Baden-Württemberg liegt bei der Kaufkraft auf Platz drei

  • Menschen auf der Freitreppe am Stuttgarter Schlossplatz

Baden-Württemberg liegt beim verfügbaren Einkommen deutschlandweit auf dem dritten Platz. Eine größere Kaufkraft gibt es nach einer am Montag veröffentlichten Erhebung der Marktforschungsfirma GfK nur in Bayern und Hamburg. 

Die Menschen im Südwesten haben im kommenden Jahr demnach ein durchschnittliches Nettoeinkommen von 22.952 Euro. Damit liegt der Kaufkraftindex bei 107,0 (bezogen auf den landesweiten Durchschnitt von 100). Eine Besonderheit im Südwesten ist, dass die Schere zwischen reichen und ärmeren Gebieten nicht so weit  auseinanderklafft wie etwa in Bayern oder Hessen. Am meisten Geld in der Tasche haben die Bewohner des Landkreises Böblingen (119,4). Die kleinsten Konsumsprünge können die Menschen in der Stadt Freiburg machen – hier liegt der Kaufkraftindex bei landesweit unterdurchschnittlichen 94,6.

In ganz Deutschland werden die Bundesbürger im neuen Jahr 572 Euro mehr für den Konsum zur Verfügung haben als 2014. Das ist eine Zunahme um 2,7 Prozent. Bei einer erwarteten Inflationsrate von 1,4 Prozent bleibt ein realer Kaufkraftzuwachs von 1,3 Prozent.

Die Kaufkraft umfasst das verfügbare Nettoeinkommen einschließlich von Zahlungen aus staatlichen Kassen wie Renten, Arbeitslosen- oder Kindergeld. Sie ist ein wesentlicher Faktor für die Ausgaben der privaten Haushalte und damit für die gesamte Wirtschaftsentwicklung in Deutschland.

Veröffentlicht unter Lebensqualität, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Fastnacht und Peter-und-Paul-Fest sind immaterielles Kulturerbe

Stuttgart/Bretten (dpa/lsw) – Fünf Anträge aus dem Südwesten haben es
in die deutsche Liste des Immateriellen Kulturerbes geschafft. Unter
den erfolgreichen Bewerbern seien unter anderem das
Peter-und-Paul-Fest in Bretten bei Karlsruhe und die
schwäbisch-alemannische Fastnacht, teilte die Kultusministerkonferenz
am Freitag mit. Insgesamt wurden 27 Traditionen und Wissensformen aus
ganz Deutschland in das neue bundesweite Verzeichnis aufgenommen.

Möglich waren die Bewerbungen, weil Deutschland im Juli 2013 dem
Unesco-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen – also ideellen
- Kulturerbes beigetreten war. Zuvor war dieser besondere Status
Kulturlandschaften oder Bauwerken vorbehalten. Vereine, Verbände oder
auch Brauchtumsorganisationen konnten sich daraufhin um Aufnahme in
die Liste bewerben.

dpa, 12.12.2014

Veröffentlicht unter Kultur und Kreativität | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Immer mehr Kleinkinder werden betreut

Stuttgart (dpa/lsw) – Der Ausbau der Kinderbetreuung für unter
Dreijährige im Südwesten kommt voran. Aktuell werden rund 76 300
Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen oder in der
Kindertagespflege betreut, wie Kultusstaatssekretärin Marion von
Wartenberg (SPD) am Donnerstag im Stuttgarter Landtag mitteilte.
Gegenüber 2013 liege die Steigerungsrate bei rund 12,3 Prozent, der
Bundesschnitt liege bei etwa 10,5 Prozent. «Wir befinden uns hier auf
einem sehr guten Weg.» Die SPD-Politikerin wies zugleich darauf hin,
dass Grün-Rot auch die Qualität der Betreuung und frühkindlichen
Bildung verbessert habe.

Bei diesem Punkt sieht die Opposition noch erheblich Nachholbedarf.
Bisher sei es der Regierung in allererster Linie um den quantitativen
Ausbau der Kleinkindbetreuung im Land gegangen, sagte der
FDP-Politiker Timm Kern. «Das Bemühen um die Qualität der
Kleinkindbetreuung blieb dabei aber auf der Strecke.» Der
CDU-Politiker Tobias Wald sagte, es müssten dringend die
Rahmenbedingungen für Tagesmütter, Tagesväter und die Fachkräfte in
den Kindertagesstätten optimiert werden. Die Grünen-Abgeordnete
Muhterem Aras wies darauf hin, dass Bildung für Grün-Rot höchste
Priorität habe. Jedes Kind solle die Chance bekommen, das Beste aus
seinen Talenten zu machen.

Quelle: dpa

Datum: 11.12.2014

Veröffentlicht unter Bildung, Lebensqualität | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Geburtenrate: Baden-Württemberg über Bundestrend

Baden-Württemberg liegt über dem Bundestrend.

 

In Baden-Württemberg sind 2013 wieder mehr Babys zur Welt gekommen.

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden erblickten hier letztes Jahr 91 505 Kinder das Licht der Welt. Das sind 2 028 mehr als 2012 (plus 2,27 Prozent). Damit liegt Baden-Württemberg über dem Bundestrend: Deutschlandweit stieg die Geburtenrate nur um 1,27 Prozent. Letztes Jahr wurden insgesamt 682 069 Babys in der Bundesrepublik geboren, 8 525 mehr als 2012.

