Südwesten bei Ökoenergie auf Platz 2

Berlin (dpa/lsw) – Baden-Württemberg liegt bei der Nutzung erneuerbarer Energien hinter Bayern auf dem zweiten Platz. Das ist das Ergebnis eines Länder-Vergleichs der Agentur für erneuerbare Energien. Bayern verdankt die Spitzenposition vor allem dem Ausbau der Solar- und Biomasseenergie. Hinter Baden-Württemberg folgen Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg. Auf dem letzten Platz liegt Berlin. In der Hauptstadt gibt es kaum Flächen für eine umfangreiche Nutzung grüner Energiequellen.

Insgesamt sind in Deutschland bereits über 75 000 Megawatt an Biogas-, Solar- und Windkraftleistung installiert. Der Stromanteil beträgt 27 Prozent. In die Studie einbezogen wurden 60 Indikatoren von der installierten Leistung über die Forschungsförderung bis zur Anzahl von Biogastankstellen, Elektro-Ladestationen und Ökostrom-Kunden.

Datum: 26.11.2014

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Immer mehr Studierende im Land

Stuttgart/Wiesbaden (dpa/lsw) – Es gibt immer mehr Studierende im Südwesten. Im Vergleich zum Vorjahr stieg deren Anzahl um drei Prozent auf 357 707 – das sind rund 10 000 mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Rund 179 000 sind an einer Universität, rund 143 000 an einer Fachhochschule eingeschrieben. Baden-Württemberg belegt Platz acht in der bundesweiten Statistik und liegt damit im Durchschnitt (3,1 Prozent). Fast 2,7 Millionen Studierende sind derzeit in Deutschland an einer Hochschule eingeschrieben.

Datum: 26.11.2014

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Mössinger Metzgerei ist die beste im Südwesten

Mössingen (dpa/lsw) – Mit Rosmarinsalami und Schwarzwurst mit Kräutern ist ein Familienbetrieb in Mössingen (Kreis Tübingen) zur besten Metzgerei im Südwesten gewählt worden. «Was in ihrer Wurstküche entsteht, gehört zum besten, was Baden-Württemberg zu bieten hat», urteilte das Fachmagazin «Feinschmecker» über das Unternehmen Grießhaber. Am Dienstag gratulierte Agrarminister Alexander Bonde (Grüne). Die Bioland-Metzgerei zeige eindrucksvoll, wie regionale und biologische Erzeugung verbunden werden könnten und so Wertschöpfung in der Region entstehe und bleibe.

Der Senior-Chef der Metzgerei, Karl-Heinz Grießhaber, freute sich über die Auszeichnung: «Wir sind stolz auf uns und unsere Leute.» Jedes Tier werde vom Bauern persönlich gebracht, liebevoll behandelt und bei der Metzgerei geschlachtet, sagte Grießhaber.

Zunächst habe der Betrieb der Jury des Fachmagazins eine Leberwurst geschickt. Im Sommer hätten die «Feinschmecker»-Experten dann bei einem verdeckten Einkauf etwa auf Freundlichkeit, Kompetenz und Sauberkeit des Personals und des Geschäfts geachtet. Mit der Auszeichnung gehört die Metzgerei zu den 16 besten in Deutschland.

Datum: 25.11.2014

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Rund 8 800 Tonnen Strauchbeeren in Baden-Württemberg geerntet – Zunahme bei schwarzen Johannisbeeren

Ausreichend Niederschläge und moderate Temperaturen sorgten in 2014 für gute Wachstumsbedingungen bei den Strauchbeeren. Allerdings wurde die Erntebilanz durch das starke Auftreten der Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) beeinträchtigt, die besonders in den spätreifenden Beständen von Himbeeren, Brombeeren und roten Johannisbeeren vielfach zu Ertragsausfällen führte.

Mit einer Erntemenge von insgesamt 8 776 Tonnen (t) wurde das Ertragsniveau des Vorjahres um fast 10 Prozent übertroffen, wie das Statistische Landesamt nach vorläufigen Ergebnissen der Strauchbeerenerhebung feststellt. Ungefähr ein Drittel der Erntemenge entfiel auf schwarze Johannisbeeren (2 964 t), die gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 27 Prozent aufwiesen. Dagegen war bei den weißen und roten Johannisbeeren mit 2 698 t nur ein leichter Anstieg zu verzeichnen (+2 Prozent). Die geernteten Himbeeren erreichten einen Umfang von 1 313 t und blieben somit fast unverändert (−1 Prozent). Brombeeren erzielten 442 t (+19 Prozent) und Stachelbeeren 795 t (−3 Prozent).

