Armutsgefährdung im Südwesten leicht gestiegen

dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

Armutsgefährdung im Südwesten leicht gestiegen

Etwa jeder Neunte in Baden-Württemberg ist von einem erhöhten Armutsrisiko bedroht. Die Armutsgefährdungsquote lag im Jahr 2013 bei 11,4 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte. Im Jahr 2012 waren es 11,1 Prozent, 2005 hatte der Anteil armutsgefährdeter Personen in Baden-Württemberg noch bei 10,6 Prozent gelegen. Die Quote gibt den Anteil der Personen an, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung auskommen müssen.

Die Zahlen für den Südwesten liegen aber deutlich unter den bundesweiten. Hier liege der Anteil der gefährdeten Personen bei 15,5 Prozent, hieß es. Die 18- bis 25-Jährigen wiesen laut Mitteilung mit 23,7 Prozent die höchste Quote im Süden auf. Hintergrund sei, dass sie sich häufig noch in Ausbildung oder am Anfang ihrer beruflichen Karriere befänden. Rund ein Fünftel der Senioren im Südwesten seien von einem erhöhten Armutsrisiko betroffen.

191224 Nov 14

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(Zusammenfassung 0630) Großes Interesse an Freiwilligen-Hilfsdiensten im Südwesten Von Nico Andel

dpa (Foto – Archiv) PTX

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Soziales/
(Zusammenfassung 0630)
Großes Interesse an Freiwilligen-Hilfsdiensten im Südwesten
Von Nico Andel, dpa
(Foto – Archiv) =

Kaum bezahlte Arbeit kann sich trotzdem lohnen – da ist sich der
Landesarbeitskreis fürs Freiwillige Soziale Jahr in Baden-Württemberg
sicher. Seit Jahren reißen sich immer mehr junge Menschen um
gemeinnützige Jobs. Und das nicht nur zwischen Abitur und Studium.

Stuttgart (dpa/lsw) – Freiwillige Arbeit gehört für viele Menschen im
Südwesten dazu. Mit mehr als 11 000 Teilnehmern beim Freiwilligen
Sozialen Jahr (FSJ) verzeichnet der größte Trägerverbund in
Baden-Württemberg, der Landesarbeitskreis (LAK), in dieser Saison
einen Rekord. Nirgendwo würden mehr gemeinnützige Dienste bei den
Wohlfahrtsverbänden abgeleistet als in Baden-Württemberg, sagte
LAK-Sprecherin Gisela Gölz in Stuttgart. Die Teilnehmerzahlen hätten
sich in den vergangenen sechs Jahren mehr als verdoppelt. Es sei die
Möglichkeit, neue Erfahrungen zu machen und sich persönlich
weiterzuentwickeln, die die Arbeit attraktiv mache, sagte Gölz -
obwohl es dafür meist nur ein paar Hundert Euro Taschengeld gibt.

Auch als der Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Jahr 2011 nach dem
Wegfall der Wehrpflicht eingerichtet wurde, gab es laut Gölz keinen
Rückgang der FSJ-Teilnehmerzahl. Im Gegenteil: Mehr als 2000 Menschen
im Südwesten seien in den zwei folgenden Jahrgängen dazugekommen. «Es
wurde befürchtet, dass die Zahlen nach dem doppelten Abiturjahrgang
zurückgehen würden», sagte Gölz zudem. Doch der Zustrom hielt an.

Das vom Sozialministerium geförderte FSJ feiert in diesem Jahr sein
50-jähriges Bestehen. Es richtet sich an Menschen von 16 bis 27
Jahren. Dem LAK gehören in Baden-Württemberg 35 Wohlfahrtsverbände
wie das Diakonische Werk an. Zwischen 6 und 18 Monate dauert ein FSJ.

Der Hilfsdienst BFD mit Sitz in Köln untersteht dem Bundesamt für
Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Die Teilnehmer leisten
in der Regel ein Jahr lang ihren Dienst, der auf maximal zwei Jahre
ausgedehnt werden kann. Sie sind sozialversichert und bekommen
maximal 357 Euro. Das Besondere: Es gibt keine Altersbeschränkung.