 

http://www.focus.de/regional/stuttgart/statistik-geburtenrate-baden-wuerttemberg-ueber-bundestrend_id_4330780.html

Veröffentlicht unter Lebensqualität, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Weniger Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen in Baden-Württemberg

dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

Stuttgart (dpa/lsw) – Immer weniger Kinder und Jugendliche müssen im Südwesten mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus. Das teilt die DAK Gesundheit mit. Demnach sind im vergangenen Jahr 3197 Jungen und Mädchen im Alter von 13 Jahren bis 19 Jahren in Kliniken behandelt worden. Das sind rund 12 Prozent weniger als 2012 (3622). Die Zahlen sind im vierten Jahr in Folge rückläufig. 2009 habe es mit 4028 Alkoholvergiftungen einen «historischen Höchststand» gegeben, sagte ein DAK-Sprecher.

Die meisten Alkoholvergiftungen gab es 2013 mit 148 Fällen im Landkreis Esslingen. Dahinter folgen Rhein-Neckar-Kreis (138) und Ostalbkreis (133). Im Stadtkreis Baden-Baden wurden dagegen nur 18 Fälle gemeldet. Das ist der tiefste Wert. Auch in den Stadtkreisen Ulm (24) und Heilbronn (26) gab es nur wenig Fälle.

Die DAK Gesundheit beruft sich auf offizielle Daten des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg

 

Dpa, 11.12.2014

 

Veröffentlicht unter Lebensqualität, Sonstiges | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Innovationsindex 2014: Kreise und Regionen in Baden-Württemberg*) im Vergleich

Region Stuttgart mit höchstem Innovationspotenzial

Der im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg für die Kreise und Regionen im Land1) berechnete Innovationsindex 2014 zeigt: Die Kreise mit der höchsten Innovationsfähigkeit im Land sind der Landkreis Böblingen, die Stadtkreise Stuttgart, Heidelberg und Ulm sowie der Bodenseekreis. Diese Kreise weisen bei fast allen Innovationsindikatoren ein hohes Niveau auf bzw. belegen bei mindestens drei Innovationsindikatoren einen Platz unter den ersten sechs Rangplätzen. Die Spitzenposition des führenden Landkreises Böblingen beim Innovationsindex 2014 geht vor allem auf seine forschungsintensiven Industriebranchen zurück. Der Anteil der Beschäftigten in diesem Sektor lag zuletzt im Kreis Böblingen mit gut 32 Prozent weit über dem Landesdurchschnitt von 18 Prozent. Darüber hinaus sind die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt im Kreisvergleich nirgendwo höher als im Landkreis Böblingen.2) Auch die gute Platzierung des Kreises beim Innovationsindikator FuE-Personal (Rang 2), bei den Patentanmeldungen aus Wirtschaft und Wissenschaft (Rang 3) sowie bei den Existenzgründungen (Rang 5) runden das Bild eines von forschungsintensiven Branchen geprägten Kreises ab.

Das Innovationspotenzial des zweitplatzierten Stadtkreises Stuttgart wird wie im Landkreis Böblingen vor allem durch die hohe Forschungsintensität hervorgerufen. Während im Landkreis Böblingen ein sehr hoher Beschäftigtenanteil in der forschungsintensiven Industrie erkennbar ist, sind in der Landeshauptstadt überdurchschnittlich viele Personen in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen tätig. Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen an den gesamten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beträgt im Stadtkreis Stuttgart 56 Prozent. Dieser Wert wird nur vom Stadtkreis Heidelberg übertroffen. Im Landesdurchschnitt liegt der Anteil bei 37 Prozent.

Der im Innovationsranking drittplatzierte Stadtkreis Heidelberg weist bei zwei Innovationsindikatoren das höchste auf Kreisebene ausgewiesene Niveau auf. In keinem Kreis sind mehr Personen mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben betraut und nirgendwo ist der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen an den gesamten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten höher als in Heidelberg (rund 62 Prozent). Auch die gute Platzierung des Kreises beim Innovationsindikator FuE-Intensität (Rang 3) und bei den Existenzgründungen (Rang 4) runden das Bild eines Kreises mit sehr hohem Innovationpotenzial ab.

Die Platzierung des Stadtkreises Ulm auf dem vierten Platz ist auf das insgesamt weit überdurchschnittliche Niveau bei fünf der sechs Innovationsindikatoren zurückzuführen. Der auf dem fünften Rang platzierte Bodenseekreis zeichnet sich besonders durch eine hohe Forschungsintensität, einen hohen Anteil der Beschäftigten in forschungsintensiven Industriezweigen und durch eine beachtliche Patentdichte aus.

Im Vergleich der Regionen des Landes führt die Region Stuttgart, in der sich mit Böblingen und Stuttgart die Kreise mit dem höchsten Innovationpotenzial befinden, erneut mit weitem Abstand die Rangliste an. Von den übrigen Kreisen dieser Region befinden sich jeweils zwei Kreise im Vorderfeld – Ludwigsburg und Esslingen – und zwei Kreise im Mittelfeld – Rems-Murr-Kreis und Göppingen – des Innovationsindexes.

