Studie: Südwest-Krippen mit bestem Personalschlüssel

Gute Noten für Baden-Württemberg bei der Kleinkindbetreuung: Hinsichtlich Betreuungsquote und Gruppengrößen schneidet das Land passabel beziehungsweise sehr gut ab.

Stuttgart (dpa/lsw) – Kleinkinder in Südwest-Krippen werden im Bundesvergleich besonders intensiv betreut. Baden-Württemberg hat laut einem Bericht der Bundesregierung mit einer Fachkraft zu 2,9 Krippenkindern den besten Personalschlüssel im Ländervergleich. Damit lag das Land deutlich über dem westdeutschen Schnitt (ohne Berlin) von 3,4 Kleinkindern pro Fachkraft, wie das Landeskultusministerium in Stuttgart unter Berufung auf die Bundesbilanz mitteilte. Der Bericht beleuchtet die Entwicklung nach dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz am 1. August 2013.

Im Mittelfeld liegt Baden-Württemberg bei der Betreuungsquote, die sich allerdings seit 2008 mehr als verdoppelte: 27,8 Prozent der unter Dreijährigen haben derzeit einen Platz, der Bedarf liegt aber mit 39,2 Prozent um 11,4 Punkte höher. Schlusslicht ist Schleswig-Holstein mit 13,5 Punkten Differenz, während in Brandenburg der Unterschied nur 4,1 Punkte beträgt.

Das Ministerium will in diesem Jahr einmalig 50 Millionen Euro in den Ausbau von Kita-Plätzen investieren. In vielen großen Städten liegt die Nachfrage bei 40 bis 60 Prozent und darüber. Der Ausbau wird allerdings erschwert durch Personalmangel.

Staatssekretärin Marion von Wartenberg (SPD) betonte: «Die baden-württembergische Landesregierung hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit den Kommunen und Trägern den Ausbau der Kinderbetreuung erheblich vorangebracht, um die Bildungsgerechtigkeit im Land zu verbessern.» Das Land trägt im Zuge des Paktes für Familien 68 Prozent der Betriebsausgaben pro Kind.

Zudem gehöre der Südwesten zu den Ländern mit den kleinsten Gruppengrößen bei den unter Dreijährigen. Die durchschnittliche Anzahl der Kinder in den Gruppen lag im Südwesten wie in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz bei 9, Schlusslicht waren Hamburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit 13.

dpa, 04.03.2015

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Baden-Württemberg bei Patentanmeldungen auf Platz zwei

Brüssel/Stuttgart (dpa/lsw) – Baden-Württemberg hat bundesweit die fleißigsten Erfinder nach Bayern. Auf der Rangliste der Patentanmeldungen kommt der Südwesten 2014 mit 5334 Anmeldungen auf den zweiten Platz. Ihre Zahl nahm im Vergleich zum Jahr 2013 aber um 7,3 Prozent ab. An der Spitze steht weiterhin Bayern. «Unsere Platzierung ist eine tolle Bestätigung für die exzellente Innovationskraft der Firmen im Land», sagte Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) am Donnerstag in Stuttgart. Insgesamt ist die Nachfrage nach Patentschutz in Europa ungebrochen. Mit 274 000 Patentanmeldungen verzeichnete das Europäische Patentamt (EPA) im vergangenen Jahr den fünften Anmelderekord in Folge, wie aus der veröffentlichten Erhebung hervorgeht. In der Rangliste der anmeldestärksten Firmen kommt der Technologiekonzern Bosch an achter Stelle.

dpa, 26.02.2015

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Baden-Württemberg mit Rekordwerten beim Export

Stuttgart (dpa/lsw) – Baden-Württembergs Unternehmen haben 2014 mit Exporten so hohe Umsätze erwirtschaftet wie nie zuvor. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes vom Montag wurden Güter im Wert von 181,4 Milliarden Euro ausgeführt – ein Plus von knapp 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine neue Bestmarke erreichte mit 150,7 Milliarden Euro umgekehrt auch der Wert der eingeführten Waren. Nach Angaben der Statistiker verbuchte Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich den höchsten Exportwert – noch vor dem bisherigen Spitzenreiter Nordrhein-Westfalen.