Im September zählte der BFD 4577 Teilnehmer im Südwesten, darunter
etwa gleich viele Männer wie Frauen. Nur in Nordrhein-Westfalen
hatten sich mit 6451 mehr Freiwillige gemeldet. In der Bundesrepublik
leisten den Angaben nach derzeit insgesamt rund 90 000 Menschen
gemeinnützige Arbeit bei den Hilfsdiensten BFD und FSJ.

Den Freiwilligen stehen heutzutage bei jedem Hilfsdienst ausgebildete
Pädagogen zur Verfügung, die Teilnehmer bei der Arbeitsstelle
besuchen und ihnen bei der Berufs- und Studienplatzsuche helfen. Das
ist laut Gölz im Jugendfreiwilligendienstegesetz so vorgeschrieben.
Auch Seminare würden landesweit angeboten.

«Inzwischen sind es auch nicht mehr nur die Abiturienten, die sich
für ein FSJ engagieren», erklärte Gölz. Rund 20 Prozent hätten einen
Hauptschulabschluss, etwa 30 Prozent die Mittlere Reife. Schon mit 16
Jahren entscheiden sich nach Angaben des LAK manche für ein FSJ.

# Notizblock

## Internet
- [FSJ](http://dpaq.de/t5nhy)
- [BFD-Statistik](http://dpaq.de/HTsS1)

## Orte
- [LAK](Breitscheidstraße 65, 70176 Stuttgart, Deutschland)

* * * *
Die folgenden Informationen sind nicht zur Veröffentlichung bestimmt

## Ansprechpartner
- Gisela Gölz, Sprecherin LAK,  +49 711 61926 160, <Gisela.Goelz@wohlfahrtswerk.de>

## Kontakte
- Autor: Nico Andel (Stuttgart)
- Redaktion: Marco Krefting (Stuttgart), +49 711 1626237220, <stuttgart@dpa.com>

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190624 Nov 14

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Baden-Württembergerin ist Deutsche Meisterin der Bäckerjugend

Baden-Württembergerin ist Deutsche Meisterin der Bäckerjugend

Weinheim (dpa/lsw) – Sie hat ihr Bundesland Baden-Württemberg als
Land der Tüftler und Ingenieure präsentiert – und damit den Titel
Deutsche Meisterin der Bäckerjugend eingefahren: Die 21-jährige Tanja
Angstenberger aus Aalen (Ostalbkreis) hat sich bei dem Wettbewerb an
der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk gegen neun Nachwuchsbäcker
durchgesetzt. «Sie hat das Thema Heimat ganz hervorragend umgesetzt»,
sagte Akademiedirektor Bernd Kütscher am Dienstag nach der
Preisverleihung in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis). «Sie hat ganz
bewusst den intellektuellen Aspekt ihrer Heimat Baden-Württemberg in
den Mittelpunkt gerückt. Das kam bei der Jury super an.»

Angstenberger hatte Kütscher zufolge ein Schaustück mit einem Porsche
und verschiedenen Werkzeugen darauf kreiert. Die zehn Jungbäcker
waren am Montag gegeneinander angetreten. «Wir hatten die Crème de la
Crème des Bäckerhandwerks hier», sagte Kütscher. «Die Siegerehrung
war sehr emotional.»

Quelle: dpa, 18.11.2014

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Universität Hohenheim erhält Exzellenz-Preis für Forschungsprojekt

Universität Hohenheim erhält Exzellenz-Preis für Forschungsprojekt

Stuttgart (dpa/lsw) – Weil Studenten an der Universität Hohenheim
schon in ihrem Bachelorstudium aktiv forschen dürfen, ist die
Hochschule für ihre exzellente Lehre ausgezeichnet worden. Für das
Pilotprojekt «Humboldt reloaded und Studium 3.0» vergaben der
Stifterverband und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) den «Ars
legendi»-Preis, der als bundesweit höchste Auszeichnung für Qualität
in der Lehre gilt.