Die Region mit dem zweithöchsten Innovationspotenzial im Land ist Donau-Iller. Die gute Platzierung ist dem hier liegenden Stadtkreis Ulm und dem Landkreis Biberach geschuldet – mit dem vierten bzw. siebten Rangplatz auf Kreisebene. Das dritthöchste Innovationspotenzial wurde für die Region Rhein-Neckar, mit dem auf Kreisebene drittplatzierten Stadtkreis Heidelberg, ermittelt. Dieses Ergebnis rundet das Bild einer Region ab, die beim Bildungsstand der Bevölkerung und bei der Studierendendichte die höchsten Werte im Land aufweist. Während die Innovationsfähigkeit der viertplatzierten Region Mittlerer Oberrhein mit ihrem für das Innovationsgeschehen bedeutenden Forschungseinrichtungen in den Stadt- und Landkreisen Karlsruhe sowie die fünftplatzierte Region Ostwürttemberg nur knapp unter dem durchschnittlichen Niveau aller zwölf Regionen liegt, schneiden die verbleibenden sieben Regionen in Baden-Württemberg beim Innovationsindex 2014 zum Teil deutlich unterdurchschnittlich ab.

*) Baden-Württemberg belegt bei der Innovationsfähigkeit innerhalb der Europäischen Union den Spitzenplatz, siehe Pressemitteilung 408/2014: Innovationsindex 2014: Vergleich zwischen den Regionen der Europäischen Union

1) Der Innovationsindex wurde bereits im Jahr 2004 im Statistischen Landesamt entwickelt und seither im zweijährigen Turnus berechnet. In die Berechnung fließen sechs Innovationsindikatoren ein, die eine vergleichende Bewertung der Innovationsfähigkeit der Stadt- und Landkreisen im Südwesten ermöglichen. Nachdem inzwischen die Daten für die FuE-Ausgaben und das FuE-Personal für den Staats- und Hochschulsektor auf Kreisebene verfügbar sind, bisher lagen diese Daten nur für den Wirtschaftssektor auf Kreisebene vor, konnte die Berechnung 2014 bei den Innovationsindikatoren 1 und 2 erweitert werden. Dadurch wird die Innovationsfähigkeit der Kreise mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen besser abgebildet. Aufgrund dieser Anpassung sind die Ergebnisse der Berechnung 2014 aber nur eingeschränkt mit den Ergebnissen der Berechnung 2012 und früheren Berechnungen vergleichbar, siehe auch Methodik unter: www.statistik-bw.de/Europa/EUinnovIndexMeth2014.asp.

2) Die FuE-Ressourcen des Staats- und Hochschulsektors stehen für die Berechnungen zwar zur Verfügung, unterliegen aber aus datenschutzrechtlichen und methodischen Gründen der Geheimhaltung.

Innovationsindex 2014 für die Kreise und Regionen Baden-Württembergs
Stadtkreis (SKR),
Landkreis (LKR)
Region
Innovationsindex
(100 %)
Niveauindex
(75 %)
Dynamikindex
(25 %)
Indexwert Rang Indexwert Rang Indexwert Rang
1) Soweit Land Baden-Württemberg

Datenquellen: Stifterverband Wissenschaftsstatistik, Bundesagentur für Arbeit, Deutsches Patent- und Markenamt, PATON Landespatentzentrum Thüringen, Arbeitskreis “Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“, Arbeitskreis “Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Datum: 11.12.2014

Stuttgart, (SKR) 61,1 2 65,5 2 48,1 18
Böblingen, (LKR) 67,2 1 73,5 1 48,2 17
Esslingen, (LKR) 41,2 13 38,1 14 50,3 13
Göppingen, (LKR) 33,3 24 23,4 28 62,8 2
Ludwigsburg, (LKR) 49,3 6 50,3 6 46,2 21
Rems-Murr-Kreis, (LKR) 34,5 23 29,3 22 50,0 14
Heilbronn, (SKR) 26,6 30 20,0 34 46,2 22
Heilbronn, (LKR) 41,8 10 40,8 10 45,1 26
Hohenlohekreis, (LKR) 30,8 27 20,8 31 60,7 4
Schwäbisch Hall, (LKR) 22,9 40 16,0 40 43,5 30
Main-Tauber-Kreis, (LKR) 20,3 43 16,4 39 32,2 43
Heidenheim, (LKR) 39,0 14 39,0 13 38,8 34
Ostalbkreis, (LKR) 37,7 17 34,2 17 48,3 16
Baden-Baden, (SKR) 38,0 16 32,3 19 55,4 8
Karlsruhe, (SKR) 43,3 8 40,2 12 52,4 10
Karlsruhe, (LKR) 35,2 22 35,4 16 34,7 42
Rastatt, (LKR) 38,8 15 36,1 15 46,9 19
Heidelberg, (SKR) 57,8 3 64,1 3 39,1 33
Mannheim, (SKR) 35,5 21 29,9 21 52,4 11
Neckar-Odenwald-Kreis, (LKR) 19,9 44 14,6 41 36,0 41
Rhein-Neckar-Kreis, (LKR) 41,5 12 40,8 11 43,6 28
Pforzheim, (SKR) 23,2 39 18,7 37 36,7 37
Calw, (LKR) 26,3 33 20,1 33 44,9 27
Enzkreis, (LKR) 37,2 19 28,1 24 64,4 1
Freudenstadt, (LKR) 26,5 32 22,6 30 38,3 35
Freiburg, (SKR) 42,9 9 41,8 8 46,2 23
Breisgau-Hochschwarzwald, (LKR) 25,4 35 18,8 36 45,2 24
Emmendingen, (LKR) 24,6 37 19,3 35 40,5 31
Ortenaukreis, (LKR) 24,3 38 12,7 43 58,9 6
Rottweil, (LKR) 27,5 29 24,6 26 36,3 40
Schwarzwald-Baar-Kreis, (LKR) 32,2 26 26,5 25 49,4 15
Tuttlingen, (LKR) 37,4 18 32,8 18 51,2 12
Konstanz, (LKR) 25,0 36 24,3 27 27,2 44
Lörrach, (LKR) 32,9 25 28,3 23 46,6 20
Waldshut, (LKR) 20,5 42 12,3 44 45,1 25
Reutlingen, (LKR) 36,8 20 31,1 20 54,2 9
Tübingen, (LKR) 41,7 11 43,5 7 36,5 39
Zollernalbkreis, (LKR) 22,4 41 16,6 38 39,7 32
Ulm, (SKR) 55,2 4 59,0 4 43,6 29
Alb-Donau-Kreis, (LKR) 29,5 28 20,5 32 56,3 7
Biberach, (LKR) 46,3 7 41,3 9 61,5 3
Bodenseekreis, (LKR) 51,7 5 56,8 5 36,6 38
Ravensburg, (LKR) 26,5 31 22,9 29 37,3 36
Sigmaringen, (LKR) 25,5 34 13,8 42 60,4 5
Region Stuttgart 50,7 1 52,0 1 46,8 4
Region Heilbronn-Franken 31,0 9 26,0 9 45,8 6
Region Ostwürttemberg 38,0 5 35,6 5 45,5 8
Region Mittlerer Oberrhein 38,4 4 36,5 4 44,1 10
Region Rhein-Neckar1) 39,3 3 37,6 3 44,3 9
Region Nordschwarzwald 28,6 11 22,8 10 46,1 5
Region Südlicher Oberrhein 29,7 10 22,7 12 50,7 2
Region Schwarzwald-Baar-Heuberg 32,8 8 27,9 8 47,4 3
Region Hochrhein-Bodensee 26,5 12 22,8 11 37,6 12
Region Neckar-Alb 34,6 7 30,9 7 45,5 7
Region Donau-Iller1) 43,5 2 40,5 2 52,5 1
Region Bodensee-Oberschwaben 35,5 6 33,2 6 42,4 11
Baden-Württemberg insgesamt 38,8 36,5 45,8
Veröffentlicht unter Politik, Umwelt, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Innovationsindex 2014: Vergleich zwischen den Regionen der Europäischen Union