Rund ein Drittel der Ausfuhren geht demnach in Länder außerhalb der Eurozone. Positive Impulse kamen allerdings auch aus dem europäischen Krisenländern Italien, Portugal oder sogar Griechenland.

dpa, 23.02.2015

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Karlsruhe freut sich über Spitzenplatz der Fahrradstädte

Karlsruhe (dpa/lsw) – Von allen Großstädten in Süddeutschland bietet Karlsruhe die besten Bedingungen für Fahrradfahrer – so lautet das Ergebnis des Fahrradklima-Tests des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC). «Wir freuen uns sehr, dass wir so gut abgeschnitten haben», sagte der für die Radverkehrsförderung zuständige Sachbearbeiter im Stadtplanungsamt Karlsruhe, Johannes Schell, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Wir dürfen uns aber auf keinen Fall darauf ausruhen, das ist uns Ansporn, auf diesem Weg weiterzumachen.»

Vor zwei Jahren hatte Karlsruhe beim ADFC-Test der Städte mit mehr als 200 000 Einwohnern noch hinter Freiburg gelegen, jetzt ist die südbadische Metropole auf den dritten Platz zurückgefallen. Den bundesweit ersten Platz nimmt Münster ein.

Karlsruhe habe sich schon vor Jahren vorgenommen, bis zum 300. Stadtgeburtstag in diesem Jahr die fahrradfreundlichste Großstadt in Süddeutschland zu werden, sagte Schell. «Wir hätten nicht damit gerechnet, dass wir das packen.»

Im Umkreis von fünf Kilometern sei das Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel, erklärte Schell. Ein Schwerpunkt der Weiterentwicklung des Radverkehrs sei jetzt die Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung. Damit haben andere Städte wie Frankfurt am Main bereits gute Erfahrungen gemacht. «Unser Ziel ist es aber nicht nur, den Anteil des Radverkehrs zu erhöhen, sondern ihn auch sicherer zu machen», betonte Schell.

dpa, 19.02.2015

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Baden‑Württemberg: drittjüngste Bevölkerung nach Hamburg und Berlin

Der demografische Wandel führt aber auch im Südwesten zu einer deutlichen Alterung der Bevölkerung

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Baden‑Württemberg, das Anfang der 1950er-Jahre bei lediglich knapp 35 Jahren lag, hat sich bis zum Jahr 1970 praktisch nicht verändert. Seither ist die Gesellschaft aber deutlich gealtert: Die Bevölkerung war Ende 2013 im Schnitt bereits 43,2 Jahre alt und damit um über 8 Jahre älter als noch 1970, so das Statistische Landesamt. Dennoch weist der Südwesten nach Hamburg (42,4 Jahre) und Berlin (42,8 Jahre) bundesweit die drittjüngste Bevölkerung auf. Am ältesten ist die Bevölkerung in Sachsen-Anhalt mit im Schnitt 47,3 Jahren, gefolgt von den anderen neuen Bundesländern.

Ursächlich für die Alterung der Bevölkerung in Baden‑Württemberg ist zum einen eine zu geringe Geburtenrate: Diese liegt seit annähernd vier Jahrzehnten bei lediglich 1,4 Kindern je Frau 1 ; zum anderen hat auch die enorm gestiegene Lebenserwartung – seit Anfang der 1970er-Jahre um gut neun Jahre bei den Frauen bzw. um knapp elf Jahre bei den Männern – zu einem stetigen Anstieg des Durchschnittsalters geführt.

Dass Baden‑Württemberg trotz einer zwischenzeitlich nur noch durchschnittlichen Geburtenrate 2 und der höchsten Lebenserwartung der Bundesländer bundesweit mit die jüngste Bevölkerung aufweist, ist vor allem auf eine zweitweise starke Zuwanderung zurückzuführen. Denn die Zuziehenden sind im Durchschnitt mit knapp 32 Jahren immerhin um 11 Jahre jünger als die einheimische Bevölkerung und haben somit die Alterung der Bevölkerung abgeschwächt. Ganz anders die Entwicklung in den neuen Bundesländern: Diese hatten noch Anfang der 1990er-Jahre eine jüngere Bevölkerung als das frühere Bundesgebiet – aber der zeitweise starke Wegzug gerade jüngerer Menschen in Verbindung mit einem vorübergehenden drastischen Rückgang bei der Geburtenrate hatte den Alterungsprozess enorm beschleunigt.