««Humboldt reloaded» führt junge Menschen früh an die Forschung heran
und legt so den Keim für wissenschaftliche Karrieren», sagte
Universitätsrektor Stephan Dabbert am Dienstag. In den vergangenen
drei Jahren arbeiteten die Studenten schon an 403 Projekten mit.
Unter anderem untersuchten sie Embryonen afrikanischer Krallenfrösche
im Labor. «Wir versuchen zu verstehen, wie molekulare Störungen in
der Embryonalentwicklung der Frösche zu Missbildungen führen», sagte
der Preisträger des Projekts, Professor Martin Blum. Die Ergebnisse
geben wichtige Aufschlüsse über Herzkrankheiten.

Die Universität Hohenheim ist die erste Hochschule in
Baden-Württemberg, die die Auszeichnung erhält. Blum teilt sich das
Preisgeld in Höhe von 50 000 Euro mit der ebenfalls ausgezeichneten
Professorin Daniela Elsner der Goethe-Universität in Frankfurt am
Main. Der Preis soll am 1. Dezember 2014 in Berlin verliehen werden.

Quelle: dpa, 14.11.2014

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Nichteheliche Kinder in Baden-Württemberg

Nichteheliche Kinder in Baden-Württemberg: Anteil hat sich seit 1990 auf 24,3 Prozent annähernd verdreifacht

Deutliche Unterschiede zwischen badischen und württembergischen Landesteilen

In Baden-Württemberg sind im vergangenen Jahr 91 505 Kinder geboren worden. Davon waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 22 223 Kinder oder 24,3 Prozent, deren Eltern zum Zeitpunkt ihrer Geburt nicht miteinander verheiratet waren. Damit ist der Anteil nichtehelicher Kinder in den letzten Jahren stetig gestiegen und hat sich gegenüber 1990 annähernd verdreifacht.

Verglichen mit den anderen Bundesländern hat Baden-Württemberg allerdings weiterhin den geringsten Wert. Die höchsten Anteile an nichtehelichen Geburten gibt es in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, in denen jeweils annähernd zwei von drei Kindern von nicht verheirateten Frauen geboren werden.

Der Trend hin zu einer immer höheren »Nichtehelichenquote« ist darauf zurückzuführen, dass neben der Ehe auch andere Lebensformen stetig an Bedeutung gewinnen. So ist derzeit in Baden-Württemberg nur gut die Hälfte der 30- bis 40jährigen verheiratet, 1980 lag dieser Anteil noch bei annähernd 80 Prozent. Als ursächlich für diese Entwicklung wird unter anderem die zunehmende Bildungs- und Erwerbsbeteiligung der Frauen angesehen, die deren wirtschaftliche Unabhängigkeit erhöht hat.

Beim Anteil der Geborenen von nicht verheirateten Paaren gibt es innerhalb des Landes deutliche Unterschiede. Spitzenreiter war im vergangenen Jahr wiederum der Stadtkreis Freiburg im Breisgau, wo rund 35 Prozent der Eltern bei der Geburt ihres Kindes nicht verheiratet waren. Dagegen lag dieser Anteil im Landkreis Böblingen – dem Kreis mit dem geringsten Anteil nichtehelicher Kinder – nur halb so hoch.

Bereits 1990 hatte der Landkreis Böblingen mit den geringsten, die Stadt Freiburg im Breisgau die mit Abstand höchste »Nichtehelichenquote«. Allerdings haben sich seither die regionalen Unterschiede erheblich verringert: Noch 1990 betrug der Anteil nichtehelicher Kinder im Landkreis Böblingen nur etwas mehr als ein Viertel des Wertes von Freiburg im Breisgau.