Innovationspotenzial in Baden-Württemberg weiterhin am höchsten

Innovationen sind im globalen Wettbewerb für rohstoffarme Volkswirtschaften eine der grundlegenden Voraussetzungen für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand. Fundierte Kenntnisse über die Innovationsfähigkeit eines Landes oder einer Region sind für die Politik zur Gestaltung von förderlichen Rahmenbedingungen und für die Wirtschaft zur Auswahl von geeigneten Forschungs- und Entwicklungsstandorten unerlässlich.

Wie hoch ist das Innovationspotenzial in Baden-Württemberg? Vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg wurde ein Innovationsindex entwickelt,1) der eine vergleichende Bewertung der Innovationsfähigkeit von 87 Regionen in den 28 europäischen Mitgliedsländern2) ermöglicht. Für jede Region werden die Daten von sechs Innovationsindikatoren zu einer Kennzahl aggregiert und für den europaweiten Innovationsvergleich herangezogen.3)

Der Innovationsindex 2014 zeigt: Baden-Württemberg ist innerhalb der Europäischen Union die Region mit der höchsten Innovationskraft. In keiner anderen europäischen Region wird ein höherer Anteil der Wirtschaftsleistung in Forschung und Entwicklung investiert, nirgendwo ist der Anteil der Erwerbstätigen in forschungsintensiven Industriezweigen höher und nirgendwo werden – bezogen auf die Bevölkerungszahl – mehr Patente angemeldet als im Südwesten. Im Spitzenfeld des EU-Rankings der Regionen sind, mit einer ebenfalls hohen Innovationsfähigkeit, Bayern, die französische Hauptstadtregion Île de France, Berlin, Dänemark, Finnland, Hessen, Schweden und Hamburg vertreten. In den EU-Ländern Griechenland, Bulgarien, Zypern und Rumänien ist die Innovationskraft am geringsten.

Gegenüber der Berechnung aus dem Jahr 2012 ergaben sich im Spitzenfeld nur kleine Rangverschiebungen. Beispielsweise liegt nun Bayern vor der französischen Hauptstadtregion Île de France und Dänemark vor Finnland. Der größte Teil der deutschen Bundesländer befindet sich im Vorderfeld der Rangfolge (Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen). Im Mittelfeld sind die Länder Schleswig-Holstein, Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg vertreten. Sachsen-Anhalt auf Rangplatz 51 (Berechnung 2012: Rangplatz 57) rangiert als einziges Bundesland weiterhin im unteren Drittel.

1) Der Index wird bereits seit dem Jahr 2004 im zweijährigen Turnus berechnet.

2) In die Berechnung 2014 wurde das im Juni 2013 neu in die EU aufgenommene Land Kroatien einbezogen.

3) Zur Methodik siehe: http://www.statistik-bw.de/Europa/EUinnovIndexMeth2014.asp.

Innovationsindex 2014 für die Länder bzw. Regionen der Europäischen Union*)
NUTS-1
Code
Regionen Innovationsindex
(100 %)
Niveauindex
(75 %)
Dynamikindex
(25 %)
Indexwert Rang Indexwert Rang Indexwert Rang
Innovationsindex 2014 für die Länder bzw. Regionen der Europäischen Union*)
NUTS-1
Code
Regionen Innovationsindex
(100 %)
Niveauindex
(75 %)
Dynamikindex
(25 %)
Indexwert Rang Indexwert Rang Indexwert Rang
*) NUTS-1-Regionen in Deutschland, Frankreich (FR), Italien (IT), Niederlande (NL), Polen (PL), Spanien (ES) und Vereinigtes Königreich (UK), ansonsten Länder der europäischen Union.

