht über dem Durchschnitt des früheren Bundesgebiets.

 

Schaubild 1

Schaubild 1: Entwicklung des Durchschnittsalters der Bevölkerung in Baden-Württemberg seit 1952

 

Entwicklung des Durchschnittsalters der Bevölkerung in Baden-Württemberg seit 1952
Jahr Durchschnittsalter
1) 2013: vorläufiges Ergebnis.
1952 34,6
1960 34,8
1970 34,9
1980 37,1
1990 38,8
2000 40,2
2010 42,8
20131) 43,2

 

Schaubild 2

Schaubild 2: Durchschnittsalter der Bevölkerung in den Bundesländern Deutschlands 1990 und 2013

 

Durchschnittsalter der Bevölkerung in den Bundesländern Deutschlands 1990 und 2013
Bundesland Durchschnittsalter
1990 2013
Baden-Württemberg 38,8 43,2
Bayern 39,2 43,4
Berlin 39,0 42,8
Brandenburg 37,1 46,6
Bremen 41,3 44,0
Hamburg 41,7 42,4
Hessen 40,0 43,7
Mecklenburg-Vorpommern 35,8 46,3
Niedersachsen 39,8 44,2
Nordrhein-Westfalen 39,7 43,9
Rheinland-Pfalz 39,9 44,4
Saarland 40,2 46,0
Sachsen 39,4 46,6
Sachsen-Anhalt 38,4 47,3
Schleswig-Holstein 40,2 44,8
Thüringen 37,9 46,7
Deutschland 39,3 44,2

Datenquelle: Statistisches Bundesamt; 2013 vorläufige Ergebnisse

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Armut im Südwesten wächst – dennoch unter Bundesschnitt

Stuttgart/Berlin (dpa/lsw) – In Baden-Württemberg ist etwa jeder neunte Einwohner von Armut bedroht. Dennoch waren die Menschen im Jahr 2013 mit Ausnahme von Bayern (Quote: 11,3 Prozent) nirgendwo in Deutschland so wenig davon betroffen wie im Südwesten (11,4; 2012: 11,1). Den niedrigsten Anteil bundesweit gab es in der Region Bodensee-Oberschwaben mit 7,8 Prozent – Bremerhaven hatte mit 32,6 Prozent die höchste, wie aus einer am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie des Paritätischen Gesamtverbands hervorgeht.

Als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verfügung hat. Bundesweit wächst die Kluft zwischen Arm und Reich seit Jahren. 15,5 Prozent (15) der Bürger gelten als armutsgefährdet.

dpa, 19.02.2015

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