Die Verringerung der regionalen Unterschiede kann nach Einschätzung des Statistischen Landesamtes als Angleichung der Lebensstile insbesondere zwischen Stadt und Land interpretiert werden. Diese tendenzielle Anpassung ist wohl nicht zuletzt auf die starken Umzugsaktivitäten der Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten zurückzuführen.1) Ein flächendeckendes »Stadt-Land-Gefälle« ist deshalb nicht mehr zu beobachten, auch wenn weiterhin der Anteil an Kindern von nichtverheirateten Frauen in den meisten Stadtkreisen überdurchschnittlich ist. Auffällig ist, dass sich die 12 Kreise mit den höchsten »Nichtehelichenquoten« alle in den Regierungsbezirken Freiburg und Karlsruhe befinden.

Darüber hinaus zeigt sich, dass der Anteil der nichtehelich Geborenen in den Kreisen mit einem hohen Dienstleistungsanteil tendenziell höher ist als in denjenigen Kreisen, in denen das Produzierende Gewerbe weiterhin eine relativ große Bedeutung hat. Schließlich lässt sich auch ein tendenziell positiver Zusammenhang zwischen dem Anteil nichtehelich Geborener und dem Anteil der Akademikerinnen an allen sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen belegen.

1) Allein im Jahr 2013 gab es in Baden-Württemberg rund eine Million Umzüge von einer Gemeinde in eine andere des Landes oder über die Landesgrenze hinweg. Damit ist rein rechnerisch innerhalb eines Jahres etwa jeder elfte Einwohner des Landes einmal in eine andere Gemeinde umgezogen.

 

Schaubild 1

Schaubild 1: Nichtehelich Lebendgeborene in Baden-Württemberg seit 1990

 

Lebendgeborene insgesamt sowie nichtehelich Lebendgeborene in Baden-Württemberg seit 1990
Jahr Lebendgeborene insgesamt darunter nichtehelich
Anzahl Prozent1)
1) Anteil an allen Lebendgeborenen.
1990 118.579 10.316 8,7
1991 117.528 10.909 9,3
1992 117.559 11.781 10,0
1993 117.982 11.927 10,1
1994 113.398 12.045 10,6
1995 112.459 12.250 10,9
1996 114.657 13.181 11,5
1997 116.419 14.017 12,0
1998 111.056 14.837 13,4
1999 107.973 15.888 14,7
2000 106.182 16.503 15,5
2001 101.366 16.883 16,7
2002 99.604 17.529 17,6
2003 97.596 17.715 18,2
2004 96.655 18.029 18,7
2005 94.279 18.232 19,3
2006 91.955 18.004 19,6
2007 92.823 18.914 20,4
2008 91.909 19.797 21,5
2009 89.678 19.478 21,7
2010 90.695 20.040 22,1
2011 88.823 20.424 23,0
2012 89.477 21.042 23,5
2013 91.505 22.223 24,3

 

Schaubild 2

Schaubild 2: Nichtehelich Lebendgeborene in den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs 2013

 

Lebendgeborene insgesamt sowie nichtehelich Lebendgeborene in den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs 2013
Jahr Lebendgeborene insgesamt darunter nichtehelich
Anzahl Anteil in Prozent1)
1) Anteil an allen Lebendgeborenen.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 14. November 2014 – Pressemitteilung Nr. 381/2014

Der Anteil nichtehelicher Kinder in Baden-Württemberg hat sich seit 1990 annähernd verdreifacht.