Datenquelle: Eurostat, eigene Berechnungen.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Datum: 11.12.2014

DE1 Baden-Württemberg 71,34 1 81,05 1 42,20 42
DE2 Bayern 56,67 2 61,45 3 42,30 41
FR1 Île de France (FR) 55,26 3 62,06 2 34,86 67
DE3 Berlin 54,58 4 59,56 4 39,63 55
DK Dänemark 53,80 5 55,87 8 47,56 26
FI Finnland 53,60 6 57,12 5 43,06 35
DE7 Hessen 52,71 7 56,69 6 40,77 49
SE Schweden 51,18 8 56,53 7 35,16 65
DE6 Hamburg 50,94 9 52,45 10 46,41 27
LU Luxemburg 49,87 10 53,93 9 37,70 63
FR6 Sud-Ouest (FR) 46,51 11 43,59 18 55,27 8
DE5 Bremen 46,32 12 47,40 11 43,08 34
FR7 Centre-Est (FR) 45,63 13 46,78 12 42,19 43
DEA Nordrhein-Westfalen 44,96 14 44,99 13 44,89 30
DEB Rheinland-Pfalz 44,21 15 44,93 14 42,05 44
DE9 Niedersachsen 43,27 16 44,14 17 40,65 50
AT Österreich 43,04 17 41,96 20 46,26 28
SI Slowenien 42,41 18 37,65 26 56,70 7
BE Belgien 42,03 19 41,73 21 42,94 37
UKJ South East (UK) 41,94 20 43,29 19 37,87 62
DEG Thüringen 41,50 21 38,74 24 49,76 17
UKH East of England (UK) 41,31 22 44,39 16 32,08 71
DED Sachsen 41,15 23 41,61 22 39,80 54
NL4 Zuid-Nederland (NL) 40,48 24 44,79 15 27,54 78
ES3 Comunidad de Madrid (ES) 40,41 25 39,07 23 44,41 31
IE Irland 39,39 26 33,00 35 58,53 4
DEF Schleswig-Holstein 38,85 27 34,66 33 51,43 13
FR8 Méditerranée (FR) 38,82 28 35,80 30 47,88 25
ES2 Noreste (ES) 38,24 29 34,72 32 48,80 20
FR4 Est (FR) 38,07 30 37,02 27 41,23 47
NL2 Oost-Nederland (NL) 37,75 31 36,00 29 43,03 36
NL3 West-Nederland (NL) 37,62 32 38,68 25 34,43 68
DEC Saarland 36,74 33 36,20 28 38,34 59
UKI London (UK) 36,60 34 35,78 31 39,05 56
DE8 Mecklenburg-Vorpommern 35,65 35 29,60 40 53,82 10
EE Estland 35,63 36 27,78 45 59,20 3
FR5 Ouest (FR) 35,54 37 30,23 39 51,48 12
DE4 Brandenburg 34,52 38 31,87 36 42,46 39
ITC Nord-Ovest (IT) 34,49 39 33,09 34 38,66 58
CZ Tschechische Republik 33,51 40 31,25 38 40,31 52
FR3 Nord – Pas-de-Calais (FR) 32,48 41 27,19 47 48,33 22
MT Malta 32,31 42 23,60 55 58,44 5
UKF East Midlands (UK) 32,29 43 29,28 41 41,33 46
HU Ungarn 32,16 44 26,08 51 50,40 14
FR2 Bassin Parisien (FR) 31,41 45 28,41 44 40,44 51
UKK South West (UK) 31,20 46 31,84 37 29,29 75
ITH Nord-Est (IT) 31,09 47 28,96 42 37,48 64
UKM Scotland (UK) 30,69 48 27,63 46 39,90 53
UKN Northern Ireland (UK) 30,65 49 26,56 49 42,89 38
PT Portugal 30,24 50 18,92 61 64,20 1
DEE Sachsen-Anhalt 29,90 51 27,13 48 38,21 61
SK Slowakei 29,57 52 22,73 57 50,11 15
PL1 Region Centralny (PL) 29,37 53 22,66 58 49,49 18
ES5 Este (ES) 28,74 54 21,71 60 49,83 16
UKC North East (UK) 28,43 55 24,91 54 38,98 57
UKD North West (UK) 27,80 56 28,95 43 24,35 79
PL2 Region Poludniowy (PL) 27,63 57 17,66 64 57,53 6
PL5 Region Poludniowo-Zachodni (PL) 27,36 58 18,16 63 54,96 9
NL1 Noord-Nederland (NL) 27,10 59 26,48 50 28,97 77
ITI Centro (IT) 27,04 60 25,07 53 32,93 69
UKG West Midlands (UK) 26,68 61 25,90 52 29,03 76
LT Litauen 25,96 62 18,57 62 48,11 23
UKL Wales (UK) 24,96 63 23,27 56 30,05 74
UKE Yorkshire and The Humber (UK) 24,75 64 22,08 59 32,77 70
ES1 Noroeste (ES) 24,71 65 16,98 65 47,88 24
HR Kroatien 23,08 66 15,60 67 45,50 29
PL3 Region Wschodni (PL) 22,29 67 9,04 77 62,05 2
LV Lettland 22,01 68 15,39 69 41,87 45
PL6 Region Pólnocny (PL) 21,96 69 13,13 73 48,46 21
ES4 Centro (ES) 21,73 70 14,58 71 43,16 33
ES6 Sur (ES) 21,58 71 14,26 72 43,54 32
EL Griechenland 21,37 72 14,82 70 41,04 48
PL4 Region Pólnocno-Zachodni 21,00 73 10,57 76 52,30 11
ITF Sud 20,56 74 16,85 66 31,71 73
BG Bulgarien 20,37 75 10,67 75 49,47 19
ITG Isole 20,32 76 15,40 68 35,09 66
CY Zypern 20,00 77 12,54 74 42,37 40
RO Rumänien 12,76 78 4,25 79 38,29 60
ES7 Canarias (ES) 12,58 79 6,09 78 32,05 72
FR9 Départements d’outre-mer (FR) 6,36 80 2,57 80 17,73 80
Nachrichtlich:
EU-28 Europäische Union 36,83 34,14 44,90
DE Deutschland 50,19 52,55 43,09
FR Frankreich 41,74 41,32 43,01
IT Italien 28,30 25,68 36,16
NL Niederlande 36,89 38,15 33,12
PL Polen 25,31 15,80 53,85
ES Spanien 28,40 22,54 46,01
UK Vereinigtes Königreich 32,34 32,03 33,26
Veröffentlicht unter Bildung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Erfolgreicher Tourismussommer 2014