Fast der gesamte Anbau der Strauchbeeren erfolgt im Freiland auf 1 603 Hektar (ha) mit Schwerpunkten in der südlichen Rheinebene, am Bodensee und im Raum Heilbronn. Auch in 2014 erfolgte wieder eine Aufstockung der Flächen (+51 ha), an der maßgeblich die schwarzen Johannisbeeren mit einem Plus von 32 ha auf 680 ha beteiligt waren. Außerdem waren nennenswerte Flächenausweitungen bei Stachelbeeren auf 132 ha (+14 ha) und Brombeeren mit 78 ha (+7 ha) zu verzeichnen. Dagegen reduzierten sich die Flächen der roten und weißen Johannisbeeren um 13 ha auf 299 ha.

Der Anbau unter begehbaren Folientunneln wurde auf 32 ha (+5 ha) erhöht, wobei die Himbeeren mit 27 ha (+7 ha) den weitaus größten Teil bestreiten.

Der Anbau nach ökologischen Kriterien erfolgt auf ungefähr 5 Prozent der Anbaufläche (82 ha) mit einer Erntemenge von 250 t. Auf der Hälfte der Fläche werden rote und weiße (12 ha) sowie schwarze Johannisbeeren (28 ha) kultiviert.

groot grafik statistik BW beeren anbau

Grafik. Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
Quelle: Statistik BW

Veröffentlichungsdatum: 19.11.2014

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Armutsgefährdung im Südwesten leicht gestiegen

dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

Armutsgefährdung im Südwesten leicht gestiegen

Etwa jeder Neunte in Baden-Württemberg ist von einem erhöhten Armutsrisiko bedroht. Die Armutsgefährdungsquote lag im Jahr 2013 bei 11,4 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte. Im Jahr 2012 waren es 11,1 Prozent, 2005 hatte der Anteil armutsgefährdeter Personen in Baden-Württemberg noch bei 10,6 Prozent gelegen. Die Quote gibt den Anteil der Personen an, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung auskommen müssen.

Die Zahlen für den Südwesten liegen aber deutlich unter den bundesweiten. Hier liege der Anteil der gefährdeten Personen bei 15,5 Prozent, hieß es. Die 18- bis 25-Jährigen wiesen laut Mitteilung mit 23,7 Prozent die höchste Quote im Süden auf. Hintergrund sei, dass sie sich häufig noch in Ausbildung oder am Anfang ihrer beruflichen Karriere befänden. Rund ein Fünftel der Senioren im Südwesten seien von einem erhöhten Armutsrisiko betroffen.

191224 Nov 14

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(Zusammenfassung 0630) Großes Interesse an Freiwilligen-Hilfsdiensten im Südwesten Von Nico Andel

dpa (Foto – Archiv) PTX

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Soziales/
(Zusammenfassung 0630)
Großes Interesse an Freiwilligen-Hilfsdiensten im Südwesten
Von Nico Andel, dpa
(Foto – Archiv) =

Kaum bezahlte Arbeit kann sich trotzdem lohnen – da ist sich der
Landesarbeitskreis fürs Freiwillige Soziale Jahr in Baden-Württemberg
sicher. Seit Jahren reißen sich immer mehr junge Menschen um
gemeinnützige Jobs. Und das nicht nur zwischen Abitur und Studium.

Stuttgart (dpa/lsw) – Freiwillige Arbeit gehört für viele Menschen im
Südwesten dazu. Mit mehr als 11 000 Teilnehmern beim Freiwilligen
Sozialen Jahr (FSJ) verzeichnet der größte Trägerverbund in
Baden-Württemberg, der Landesarbeitskreis (LAK), in dieser Saison
einen Rekord. Nirgendwo würden mehr gemeinnützige Dienste bei den
Wohlfahrtsverbänden abgeleistet als in Baden-Württemberg, sagte
LAK-Sprecherin Gisela Gölz in Stuttgart. Die Teilnehmerzahlen hätten
sich in den vergangenen sechs Jahren mehr als verdoppelt. Es sei die
Möglichkeit, neue Erfahrungen zu machen und sich persönlich
weiterzuentwickeln, die die Arbeit attraktiv mache, sagte Gölz -
obwohl es dafür meist nur ein paar Hundert Euro Taschengeld gibt.

Auch als der Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Jahr 2011 nach dem
Wegfall der Wehrpflicht eingerichtet wurde, gab es laut Gölz keinen
Rückgang der FSJ-Teilnehmerzahl. Im Gegenteil: Mehr als 2000 Menschen
im Südwesten seien in den zwei folgenden Jahrgängen dazugekommen. «Es
wurde befürchtet, dass die Zahlen nach dem doppelten Abiturjahrgang
zurückgehen würden», sagte Gölz zudem. Doch der Zustrom hielt an.

Das vom Sozialministerium geförderte FSJ feiert in diesem Jahr sein
50-jähriges Bestehen. Es richtet sich an Menschen von 16 bis 27
Jahren. Dem LAK gehören in Baden-Württemberg 35 Wohlfahrtsverbände
wie das Diakonische Werk an. Zwischen 6 und 18 Monate dauert ein FSJ.

Der Hilfsdienst BFD mit Sitz in Köln untersteht dem Bundesamt für
Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Die Teilnehmer leisten
in der Regel ein Jahr lang ihren Dienst, der auf maximal zwei Jahre
ausgedehnt werden kann. Sie sind sozialversichert und bekommen
maximal 357 Euro. Das Besondere: Es gibt keine Altersbeschränkung.

Im September zählte der BFD 4577 Teilnehmer im Südwesten, darunter
etwa gleich viele Männer wie Frauen. Nur in Nordrhein-Westfalen
hatten sich mit 6451 mehr Freiwillige gemeldet. In der Bundesrepublik
leisten den Angaben nach derzeit insgesamt rund 90 000 Menschen
gemeinnützige Arbeit bei den Hilfsdiensten BFD und FSJ.

Den Freiwilligen stehen heutzutage bei jedem Hilfsdienst ausgebildete
Pädagogen zur Verfügung, die Teilnehmer bei der Arbeitsstelle
besuchen und ihnen bei der Berufs- und Studienplatzsuche helfen. Das
ist laut Gölz im Jugendfreiwilligendienstegesetz so vorgeschrieben.
Auch Seminare würden landesweit angeboten.

«Inzwischen sind es auch nicht mehr nur die Abiturienten, die sich
für ein FSJ engagieren», erklärte Gölz. Rund 20 Prozent hätten einen
Hauptschulabschluss, etwa 30 Prozent die Mittlere Reife. Schon mit 16
Jahren entscheiden sich nach Angaben des LAK manche für ein FSJ.

# Notizblock

## Internet
- [FSJ](http://dpaq.de/t5nhy)
- [BFD-Statistik](http://dpaq.de/HTsS1)

## Orte
- [LAK](Breitscheidstraße 65, 70176 Stuttgart, Deutschland)

* * * *
Die folgenden Informationen sind nicht zur Veröffentlichung bestimmt

## Ansprechpartner
- Gisela Gölz, Sprecherin LAK,  +49 711 61926 160, <Gisela.Goelz@wohlfahrtswerk.de>

## Kontakte
- Autor: Nico Andel (Stuttgart)
- Redaktion: Marco Krefting (Stuttgart), +49 711 1626237220, <stuttgart@dpa.com>

dpa nan hx yysw z2 kre/kst

190624 Nov 14

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Baden-Württembergerin ist Deutsche Meisterin der Bäckerjugend

Weinheim (dpa/lsw) – Sie hat ihr Bundesland Baden-Württemberg als
Land der Tüftler und Ingenieure präsentiert – und damit den Titel
Deutsche Meisterin der Bäckerjugend eingefahren: Die 21-jährige Tanja
Angstenberger aus Aalen (Ostalbkreis) hat sich bei dem Wettbewerb an
der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk gegen neun Nachwuchsbäcker
durchgesetzt. «Sie hat das Thema Heimat ganz hervorragend umgesetzt»,
sagte Akademiedirektor Bernd Kütscher am Dienstag nach der
Preisverleihung in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis). «Sie hat ganz
bewusst den intellektuellen Aspekt ihrer Heimat Baden-Württemberg in
den Mittelpunkt gerückt. Das kam bei der Jury super an.»

Angstenberger hatte Kütscher zufolge ein Schaustück mit einem Porsche
und verschiedenen Werkzeugen darauf kreiert. Die zehn Jungbäcker
waren am Montag gegeneinander angetreten. «Wir hatten die Crème de la
Crème des Bäckerhandwerks hier», sagte Kütscher. «Die Siegerehrung
war sehr emotional.»

Quelle: dpa, 18.11.2014

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Universität Hohenheim erhält Exzellenz-Preis für Forschungsprojekt

Stuttgart (dpa/lsw) – Weil Studenten an der Universität Hohenheim
schon in ihrem Bachelorstudium aktiv forschen dürfen, ist die
Hochschule für ihre exzellente Lehre ausgezeichnet worden. Für das
Pilotprojekt «Humboldt reloaded und Studium 3.0» vergaben der
Stifterverband und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) den «Ars
legendi»-Preis, der als bundesweit höchste Auszeichnung für Qualität
in der Lehre gilt.

««Humboldt reloaded» führt junge Menschen früh an die Forschung heran
und legt so den Keim für wissenschaftliche Karrieren», sagte
Universitätsrektor Stephan Dabbert am Dienstag. In den vergangenen
drei Jahren arbeiteten die Studenten schon an 403 Projekten mit.
Unter anderem untersuchten sie Embryonen afrikanischer Krallenfrösche
im Labor. «Wir versuchen zu verstehen, wie molekulare Störungen in
der Embryonalentwicklung der Frösche zu Missbildungen führen», sagte
der Preisträger des Projekts, Professor Martin Blum. Die Ergebnisse
geben wichtige Aufschlüsse über Herzkrankheiten.

Die Universität Hohenheim ist die erste Hochschule in
Baden-Württemberg, die die Auszeichnung erhält. Blum teilt sich das
Preisgeld in Höhe von 50 000 Euro mit der ebenfalls ausgezeichneten
Professorin Daniela Elsner der Goethe-Universität in Frankfurt am
Main. Der Preis soll am 1. Dezember 2014 in Berlin verliehen werden.

Quelle: dpa, 14.11.2014

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Nichteheliche Kinder in Baden-Württemberg

Deutliche Unterschiede zwischen badischen und württembergischen Landesteilen

In Baden-Württemberg sind im vergangenen Jahr 91 505 Kinder geboren worden. Davon waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 22 223 Kinder oder 24,3 Prozent, deren Eltern zum Zeitpunkt ihrer Geburt nicht miteinander verheiratet waren. Damit ist der Anteil nichtehelicher Kinder in den letzten Jahren stetig gestiegen und hat sich gegenüber 1990 annähernd verdreifacht.

Verglichen mit den anderen Bundesländern hat Baden-Württemberg allerdings weiterhin den geringsten Wert. Die höchsten Anteile an nichtehelichen Geburten gibt es in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, in denen jeweils annähernd zwei von drei Kindern von nicht verheirateten Frauen geboren werden.

Der Trend hin zu einer immer höheren »Nichtehelichenquote« ist darauf zurückzuführen, dass neben der Ehe auch andere Lebensformen stetig an Bedeutung gewinnen. So ist derzeit in Baden-Württemberg nur gut die Hälfte der 30- bis 40jährigen verheiratet, 1980 lag dieser Anteil noch bei annähernd 80 Prozent. Als ursächlich für diese Entwicklung wird unter anderem die zunehmende Bildungs- und Erwerbsbeteiligung der Frauen angesehen, die deren wirtschaftliche Unabhängigkeit erhöht hat.

Beim Anteil der Geborenen von nicht verheirateten Paaren gibt es innerhalb des Landes deutliche Unterschiede. Spitzenreiter war im vergangenen Jahr wiederum der Stadtkreis Freiburg im Breisgau, wo rund 35 Prozent der Eltern bei der Geburt ihres Kindes nicht verheiratet waren. Dagegen lag dieser Anteil im Landkreis Böblingen – dem Kreis mit dem geringsten Anteil nichtehelicher Kinder – nur halb so hoch.

Bereits 1990 hatte der Landkreis Böblingen mit den geringsten, die Stadt Freiburg im Breisgau die mit Abstand höchste »Nichtehelichenquote«. Allerdings haben sich seither die regionalen Unterschiede erheblich verringert: Noch 1990 betrug der Anteil nichtehelicher Kinder im Landkreis Böblingen nur etwas mehr als ein Viertel des Wertes von Freiburg im Breisgau.

Die Verringerung der regionalen Unterschiede kann nach Einschätzung des Statistischen Landesamtes als Angleichung der Lebensstile insbesondere zwischen Stadt und Land interpretiert werden. Diese tendenzielle Anpassung ist wohl nicht zuletzt auf die starken Umzugsaktivitäten der Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten zurückzuführen.1) Ein flächendeckendes »Stadt-Land-Gefälle« ist deshalb nicht mehr zu beobachten, auch wenn weiterhin der Anteil an Kindern von nichtverheirateten Frauen in den meisten Stadtkreisen überdurchschnittlich ist. Auffällig ist, dass sich die 12 Kreise mit den höchsten »Nichtehelichenquoten« alle in den Regierungsbezirken Freiburg und Karlsruhe befinden.

Darüber hinaus zeigt sich, dass der Anteil der nichtehelich Geborenen in den Kreisen mit einem hohen Dienstleistungsanteil tendenziell höher ist als in denjenigen Kreisen, in denen das Produzierende Gewerbe weiterhin eine relativ große Bedeutung hat. Schließlich lässt sich auch ein tendenziell positiver Zusammenhang zwischen dem Anteil nichtehelich Geborener und dem Anteil der Akademikerinnen an allen sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen belegen.

1) Allein im Jahr 2013 gab es in Baden-Württemberg rund eine Million Umzüge von einer Gemeinde in eine andere des Landes oder über die Landesgrenze hinweg. Damit ist rein rechnerisch innerhalb eines Jahres etwa jeder elfte Einwohner des Landes einmal in eine andere Gemeinde umgezogen.

 

Schaubild 1

Schaubild 1: Nichtehelich Lebendgeborene in Baden-Württemberg seit 1990

 

Lebendgeborene insgesamt sowie nichtehelich Lebendgeborene in Baden-Württemberg seit 1990
Jahr Lebendgeborene insgesamt darunter nichtehelich
Anzahl Prozent1)
1) Anteil an allen Lebendgeborenen.
1990 118.579 10.316 8,7
1991 117.528 10.909 9,3
1992 117.559 11.781 10,0
1993 117.982 11.927 10,1
1994 113.398 12.045 10,6
1995 112.459 12.250 10,9
1996 114.657 13.181 11,5
1997 116.419 14.017 12,0
1998 111.056 14.837 13,4
1999 107.973 15.888 14,7
2000 106.182 16.503 15,5
2001 101.366 16.883 16,7
2002 99.604 17.529 17,6
2003 97.596 17.715 18,2
2004 96.655 18.029 18,7
2005 94.279 18.232 19,3
2006 91.955 18.004 19,6
2007 92.823 18.914 20,4
2008 91.909 19.797 21,5
2009 89.678 19.478 21,7
2010 90.695 20.040 22,1
2011 88.823 20.424 23,0
2012 89.477 21.042 23,5
2013 91.505 22.223 24,3

 

Schaubild 2

Schaubild 2: Nichtehelich Lebendgeborene in den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs 2013

 

Lebendgeborene insgesamt sowie nichtehelich Lebendgeborene in den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs 2013
Jahr Lebendgeborene insgesamt darunter nichtehelich
Anzahl Anteil in Prozent1)
1) Anteil an allen Lebendgeborenen.Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 14. November 2014 – Pressemitteilung Nr. 381/2014

Der Anteil nichtehelicher Kinder in Baden-Württemberg hat sich seit 1990 annähernd verdreifacht.

Stuttgart (SKR) 5.911 1.512 25,6
Böblingen LKR) 3.399 604 17,8
Esslingen (LKR) 4.435 901 20,3
Göppingen (LKR) 1.952 443 22,7
Ludwigsburg (LKR) 4.911 976 19,9
Rems-Murr-Kreis (LKR) 3.349 728 21,7
Heilbronn (SKR) 1.151 265 23,0
Heilbronn (LKR) 2.772 547 19,7
Hohenlohekreis (LKR) 815 188 23,1
Schwäbisch Hall (LKR) 1.556 391 25,1
Main-Tauber-Kreis (LKR) 1.036 245 23,6
Heidenheim (LKR) 1.003 254 25,3
Ostalbkreis (LKR) 2.562 593 23,1
Baden-Baden (SKR) 359 112 31,2
Karlsruhe (SKR) 2.799 818 29,2
Karlsruhe (LKR) 3.577 764 21,4
Rastatt (LKR) 1.738 417 24,0
Heidelberg (SKR) 1.323 365 27,6
Mannheim (SKR) 2.827 890 31,5
Neckar-Odenwald-Kreis (LKR) 1.069 240 22,5
Rhein-Neckar-Kreis (LKR) 4.506 1.062 23,6
Pforzheim (SKR) 1.110 346 31,2
Calw (LKR) 1.159 251 21,7
Enzkreis (LKR) 1.454 270 18,6
Freudenstadt (LKR) 927 204 22,0
Freiburg im Breisgau (SKR) 2.299 811 35,3
Breisgau-Hochschwarzwald (LKR) 2.093 592 28,3
Emmendingen (LKR) 1.293 350 27,1
Ortenaukreis (LKR) 3.492 1.030 29,5
Rottweil (LKR) 1.143 270 23,6
Schwarzwald-Baar-Kreis (LKR) 1.756 421 24,0
Tuttlingen (LKR) 1.179 233 19,8
Konstanz (LKR) 2.197 656 29,9
Lörrach (LKR) 1.814 513 28,3
Waldshut (LKR) 1.213 356 29,3
Reutlingen (LKR) 2.355 523 22,2
Tübingen (LKR) 1.951 473 24,2
Zollernalbkreis (LKR) 1.405 296 21,1
Ulm (SKR) 1.165 311 26,7
Alb-Donau-Kreis (LKR) 1.712 361 21,1
Biberach (LKR) 1.681 356 21,2
Bodenseekreis (LKR) 1.706 419 24,6
Ravensburg (LKR) 2.334 620 26,6
Sigmaringen (LKR) 1.017 246 24,2
Baden-Württemberg 91.505 22.223 24,3
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Baden-Württemberg Spitzenreiter in der Cannabis-Produktion

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Man hätte es sich fast nicht träumen lassen: Ausgerechnet die immer als so spießig deklarierten Schwaben scheinen in der deutschen Cannabis-Produktion an der Spitze der Produzenten zu stehen.

Das ergeben die aktuellen Berichte des Bundeskriminalamts (BKA) zur Rauschgiftkriminalität.

Demnach verdichten sich besonders im Bundesland Baden-Württemberg die Fälle sichergestellter Cannabis-Plantagen.

Wie der Bericht zur Rauschgiftkriminalität des BKA feststellt, handelte es sich bei den im Zusammenhang mit sichergestellten Cannabis-Outdoorplantagen ermittelten Tatverdächtigen 2013 zu 92 Prozent um deutsche Staatsangehörige, der Anteil deutscher Tatverdächtiger bei den Indoor-Cannabis-Plantagen lag sogar bei 95 Prozent.

Damit ist auszuschließen, dass es sich bei den Betreibern um Handlanger ausländischer Drogenkartelle handelte.

cannabisplantagen

Mit 142 Fällen führt Baden-Württemberg das Ranking der Sicherstellungen von Cannabis-Plantagen nach Bundesländern an. An zweiter Stelle stehen mit 90 Plantagen die Bayern.

Vielleicht lassen sich die Ergebnisse zumindest zum Teil auch damit erklären, dass die fruchtbarsten Anbauflächen eben in der südlichen Hälfte Deutschlands liegen.

Platz drei geht an die Stadt Berlin, in der es gerade eine Debatte zum kontrollierten Verkauf von Cannabis beispielsweise am Görlitzer Park gibt. In der Hauptstadt wurden 78 Plantagen gefunden – was gemessen an der geringen Größe des Bundeslandes eine verhältnismäßig große Zahl ist.

Auch bei den gefährlichen Rauschgiftlaboren, offiziell: “Kleinlabore zur Herstellung Synthetischer Drogen”, ragen die Baden-Württemberger heraus.

Obwohl die Kriminalisten flächendeckend zum Schluss kommen, dass die Kapazitäten der entdeckten Labore “fast auschließlich” für den Eigenbedarf bestimmt seien, verorten sie die große Ausnahme in Schwaben: “Lediglich eine größere Produktionsstätte zur Amphetaminproduktion in Baden-Württemberg verfügte über hohe Kapazitäten im dreistelligen Kilogrammbereich.”

Quelle: Huffington Post (Viktoria Walter), 13.11.2014

Baden-Württemberg hat die meisten Cannabis-Plantagen

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