Stuttgart (SKR) 5.911 1.512 25,6
Böblingen LKR) 3.399 604 17,8
Esslingen (LKR) 4.435 901 20,3
Göppingen (LKR) 1.952 443 22,7
Ludwigsburg (LKR) 4.911 976 19,9
Rems-Murr-Kreis (LKR) 3.349 728 21,7
Heilbronn (SKR) 1.151 265 23,0
Heilbronn (LKR) 2.772 547 19,7
Hohenlohekreis (LKR) 815 188 23,1
Schwäbisch Hall (LKR) 1.556 391 25,1
Main-Tauber-Kreis (LKR) 1.036 245 23,6
Heidenheim (LKR) 1.003 254 25,3
Ostalbkreis (LKR) 2.562 593 23,1
Baden-Baden (SKR) 359 112 31,2
Karlsruhe (SKR) 2.799 818 29,2
Karlsruhe (LKR) 3.577 764 21,4
Rastatt (LKR) 1.738 417 24,0
Heidelberg (SKR) 1.323 365 27,6
Mannheim (SKR) 2.827 890 31,5
Neckar-Odenwald-Kreis (LKR) 1.069 240 22,5
Rhein-Neckar-Kreis (LKR) 4.506 1.062 23,6
Pforzheim (SKR) 1.110 346 31,2
Calw (LKR) 1.159 251 21,7
Enzkreis (LKR) 1.454 270 18,6
Freudenstadt (LKR) 927 204 22,0
Freiburg im Breisgau (SKR) 2.299 811 35,3
Breisgau-Hochschwarzwald (LKR) 2.093 592 28,3
Emmendingen (LKR) 1.293 350 27,1
Ortenaukreis (LKR) 3.492 1.030 29,5
Rottweil (LKR) 1.143 270 23,6
Schwarzwald-Baar-Kreis (LKR) 1.756 421 24,0
Tuttlingen (LKR) 1.179 233 19,8
Konstanz (LKR) 2.197 656 29,9
Lörrach (LKR) 1.814 513 28,3
Waldshut (LKR) 1.213 356 29,3
Reutlingen (LKR) 2.355 523 22,2
Tübingen (LKR) 1.951 473 24,2
Zollernalbkreis (LKR) 1.405 296 21,1
Ulm (SKR) 1.165 311 26,7
Alb-Donau-Kreis (LKR) 1.712 361 21,1
Biberach (LKR) 1.681 356 21,2
Bodenseekreis (LKR) 1.706 419 24,6
Ravensburg (LKR) 2.334 620 26,6
Sigmaringen (LKR) 1.017 246 24,2
Baden-Württemberg 91.505 22.223 24,3
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Baden-Württemberg Spitzenreiter in der Cannabis-Produktion

Baden-Württemberg Spitzenreiter in der Cannabis-Produktion

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Man hätte es sich fast nicht träumen lassen: Ausgerechnet die immer als so spießig deklarierten Schwaben scheinen in der deutschen Cannabis-Produktion an der Spitze der Produzenten zu stehen.

Das ergeben die aktuellen Berichte des Bundeskriminalamts (BKA) zur Rauschgiftkriminalität.

Demnach verdichten sich besonders im Bundesland Baden-Württemberg die Fälle sichergestellter Cannabis-Plantagen.

Wie der Bericht zur Rauschgiftkriminalität des BKA feststellt, handelte es sich bei den im Zusammenhang mit sichergestellten Cannabis-Outdoorplantagen ermittelten Tatverdächtigen 2013 zu 92 Prozent um deutsche Staatsangehörige, der Anteil deutscher Tatverdächtiger bei den Indoor-Cannabis-Plantagen lag sogar bei 95 Prozent.

Damit ist auszuschließen, dass es sich bei den Betreibern um Handlanger ausländischer Drogenkartelle handelte.

cannabisplantagen

Mit 142 Fällen führt Baden-Württemberg das Ranking der Sicherstellungen von Cannabis-Plantagen nach Bundesländern an. An zweiter Stelle stehen mit 90 Plantagen die Bayern.

Vielleicht lassen sich die Ergebnisse zumindest zum Teil auch damit erklären, dass die fruchtbarsten Anbauflächen eben in der südlichen Hälfte Deutschlands liegen.

Platz drei geht an die Stadt Berlin, in der es gerade eine Debatte zum kontrollierten Verkauf von Cannabis beispielsweise am Görlitzer Park gibt. In der Hauptstadt wurden 78 Plantagen gefunden – was gemessen an der geringen Größe des Bundeslandes eine verhältnismäßig große Zahl ist.

Auch bei den gefährlichen Rauschgiftlaboren, offiziell: “Kleinlabore zur Herstellung Synthetischer Drogen”, ragen die Baden-Württemberger heraus.