2,7 Prozent oder 808 000 mehr Übernachtungen in der Hauptsaison

Nach einem positiven Start ins Jahr kann der Übernachtungstourismus im Land auch auf eine erfolgreiche Hauptsaison im Sommer 2014 zurückblicken. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes begrüßte die heimische Beherbergungsbranche (Beherbergungsbetriebe ab 10 Betten oder Stellplätzen) im Sommerhalbjahr (Mai bis Oktober) 2014 11,8 Mill. ankommende Gäste, 4,5 Prozent (513 000) mehr als im Vorjahr. Die für die Branche letztlich entscheidende Übernachtungszahl nahm in der Hauptsaison etwas schwächer um 2,7 Prozent (808 000) zu und überschritt mit 30,2 Mill. erstmals in einem Sommerhalbjahr die Schwelle von 30 Mill. Übernachtungen. Zu dem positiven Gesamtergebnis trugen sowohl die inländischen als auch die ausländischen Gäste bei. Zwar legten die Übernachtungen der Reisenden aus dem Ausland gegenüber dem vorherigen Sommerhalbjahr überdurchschnittlich um 4,2 Prozent (267 000) auf 6,6 Mill. zu. Da jedoch auch die Gäste aus Deutschland ihr Übernachtungsergebnis um 2,3 Prozent (540 000) auf 23,5 Mill. verbesserten, fiel die Differenz deutlich schwächer aus als in den vier Sommerhalbjahren zuvor.

In den meisten Marktsegmenten überwogen die positiven Vorzeichen deutlich, auch wenn vereinzelt leichte Übernachtungsrückgänge zu beobachten waren. So verzeichneten im Sommerhalbjahr 2014 Gasthöfe (−1,9 Prozent), Pensionen (−1,6 Prozent) sowie Erholungs- und Ferienheime (−0,4 Prozent) weniger Übernachtungen als im vorhergehenden Sommer. Deutlichere Rückgänge um 7,2 Prozent mussten dagegen die wenigen Ferienzentren im Land hinnehmen. Auf der anderen Seite erzielten die Hotels garnis (+6,2 Prozent) und die Hotels (+5 Prozent) überdurchschnittliche Zuwächse, auf die zusammen mehr als die Hälfte aller Gästeübernachtungen entfielen.

In der Gliederung nach Gemeindegruppen verbesserten Gemeinden mit allen touristischen Prädikaten im Sommerhalbjahr 2014 ihr Übernachtungsergebnis gegenüber dem vorhergehenden Sommer mit Zuwächsen zwischen 0,1 Prozent (Heilklimatische Kurorte) und 1,9 Prozent (Mineral- und Moorbäder) leicht. Zusammen kamen die prädikatisierten Gemeinden auf ein Plus von 1,1 Prozent. Deutlich kräftiger um 4,5 Prozent erhöhten sich dagegen einmal mehr die Übernachtungen in den Sonstigen Gemeinden ohne ein touristisches Prädikat, zu denen insbesondere die meisten größeren Städte des Landes gehören.

In dieses Bild passt auch, dass die Übernachtungen in allen Gemeindegrößenklassen ab 20 000 Einwohnern ebenso überdurchschnittliche Zuwächse erzielten wie in den Verdichtungsräumen nach dem Landesentwicklungsplan 2002 (+5,3 Prozent). Zwar lagen auch die Übernachtungen aller kleineren Größenklassen sowie im Ländlichen Raum im Plus. Die Zuwachsraten erreichten aber maximal das Niveau der Gesamtentwicklung (+2,8 Prozent in Gemeinden mit 5 000 bis unter 10 000 Einwohner). In regionaler Sicht ragte einmal mehr das stark städtisch geprägte Reisegebiet Region Stuttgart mit einem Übernachtungszuwachs um stattliche 8,4 Prozent deutlich heraus. In eine ähnliche Dimension stieß daneben allein der Hegau (+7,2 Prozent) vor. Während sich daneben auch noch das Nördliche Baden-Württemberg (+4,3 Prozent) sowie der Bodensee (+3,7 Prozent) über überdurchschnittliche Erhöhungen freuen konnten, verfehlten die Reiseziele Württembergisches Allgäu-Oberschwaben (−1,2 Prozent) und Südlicher Schwarzwald (−0,9 Prozent) ihr Übernachtungsergebnis des vorherigen Sommerhalbjahres leicht.