Eine weitere Alterung der Bevölkerung in Baden‑Württemberg und in den anderen Bundesländern ist aufgrund der bestehenden Struktur »vorprogrammiert«. Das Durchschnittsalter im Südwesten könnte sich bis zum Jahr 2060 nochmals um voraussichtlich knapp 6 Jahre auf dann annähernd 49 Jahre erhöhen. Und diesen Trend würde auch eine weiterhin hohe Zuwanderung nach Baden‑Württemberg lediglich etwas abschwächen, nicht aber verhindern.

1 Für eine Bestandserhaltung der Bevölkerung ohne Zuwanderung wäre langfristig eine Geburtenrate von durchschnittlich 2,1 Kinder je Frau erforderlich.

2 Vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahre lag die durchschnittliche Kinderzahl je Frau in Baden‑Württemberg allerdings noch relativ deutlich über dem Bundesdurchschnitt; ähnlich waren die Verhältnisse in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre, weil in diesem Zeitraum die durchschnittliche Kinderzahl je Frau in den neuen Bundesländern sehr niedrig war. Zwischenzeitlich liegt die Geburtenrate in den Neuen Ländern aber wieder leicht über dem Durchschnitt des früheren Bundesgebiets.

 

Schaubild 1

Schaubild 1: Entwicklung des Durchschnittsalters der Bevölkerung in Baden-Württemberg seit 1952

 

Entwicklung des Durchschnittsalters der Bevölkerung in Baden-Württemberg seit 1952
Jahr Durchschnittsalter
1) 2013: vorläufiges Ergebnis.
1952 34,6
1960 34,8
1970 34,9
1980 37,1
1990 38,8
2000 40,2
2010 42,8
20131) 43,2

 

Schaubild 2

Schaubild 2: Durchschnittsalter der Bevölkerung in den Bundesländern Deutschlands 1990 und 2013

 

Durchschnittsalter der Bevölkerung in den Bundesländern Deutschlands 1990 und 2013
Bundesland Durchschnittsalter
1990 2013
Baden-Württemberg 38,8 43,2
Bayern 39,2 43,4
Berlin 39,0 42,8
Brandenburg 37,1 46,6
Bremen 41,3 44,0
Hamburg 41,7 42,4
Hessen 40,0 43,7
Mecklenburg-Vorpommern 35,8 46,3
Niedersachsen 39,8 44,2
Nordrhein-Westfalen 39,7 43,9
Rheinland-Pfalz 39,9 44,4
Saarland 40,2 46,0
Sachsen 39,4 46,6
Sachsen-Anhalt 38,4 47,3
Schleswig-Holstein 40,2 44,8
Thüringen 37,9 46,7
Deutschland 39,3 44,2

Datenquelle: Statistisches Bundesamt; 2013 vorläufige Ergebnisse

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Armut im Südwesten wächst – dennoch unter Bundesschnitt

Stuttgart/Berlin (dpa/lsw) – In Baden-Württemberg ist etwa jeder neunte Einwohner von Armut bedroht. Dennoch waren die Menschen im Jahr 2013 mit Ausnahme von Bayern (Quote: 11,3 Prozent) nirgendwo in Deutschland so wenig davon betroffen wie im Südwesten (11,4; 2012: 11,1). Den niedrigsten Anteil bundesweit gab es in der Region Bodensee-Oberschwaben mit 7,8 Prozent – Bremerhaven hatte mit 32,6 Prozent die höchste, wie aus einer am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie des Paritätischen Gesamtverbands hervorgeht.

Als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verfügung hat. Bundesweit wächst die Kluft zwischen Arm und Reich seit Jahren. 15,5 Prozent (15) der Bürger gelten als armutsgefährdet.

dpa, 19.02.2015

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Immer mehr kleine Kinder besuchen Kitas

Stuttgart (dpa/lsw) – Immer mehr kleine Kinder in Baden-Württemberg werden in Kitas betreut. Das teilte das Statistische Landesamt am Freitag mit. Demnach besuchten zum Stichtag 1. März 2014 rund 76 300 Kinder unter drei Jahren entsprechende Tageseinrichtungen. Das waren dreimal so viele wie noch 2006. Die Betreuungsquote lag bei 28 Prozent und damit etwas unter dem Bundesdurchschnitt von 32,3 Prozent. Seit August 2013 hat bundesweit jedes Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Wie die meisten anderen Bundesländer musste auch Baden-Württemberg in einem Kraftakt viele neue Plätze schaffen.

Noch ist der Bedarf nicht gedeckt. Das Deutsche Jugendinstitut geht davon aus, dass im Südwesten ein Bedarf für eine Betreuung von 37 Prozent der Kinder unter drei Jahren besteht. Dazu müssten 101 000 Plätze in Kitas oder der Tagespflege zur Verfügung stehen – 25 000 fehlen also noch. Die Statistik zeigt, dass die allermeisten Kinder (88 Prozent) fünf Tage die Woche in die Kita gehen. 36 Prozent wurden ganztägig betreut, also mehr als sieben Stunden pro Tag. Mit 87 200 Erziehern waren in Kitas 2014 so viele Menschen beschäftigt wie nie zuvor.

dpa, 30.01.2015

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Baden-Württemberg – Ein Standort im Vergleich 2014

Inhalt:

  1.  Bevölkerung und Soziales
  2. Wirtschaft
  3. Einkommen
  4. Arbeitsmarkt
  5. Bildung
  6. Umwelt und Verkehr
  7. Öffentliche Finanzen

Als PDF ansehen: http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Veroeffentl/803614101.pdf

 

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Baden-Württemberg mit bundesweit niedrigster Arbeitslosigkeit

Stuttgart (dpa/lsw) – In der Konkurrenz um die bundesweit niedrigste Arbeitslosigkeit hat Baden-Württemberg das Nachbarland Bayern nach einem Jahr wieder von Platz eins verwiesen. Die Arbeitslosenquote lag im Südwesten bei 4,2 Prozent, im Nachbarland bei 4,3 Prozent. Rund 243 000 Menschen suchten einen Job, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Stuttgart weiter mitteilte. Das waren fast zehn Prozent mehr als im Vormonat. «Der Einstieg ins neue Jahr erfolgte mit dem saisonüblichen Zuwachs der Arbeitslosigkeit», sagte Behördenchef Christian Rauch mit Blick auf Bau- und Gastronomieberufe.

Quelle: dpa, 29.01.2015

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So depressiv ist Deutschland

(…) Demgegenüber waren es in Baden-Württemberg, dem Bundesland mit den ge­ringsten Fehlzeiten aufgrund von Depressio­nen, geschlechtsübergreifend durchschnittlich 0,84 Fehltage pro Erwerbsperson. (…)

(…) Die niedrigsten Fehlzeiten bei Männern fan­den sich mit0,61 Fehltagen aufgrund von Depressionen pro Erwerbsperson im Bundes­land Thüringen, während für Frauen die ge­ringsten Fehlzeiten–wie schon geschlechts­übergreifend–für Baden-Württemberg er­rechnet wurden. (…)

(…) Unterschreitungen der bundesweiten Be­troffenenraten um rund 10 Prozent und mehr lassen sich vor allem im Süden (Bayern, Ba­den-Württemberg) und Südosten Deutsch­lands (Sachsen) beobachten. (…)

(…) Während auf Bundeslandebene für Bayern und Baden-Württemberg unterdurchschnittli­che Betroffenenraten errechnet wurden, zeigt die Darstellung der Betroffenenraten auf Kreisebene, dass es auch in diesen Bundes­ländern Kreise gibt, die deutlich über Durch­schnittswerten liegen. So sind die Betroffe­nenraten in Baden-Württemberg in Pforzheim, Rottweil und Mannheim höher als im Bundes­durchschnitt. (…)

Quelle: Techniker Krankenkasse www.tk.de, 28.01.2015

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