Obwohl die Kriminalisten flächendeckend zum Schluss kommen, dass die Kapazitäten der entdeckten Labore “fast auschließlich” für den Eigenbedarf bestimmt seien, verorten sie die große Ausnahme in Schwaben: “Lediglich eine größere Produktionsstätte zur Amphetaminproduktion in Baden-Württemberg verfügte über hohe Kapazitäten im dreistelligen Kilogrammbereich.”

Quelle: Huffington Post (Viktoria Walter), 13.11.2014

Baden-Württemberg hat die meisten Cannabis-Plantagen

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Jeder achte Baden-Württembgerger im Gesundheitssektor tätig

Stuttgart (dpa/lsw) – Mehr als jeder achte Angestellte im Südwesten war im Jahr 2012 im Gesundheitssektor beschäftigt. Insgesamt hätten rund 710 000 Menschen in diesem Bereich als Voll- oder Teilzeitkraft gearbeitet, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Stuttgart mit. Dazu gehören etwa Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, Reinigungskräfte und Apotheker. Der Gesundheitssektor ist traditionell der beschäftigungsstärkste Wirtschaftszweig im Land. Auf Rang zwei liegt der Maschinenbau, dann folgen der Einzelhandel und die öffentliche Verwaltung.

Insgesamt wurden 2012 landesweit mehr als 38 Milliarden Euro für Gesundheit ausgegeben. Auf jeden Einwohner seien durchschnittlich 3600 Euro entfallen, teilte das Amt weiter mit. Der bundesweite Pro-Kopf-Durchschnitt liegt bei 3700 Euro. Die niedrigeren Ausgaben im Südwesten seien dem niedrigeren Durchschnittsalter von 43 Jahren in Baden-Württemberg geschuldet (Deutschland: 44,1 Jahre). Der Großteil aller Gesundheitsausgaben wurde von den gesetzlichen Krankenversicherungen gestemmt (knapp 53 Prozent).

Quelle: dpa vom 23. Oktober 2014

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Treibhausgasemissionen je Einwohner in Baden-Württemberg strukturbedingt niedriger als im Bundesdurchschnitt

Seit dem Jahr 2000 Rückgang im Mittel der Bundesländer

Im Jahr 2012 beliefen sich die Emissionen von Treibhausgasen (Kohlendioxid, Methan und Distickstoffoxid) in Baden-Württemberg nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes auf knapp 76 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Damit hat sich der Ausstoß seit dem Jahr 2000 um knapp 13 Prozent verringert (Bundesdurchschnitt: −10 Prozent). Diese und weitere Ergebnisse zur Umweltbeanspruchung sowie eine Kurzanalyse zum Thema »Klima und Energie« im Ländervergleich sind in den aktuellen Veröffentlichungen des Arbeitskreises »Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder« dargestellt. In Baden-Württemberg ist demnach erst seit 2006 eine erkennbare rückläufige Tendenz der Treibhausgasemissionen zu verzeichnen. Dieser Rückgang innerhalb der letzten 6 Jahre ist vor allem den Minderungserfolgen beim gewichtigsten der Gase, dem durch die Verbrennung fossiler Energieträger entstehenden (energiebedingten) CO2 zuzuschreiben.

Bezogen auf die Einwohner wurden 2012 im Land 7,2 Tonnen CO2-Äquivalente pro Kopf emittiert (Bundesdurchschnitt: 11,5 Tonnen). Mehr als 85 Prozent davon (6,2 Tonnen) waren energiebedingte CO2-Emissionen. Im Bundesdurchschnitt beliefen sich die Pro-Kopf-Emissionen an energiebedingtem CO2 auf 9,5 Tonnen. Zu dem vergleichsweise niedrigen Wert in Baden-Württemberg trägt vor allem die Wirtschaftsstruktur bei. Eine hierbei entscheidende Einflussgröße ist die Bedeutung der Energieversorgung. Dieser bezogen auf Energieverbrauch und CO2-Emissionen deutschlandweit gewichtigste Wirtschaftszweig macht in Baden-Württemberg einen vergleichsweise geringen Anteil der CO2-Emissionen aus. Das hängt zum einen damit zusammen, dass der Anteil der CO2-neutralen Kernenergie im Land mit 38 Prozent an der Stromerzeugung noch immer relativ hoch liegt. Zum anderen ist Baden-Württemberg Nettoimporteur von elektrischem Strom. Das bedeutet, die CO2-Emssionen, die bei der Erzeugung des Importstroms entstehen, sind einem anderen Bundesland bzw. dem Ausland zugerechnet. Hinzu kommt, dass auch andere generell energieintensive Wirtschaftszweige wie z. B. der Bergbau oder die Mineralölverarbeitung, die chemische Grundstoffindustrie oder die Stahlindustrie im Land eher wenig vertreten sind.

Hinweis

Der Tabellenband (Band 1 – Indikatoren und Kennzahlen) sowie die Kurzanalyse zum Thema »Klima und Energie« (Band 3 – Analysen und Berichte) stehen ab sofort kostenlos zum Download bereit.
Download der Veröffentlichungen (www.ugrdl.de)

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamt Baden-Württemberg vom 24. Oktober 2014

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Schuldner-Atlas: Wo die klammen Deutschen wohnen

Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Löhne legen zu. Dennoch steigt die Zahl der Menschen, die ihre Schulden nicht mehr bezahlen können – inzwischen sind es 6,7 Millionen. Vor allem Fälle hoher Überschuldung haben deutlich zugenommen.

Düsseldorf – Es erscheint paradox: Als die globale Finanzkrise im Jahr 2009 die Wirtschaft in der Bundesrepublik um fünf Prozent einbrechen ließ, waren gleichzeitig deutlich weniger Verbraucher überschuldet als in den vorangegangen Boom-Jahren. Doch seit Deutschland wieder mit stabilem Wachstum aufwartet, steigt auch die Zahl der Pleitebedrohten spürbar.

So auch in diesem Jahr: Im Vergleich zu 2013 ist die Zahl der von Überschuldung betroffenen Verbraucher im Alter von über 18 Jahren um 90.000 auf bundesweit 6,7 Millionen gestiegen, wie aus dem “Schuldneratlas 2014″ der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervorgeht.

 

Schuldneratlas 2014: Überschuldungsquoten in deutschen Städten und Kreisen (Klicken zum Vergrößern) Zur Großansicht

Schuldneratlas 2014: Überschuldungsquoten in deutschen Städten und Kreisen (Klicken zum Vergrößern)

Das ist ein Anstieg von 1,4 Prozent. Mit 9,9 Prozent kann damit fast jeder zehnte volljährige Verbraucher in Deutschland seine Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen und hat laut Creditreform mit “nachhaltigen Zahlungsstörungen” zu kämpfen. Besonders deutlich zugenommen habe dabei die schwere Überschuldung.

Die Fälle mit hoher Überschuldungsintensität haben demnach mit einem Plus von 105.000 und einer Steigerungsrate von 2,8 Prozent doppelt so stark zugenommen wie die Gesamtzahl der Überschuldungen. Als Schuldner mit “hoher Überschuldungsintensität” definiert Creditreform Verbraucher, auf die gleich eine Reihe negativer Merkmale zutreffen – etwa eine Privatinsolvenz – und die oft nachhaltig, also dauerhaft, nicht mehr zahlen können.

Die Brisanz des Problems privater Überschuldung ist sehr unterschiedlich verteilt – sowohl in regionaler Hinsicht als auch zwischen den Geschlechtern. Das zeigt sich bei der Betrachtung der Städte und Kreise: So ist etwa in Bremerhaven mit einer Quote von 20,41 Prozent sowie Pirmasens mit 18,3 und Offenbach mit 18,0 Prozent rund ein Fünftel der Verbraucher betroffen. In den nordbayerischen Städten und Kreisen Eichstätt, Erlangen-Höchstadt sowie Schweinfurt ist es nicht einmal jeder 20.:

Auf der Ebene der Bundesländer ist ein deutliches Gefälle von Süd nach Nord zu verzeichnen. In den auch wirtschaftlich starken Südländern Bayern und Baden-Württemberg ist die Quote mit sieben beziehungsweise acht Prozent deutlich niedriger als in Bremen und Berlin mit 14 beziehungsweise 13 Prozent.

Männer sind mit einem Anteil von 12,61 Prozent doppelt so häufig überschuldet wie Frauen, bei denen lediglich 7,35 Prozent nicht mehr für ihre Verbindlichkeiten aufkommen können. Allerdings ist der Anstieg bei den Frauen in absoluten Zahlen (48.000) höher als bei den Männern (41.000). Die Experten von Creditreform führen diesen Trend auf die Veränderung des gesellschaftlichen Status von Frauen zurück.

In diesem Jahr hat sich die Wirtschaftsauskunftei insbesondere mit der Überschuldung innerhalb von Familien beschäftigt, etwa mit der Frage, ob sie quasi vererbt wird. Dazu befragte Creditreform Fachleute aus Sozialämtern, insgesamt beteiligten sich 162 von ihnen daran. Mit 96 Prozent bestätigten nahezu alle von ihnen, dass es in ihrem Zuständigkeitsbereich eine “generationsübergreifende Überschuldung” gebe.

Meist wird diese demnach begleitet von weiteren sozialen Problemen wie Einkommensarmut und Langzeitarbeitslosigkeit. Insgesamt schätzen die Statistiker von Creditreform, dass in Deutschland rund eine Million Personen “Kennzeichen einer generationenübergreifenden Überschuldung” aufwiesen.

fdi

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/schuldneratlas-von-creditreform-zahl-verschuldeter-deutscher-steigt-a-1001370.html (erschienen: 06.11.2014)

Baden-Württemberg hat die zweitgeringste Schuldnerquote im Bundesländervergleich und liegt bundesweit unterhalb des Durchschnitts

 

 

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Goldener Oktober am Arbeitsmarkt

Im Oktober ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg deutlich zurückgegangen. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent liegt der Südwesten im bundesweiten Vergleich auf Platz zwei. Baden-Württemberg hat zudem mit 2,8 Prozent mit die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit aller Bundesländer.

Mit 221.272 Arbeitslosen waren 13.393 Menschen weniger arbeitslos als noch im September. Damals hatte die Arbeitslosenquote 4,0 Prozent betragen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit um 2.397 Personen gesunken. Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,9 Prozent. Auch die Nachfrage der Wirtschaft nach Arbeitskräften hat sich im Oktober weiter belebt.

Arbeitslosigkeit sinkt außergewöhnlich stark

„Das war der stärkste Rückgang in einem Oktober in den vergangenen fünf Jahren“, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid. Der baden-württembergische Arbeitsmarkt habe im Oktober den Herbstaufschwung nachgeholt, der im September ausgeblieben sei. „Der Arbeitsmarkt bleibt robust und lässt sich auch von Krisen und negativen Stimmungsbarometern nicht aus dem Tritt bringen“, macht Arbeitsministerin Katrin Altpeter deutlich.

Altpeter sieht sich angesichts der aktuellen Zahlen in ihrem im Optimismus mit Blick auf die Jugendarbeitslosigkeit bestätigt. Die Arbeitslosenquote sei binnen eines Monats von 3,7 auf 2,8 Prozent gesunken. Das späte Ende der Sommerferien habe dazu geführt, dass sich der im September übliche starke Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit auf den Oktober verlagert habe. „Ich freue mich, dass im Oktober mehr als 6.000 Jugendliche wieder einen Arbeitsplatz gefunden haben“, so die Ministerin.

Trotz dieser sehr positiven Entwicklung müsse man aber die nahtlose Weiterbeschäftigung von Jugendlichen nach dem Ausbildungsende weiterhin im Blick behalten, sagte Altpeter mit Blick auf eine aktuelle Studie. Danach wurde im Jahr 2013 bundesweit ein Drittel aller Ausbildungsabsolventen von ihrem Ausbildungsbetrieb nicht übernommen.

Quelle: Pressemitteilung Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren vom 30.10.2014

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