 

Schaubild 1

Schaubild 1: Entwicklung der Übernachtungen in Baden-Württemberg in den Sommerhalbjahren ab 2007 nach Herkunft der Gäste

 

Entwicklung der Übernachtungen in Baden-Württemberg in den Sommerhalbjahren ab 2007 nach Herkunft der Gäste
Sommerhalbjahr (SH) Veränderungen gegenüber dem vorhergehenden Sommerhalbjahr in %
Inlandsgäste Auslandsgäste Insgesamt
SH 2007 +3,8 +0,9 +3,2
SH 2008 +3,0 +4,1 +3,2
SH 2009 −1,8 −3,8 −2,2
SH 2010 +1,5 +10,7 +3,2
SH 2011 +3,4 +8,4 +4,3
SH 2012 +2,9 +5,7 +3,5
SH 2013 −0,5 +5,6 +0,8
SH 2014 +2,3 +4,2 +2,7
Veröffentlicht unter Kultur und Kreativität, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Umweltpreis für Unternehmen 2014 verliehen

Umweltminister Franz Untersteller hat den „Umweltpreis für Unternehmen 2014“ verliehen. Mit dem Preis würdigt die Landesregierung Vorbilder, die ihren Betrieb besonders ökologisch und klimaschonend ausgerichtet haben.

„Die nominierten Unternehmen und Preisträger beweisen eindrucksvoll, dass eine umweltorientierte Unternehmensführung auch wirtschaftlich Sinn macht“, erklärte der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

Sehr bemerkenswert sei, mit welch vielfältigen Aktivitäten sich Unternehmen in Baden-Württemberg für die Umwelt, für den Klimaschutz und für mehr Energieeffizienz einsetzten, so Franz Untersteller weiter. „Wer mit Umweltmanagement seinen Energie- und Rohstoffverbrauch senkt, stärkt nicht nur die eigene Wettbewerbsfähigkeit, sondern trägt auch damit bei, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu sichern.“ Er wünsche sich daher, sagte Untersteller, dass die innovativen Ideen und das große Engagement der Wettbewerbsteilnehmer noch möglichst viele Nachahmer im Land finden werden.

Weitere Informationen

Der Umweltpreis für Unternehmen wird seit 1993 verliehen; bis 2002 im jährlichen, anschließend im zweijährlichen Turnus. 2014 wird der Preis zum 16. Mal verliehen.

Mit dem Umweltpreis werden Unternehmen für herausragende Leistungen im betrieblichen Umweltschutz und für eine vorbildliche umweltorientierte Unternehmensführung gewürdigt. Bei der Vergabe des Preises steht im Vordergrund, dass das Unternehmen unter den Gesichtspunkten des Umwelt- und Klimaschutzes, der Ressourcenschonung sowie der Energieeffizienz vorbildlich ist.

Vergeben wird der Umweltpreis 2014 in den Kategorien

  • Handel und Dienstleistung
  • Handwerk
  • Industrieunternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern sowie
  • Industrieunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern

Außerdem wird auch in diesem Jahr wieder der Jurypreis „Energieexzellenz“ verliehen, der für ein Unternehmen bestimmt ist, das in besonders vorbildlicher Weise zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Energiesparen beiträgt sowie Energie aus regenerativen Quellen gewinnt.

Über die Preiswürdigkeit der insgesamt 53 Bewerbungen hat eine Jury befunden, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaftsorganisationen, Gewerkschaften, Umwelt- und Naturschutzverbänden und Landesministerien zusammengesetzt hat. Die Jury hat folgende Unternehmen für den Umweltpreis 2014 ausgewählt:

  • Kategorie Handel und Dienstleistung:
    Mader GmbH & Co. KG, Leinfelden-Echterdingen
  • Kategorie Handwerk:
    Theo Beutinger GmbH, Bad Saulgau
  • Kategorie Industrieunternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern:
    Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH, Vaihingen/Enz
  • Kategorie Industrieunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern:
    SICK AG, Waldkirch
  • Den Jury-Preis „Energieexzellenz“:
    elobau GmbH & Co. KG, Leutkirch

In der Anlage zu dieser Pressemitteilung befinden sich kurze Steckbriefe über die Preisträger und ihre ökologisch herausragenden und besonders qualifizierten Leistungen.

Die Preisträger erhalten einen Preisgegenstand in Form eines Acrylglas-Quaders, eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von jeweils 10.000 Euro, das wieder in den Umweltschutz im Unternehmen fließen muss.

Die übrigen vierzehn Unternehmen, die im August 2014 nach einer Vorauswahl der eingegangenen schriftlichen Bewerbungen ebenfalls nominiert worden sind, schlussendlich jedoch mit keinem Preis bedacht werden konnten, werden mit
einer Urkunde gewürdigt.

http://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/umweltpreis-fuer-unternehmen-2014-verliehen-1/

Veröffentlicht unter Umwelt, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Leckerbissen im globalen Einheitsbrei

Slow Food wirbt für alte Tierrassen und landwirtschaftliche Produkte: Neu in der „Arche“ ist das Sundheimer HuhnFoto: Slow Food Deutschland/Dirk Esser

 

Stuttgart – An diesem Freitag wird die sogenannte Arche der Slow-Food-Stiftung vermutlich um drei neue Passagiere reicher: Dann läuft die Frist ab, innerhalb der jemand Einwände vorbringen kann.

Bisher sitzen 51 regionale Rassen und Produkte im Boot, die fast vergessen sind und nun neue Aufmerksamkeit erhalten sollen. Ein Drittel davon – 17 insgesamt – ist in Baden-Württemberg beheimatet. Jetzt kommt eine Bohnensorte aus dem Ruhrgebiet dazu, eine Salatsorte aus Nordhessen – und wieder auch ein Passagier aus Baden-Württemberg: das Sundheimer Huhn. Das Land bleibt also mit großem Abstand an der Spitze dieser Liste.

Wie kommt das? Mariusz Rybak, Projektkoordinator Biodiversität bei Slow Food, hat dafür zwei Begründungen: Zum einen seien wohl die Convivien (Regionalgruppen) im Süden sehr engagiert. „So ein Antrag ist viel Arbeit, den Convivien im Süden liegen die alten Rassen und Sorten aber offenbar besonders am Herzen.“ Zudem gebe es im Süden – also Baden-Württemberg und Bayern – traditionell noch mehr Kleinbauern: „Die historischen Sorten sind besser erhalten.“ Zum Vergleich, so Rybak, gebe es im Nordwesten – also den neuen Bundesländern – bisher insgesamt gerade einmal fünf Arche-Passagiere. Und auch Niedersachsen mit kaum noch kleinbäuerlichen Strukturen sei wenig vertreten.

Slow Food will mit der Arche-Bewegung, die im Jahr 2000 gegründet wurde, alte Sorten vor dem Vergessen bewahren. Sie wurden von den Erzeugern aufgegeben, weil sie wenig Ertrag bringen oder schwer zu kultivieren sind. Dabei sind sie im Geschmack oft unübertrefflich und sorgen für Vielfalt im Einheitsbrei der globalisierten Weltküche.

Diese Merkmale treffen auch auf den Neuling aus Baden-Württemberg zu – das Sundheimer Huhn, das diese Woche den Sprung in die Arche schaffen soll. Das Sundheimer (aus dem Kreis Kehl) gilt als einzige echt badische Hühnerrasse. Ursprünglich wurde es als einfach zu mästendes Fleischhuhn gezüchtet, das sich aber auch als Legehuhn auszeichnet. Die Hennen legen pro Jahr rund 200 braune oder gepunktete Eier und legen auch im Winter gut. Doch obwohl das Huhn ein guter Fleisch- und Eierlieferant ist, kann es mit den hochgezüchteten Turbo-Lege- oder -Masthühnern nicht mithalten. Kaum jemand kultiviert es noch. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen gruppiert es auf der Roten Liste deshalb in Kategorie II (stark gefährdet) ein.

Die Hühnerrasse ist dann der vierte neue Passagier aus Baden-Württemberg in diesem Jahr in der Arche. Ebenfalls neu hinzugestoßen sind Ende Juli der Stuttgarter Leberkäs sowie im Januar die Ermstäler Knorpelkirsche und die Schwarze Birne aus dem Vorland der Schwäbischen Alb. Die Knorpelkirsche ist eine lokale Süßkirschensorte der Region Neckar-Alb. Dort war sie früher auch als Herzkirsche bekannt. Obstbäuerinnen aus Dettingen an der Erms (Kreis Reutlingen) trugen sie in Weidekörben auf dem Kopf auf den Markt nach Urach. Die Schwarze Birne ist bei Frickenhausen (Kreis Esslingen) beheimatet und eine vorzügliche Mostbirne. Der Stuttgarter Leberkäs ist eine gebackene Brühwurst in Kastenform aus rohem Rind- und Schweinefleisch, Speck und mindestens fünf Prozent Leber.

Die Passagiere der Arche genießen aber nicht wirklichen Schutz. Vielmehr geht es Slow Food darum, sie wieder ins Gedächtnis zu bringen und Feinschmecker dafür zu interessieren, damit sie wieder Einzug in die Landwirtschaft halten. Einen Schritt weiter geht Slow Food mit seinen sogenannten Presidi. Ein Presidio (italienisch für Schutzraum) versteht sich als Netzwerk von engagierten Landwirten, handwerklich arbeitenden Lebensmittelproduzenten, Händlern, Köchen, wissenschaftlichen Experten und Verbrauchern, die gemeinsam bestimmte Pflanzensorten, Tierrassen, Lebensmittel und Kulturlandschaften erhalten wollen.

Gerade einmal fünf Spezialitäten aus Deutschland haben es in diese Gruppe geschafft – vier von ihnen sind aus Baden-Württemberg. Das sind die Alblinse, Schaumwein aus der Champagner Bratbirne vom Albtrauf, Fränkischer Grünkern und der Weideochse vom Limpurger Rind. Fünfte im Bunde ist die Kartoffelsorte Bamberger Hörnla aus Bayern. In Italien und in der Schweiz sind die Presidi mit einem Logo – einer stilisierten Schnecke – kenntlich ­gemacht. In Deutschland gibt es noch kein gemeinsames Erkennungsmerkmal.

 

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nahrungsmittel-im-land-leckerbissen-im-globalen-einheitsbrei.facd0922-7c3c-48c0-b562-03bf8db8f680.html

Veröffentlicht unter Lebensqualität, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar