Zur neuen Saison: Anbau von Erdbeeren und Spargel in Baden-Württemberg

Beinahe sommerliche Temperaturen und Sonnenschein bescheren uns in diesem Jahr einen frühen Start in die Erdbeer- und Spargelsaison.

Wie das Statistische Landesamt feststellte, wurden 2013 auf rund 2 600 Hektar (ha) Spargel angebaut, darunter befanden sich 2 100 ha im Ertrag. Durch die günstigen Bodenverhältnisse gedeihen die weißen und auch grünen Stangen vorrangig im badischen Landesteil. Dagegen verteilt sich der Anbau von Erdbeeren auf die verschiedenen Schwerpunkte in der südlichen Rheinebene, am Bodensee und im Bereich zwischen Stuttgart und Heilbronn. Insgesamt wuchsen in 2013 auf rund 3 900 ha Erdbeeren, wobei 2 900 ha abgeerntet wurden. Die bereits jetzt angebotenen Erdbeeren stammen in der Regel noch aus geschütztem Anbau (Folientunnel etc.), der auf 125 ha Anbaufläche die Erdbeerpflanzen vor niedrigen Temperaturen bewahrt.

Nach der im letzten Jahr geernteten Menge mit rund 89 000 Dezitonnen (dt) Spargel und insgesamt 279 000 dt Erdbeeren würden jedem Baden-Württemberger und jeder Baden-Württembergerin ungefähr 800 Gramm (g) Spargel und rund 2,5 Kilogramm (kg) Erdbeeren aus regionaler Erzeugung zur Verfügung stehen. Allerdings blieben im letzten Jahr die Erntemengen witterungsbedingt durch den späten Erntebeginn hinter den Erwartungen zurück.

Link: http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/2014132.asp

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Südwestindustrie 2013: neuer Umsatzrekord mit nahezu 314 Milliarden Euro – Exportquote steigt auf fast 53 Prozent

Moderater Beschäftigtenzuwachs und neuer Höchststand bei den Entgelten

Nach dem konjunkturellen Dämpfer des Vorjahres stand das Jahr 2013 bei der Südwestindustrie1) im Zeichen des einsetzenden Aufschwungs. Die zu Jahresbeginn noch deutlich angespannte Wirtschaftslage hellte sich in der zweiten Jahreshälfte spürbar auf. Wie das Statistische Landesamt feststellt, erhöhten sich die Auftragseingänge der baden-württembergischen Industriebetriebe im Jahr 2013 preisbereinigt um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2012: −3,6 Prozent). Der Produktionsausstoß war mit einem Plus von 1 Prozent ebenfalls aufwärts gerichtet (2012: −1,6 Prozent). Zudem legte der preisbereinigte Umsatz um 1,3 Prozent (2012: −0,5 Prozent) zu.

Nominal ergab sich bei den Umsätzen der heimischen Industriebetriebe 2) im Jahr 2013 eine neue Rekordmarke. Der Höchststand des Vorjahres wurde um 4,7 Milliarden Euro (+1,5 Prozent) auf 313,6 Mrd. Euro gesteigert. Die umsatzstärkste Industriebranche Baden-Württembergs ist traditionell die »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen«. Hier wurden im Jahr 2013 Erlöse von 87,9 Mrd. Euro erzielt. Das Umsatzwachstum von 3,8 Prozent lag dabei deutlich über dem der Südwestindustrie. Nur wenig schwächer war die Wachstumsrate im »Maschinenbau«, der mit 67,9 Mrd. Euro (+3,3 Prozent) den zweithöchsten Umsatz unter den heimischen Industriebranchen erreichte.

Das Wachstum der nominalen Umsätze ging auf die positive Entwicklung des Auslandsgeschäftes zurück. Die baden-württembergischen Industriebetriebe steigerten ihre Auslandserlöse im Jahr 2013 um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 165,1 Mrd. Euro. Mit den inländischen Kunden kam es zu Umsätzen von 148,6 Mrd. Euro, was einem Rückgang von 1,4 Prozent entsprach. Damit entwickelte sich das Inlandsgeschäft wie im Vorjahr gegenläufig zum Auslandsgeschäft. Die Exportquote der Südwestindustrie stieg um 1,4 Prozentpunkte und erreichte mit 52,6 Prozent eine neue Rekordmarke. Spitzenreiter im Branchenvergleich waren hier die »Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen« (73,4 Prozent) und die »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« (70,7 Prozent).

Der Beschäftigtenanstieg in der Südwestindustrie setzte sich im Jahr 2013 mit moderatem Tempo fort. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl der Industriebeschäftigten um rund 10 900 (+0,9 Prozent) auf 1 220 100 Personen zu.3) Nach dem krisenbedingten Personalabbau der Jahre 2009 und 2010 (zusammen −70 500 Personen) erhöhte sich die Beschäftigtenzahl damit zwar bereits das dritte Jahr in Folge (+65 100 Personen in diesem Zeitraum). Allerdings konnte das Vorkrisenniveau noch nicht wieder ganz erreicht werden. Unter den Industriebranchen Baden-Württembergs weist der »Maschinenbau« mit 298 700 Personen den höchsten Personalbestand auf. Das Beschäftigtenwachstum (+1 Prozent) lag hier knapp über dem der Südwestindustrie. In der »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen«, der gemessen an den Beschäftigten zweitgrößten Industriebranche (211 800 Personen), fiel das Tempo des Personalaufbaus noch deutlich höher aus (+2 Prozent). Zusammen mit dem Wachstum in der »Herstellung von Metallerzeugnissen« (+3 200 Personen) machte der Beschäftigtenanstieg im »Maschinenbau« (+3 000 Personen) und in der »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« (+4 200 Personen) rechnerisch beinahe den gesamten Personalaufbau der Südwestindustrie aus.

Die gezahlten Entgelte der Südwestindustrie stiegen im Jahr 2013 spürbar an, wenn auch nicht so stark wie im Vorjahr. Insgesamt zahlten die heimischen Industriebetriebe Löhne und Gehälter in Höhe von 58,5 Mrd. Euro und damit 1,9 Mrd. Euro (+3,4 Prozent) mehr als in 2012. Das durchschnittliche Entgelt je Beschäftigten erhöhte sich um rund 1 200 Euro (+2,5 Prozent) auf 48 000 Euro. Die Entgeltsummen erreichten damit sowohl absolut als auch in der Pro-Kopf-Betrachtung neue Rekordwerte. Die höchsten Entgelte je Beschäftigten wurden in der »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« mit durchschnittlich 60 900 Euro (+2,7 Prozent) gezahlt.

1) Verarbeitendes Gewerbe einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Neben den Industriebetrieben zählen dazu auch verarbeitende Handwerksunternehmen. Die Angaben zu Auftragseingang, Produktion und Umsatz beruhen auf preisbereinigten, kalendermonatlichen Indizes (Basisjahr jeweils 2010 = 100) und beziehen sich auf den Berichtskreis 50+ (d.h. Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten).

2) Hier und im Folgenden Berichtskreis 20+ (entspricht im Allgemeinen Betrieben mit mindestens 20 Beschäftigten).

3) Beschäftigte mit Stand 30.9.2013.

Link: http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/2014134.asp

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Berufstätige Frauen

Die Zahl der erwerbstätigen Frauen ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Während 1980 nur 54% der Frauen im Alter von 15 bis 65 Jahren berufstätig waren, sind es heute schon 70%. Dazu hat einen großen Teil die bessere Schulausbildung von Frauen in BW beigetragen, aber auch gesetzliche Regelungen wie der Elternurlaub und die Zunahme von Teilzeitangeboten.

Quelle: Statistisches Monatsheft 1/2014 Seite 6, Landesamt für Statistiken BW

 

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Wohnungen und Gebäude

„In Baden-Württemberg sind […] beinahe 59 % aller Gebäude mit Wohnraum Einfamilienhäuser (1 447 106). Fast ein Fünftel stellen die Zweifamilienhäuser (542 252) und mehr als 14 % sind Gebäude mit drei bis sechs Wohnungen (352 750). Nur knapp 4 % der Gebäude mit Wohnraum verfügen in Baden-Württemberg über sieben bis zwölf Wohnungen (90 438) und lediglich jedes 100. Gebäude mit Wohnraum bietet Platz für 13 und mehr Wohnungen (22 673).“ Zusammen mit Bayern und Niedersachsen besitzt Baden-Württemberg im Ländervergleich die nach Baujahr neuesten Gebäude mit Wohnraum. Den größten Anteil in Baden-Württemberg haben heute die Gebäude aus den 1970er- (16%) und 1960er- (15%) Jahren. „In Baden-Württemberg werden fast 2,5 Mill. der insgesamt knapp 5,2 Mill. Wohnungen von den Eigentümern selbst genutzt. Der Anteil liegt mit 49 % damit 7 Prozentpunkte über dem deutschen Durchschnitt von 42 %. Dass dem Eigenheim in Baden-Württemberg eine besondere Bedeutung zukommt, zeigt sich gerade bei den Einfamilienhäusern. Diese werden zu 84 % vom Eigentümer selbst bewohnt.“ Die durchschnittliche Größe einer Wohnung liegt in Baden-Württemberg bei 95 m2.Die Wohnungen im Land sind damit im Schnitt fast 5 m2 größer als im bundesweiten Mittel(91 m2).

Quellen: Statistisches Monatsheft 1/2014 Seite 15 – 17, Landesamt für Statistiken BW

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Forschung und Entwicklung

Gemessen an den Ausgaben für Forschung und Entwicklung lag BW 2011 mit einem Anteil von knapp 16% an den gesamten Ausgaben des Hochschulsektors in Deutschland auf Platz 2 (hinter NRW). Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich 2011 in BW 2,1 Mrd.

Dies führte auch zu einer Zunahme der forschenden Personen in diesem Bereich. (um rund 5% auf 20 000).

Gemessen am Forschungspersonal haben sich die FuE-Ressourcen seit 2009 in Baden-Württemberg überdurchschnittlich entwickelt.

Während im Bund die Zunahme rund 22% beträgt liegt sie in BW bei 27%.

„Herausragende Forschungsprojekte werden unter anderem im Rahmen der Exzellenzinitiative (i-Punkt „Exzellenzinitiative“)von Bund und Land gefördert. In der derzeit laufenden Förderperiode 2012 bis 2017 befinden sich mit den Universitäten Heidelberg,Konstanz und Tübingen drei der bundesweit insgesamt elf Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg. Allein 22 der bundesweit insgesamt 85 geförderten Projekte aus den drei Förderlinien der Exzellenzinitiative II entfallen auf baden-württembergische Universitäten.“

In Baden-Württemberg werden 5,1% des BIP für Forschung und Entwicklung ausgegeben – ein internationaler Spitzenwert.

„Ein Viertel der Forschungskapazität deutscher Großforschungseinrichtungen, wie zum Beispiel das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg, ist in Baden-Württemberg konzentriert.“

„In der Höhe der Drittmitteleinnahmen spiegelt sich auch die Bewertung der FuE-Leistung durch Wirtschaft und Staat wider […]. Je Universitätsprofessor/-in wurden im Jahr 2011 hierzuland rund 415 000 Euro an Drittmitteln eingeworben– der mit weitem Abstand höchste Wert im Bundesländervergleich.“

Quellen: Statistisches Monatsheft 1/2014 Seite 30 – 31,  Seite 36, Landesamt für Statistiken BW

Link: http://mwk.baden-wuerttemberg.de/forschung/

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Demografischer Wandel

„Die  Altersgruppe der Generation 60+ wird [in Baden-Württemberg] im Zeitraum 2011 bis 2030 um voraussichtlich 30% zunehmen, die Zahl der Hochbetagten ab 85 Jahren sogar um über 60 %. In den meisten Kommunen wird dann die Bevölkerungszahl rückläufig sein, sofern zumindest die Wanderungsgewinne für Baden-Württemberg künftig nicht deutlich höher ausfallen als bisher angenommen.“

Kommunen kämpfen mit rückläufigen Schülerzahlen und Ladenschließungen. Abwanderung junger Menschen trägt zum Bevölkerungsrückgang (vor allem im Ländlichen Raum) bei. Deshalb hat sich in BW ein Netzwerk gebildet, das gegen diese Entwicklung vorgeht und die nachhaltige Entwicklung der Kommunen fördert.

(„Programmpartner sind das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, der Gemeindetag, der Städtetag und der Landkreistag Baden-Württemberg, der Kommunalverband für Jugend und Soziales, die Akademie Ländlicher Raum sowie die FamilienForschung Baden-Württemberg des Statistischen Landesamtes. Die FamilienForschung und der Kommunalverband führen im Auftrag der Partner die gemeinsame Geschäftsstelle. Zu dem Netzwerk gehören weitere professionelle Berater und Prozessbegleiter, die den Kommunen vor Ort zur Seite stehen.“) Das Netzwerk setzt dabei auf die Mitgestaltung der BürgerInnen auf kommunaler Ebene.

Quellen: Statistisches Monatsheft 1/2014 Seite 49, Landesamt für Statistiken BW, Statistisches Monatsheft 1/2014 Seite 50, Landesamt für Statistiken BW

Link: http://www.familienfreundliche-kommune.de/FFKom/srvc_intManagement.asp

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Zahl der Studierenden steigt

In Baden-Württemberg haben sich zum Wintersemester 2013/2014 fast 350 000 Studenten eingeschrieben. Damit ist BW bundesweit unter den Top 3 (1.NRW, 2. Bayern) Seit dem Wintersemester 2007/2008 steigt die Zahl der Studenten jährlich um durchschnittlich ca. 7%. Vor 10 Jahren waren es noch 230 000 Studenten im Land.

Links: http://www.statistik-bw.de/Veroeffentl/Monatshefte/PDF/Beitrag14_01_09.pdf  https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/BildungForschungKultur/Hochschulen/Tabellen/StudierendeInsgesamtBundeslaender.html

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Ein Viertel des deutschen Obstes und Weins aus Baden-Württemberg

Stuttgart – Produktionswert der Landwirtschaft 2012 insgesamt bei knapp 4,7 Milliarden Euro.
Die hiesigen Landwirte erwirtschafteten 2012 gemäß der im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg erstellten Regionalen Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung mit pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen sowie landwirtschaftlichen Dienstleistungen einen Produktionswert (zu Erzeugerpreisen) in Höhe von insgesamt knapp 4,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies einem Anstieg von annähernd 2 Prozent oder rund 90 Millionen Euro.
Bei fast allen pflanzlichen Erzeugnissen konnten die Produktionswerte 2012 vor allem auf Grund höherer Erzeugerpreise deutlich zulegen. So stieg der Wert der pflanzlichen Erzeugung 2012 insgesamt um gut 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Besonders stark erhöhte sich dabei unter den bedeutenden Anbaukulturen der Produktionswert von Getreide, Gemüse, Obst und Wein sowie von Baumschulerzeugnissen und Blumen und Zierpflanzen.
Kartoffeln und Zuckerrüben blieben dagegen deutlich unter ihrem Vorjahreswert. Der Produktionswert der tierischen Erzeugung insgesamt ging gegenüber dem Vorjahr um knapp 6 Prozent zurück. Zurückführen lässt sich dies u.a. auf den deutlich niedrigeren Produktionswert bei Milch aufgrund des geringeren Preisniveaus sowie die geringeren Produktionswerte bei der Rinder- und Kälberhaltung sowie Geflügelerzeugung. Zulegen konnten dagegen die Schweine- und Eiererzeugung vor allem aufgrund höherer Preise.
Die Ausgaben für Betriebsmittel in der baden-württembergischen Landwirtschaft stiegen 2012 im Mittel in etwa um 2 Prozent. Vor allem für Energie und Treibstoffe sowie für Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel gaben die Landwirte deutlich mehr aus als im Jahr zuvor. Als Saldo aus Produktionswert und Vorleistungen ergab sich ein Anstieg der Bruttowertschöpfung (BWS) der Landwirtschaft 2012 um gut 1 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro gegenüber 2011.
In der baden-württembergischen Wirtschaft insgesamt belief sich die BWS aller Waren und Dienstleistungen 2012 auf gut 354 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 2,5 Prozent bzw. 8,6 Milliarden Euro gegenüber 2011. Der Anteil der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei an der BWS insgesamt betrug mit rund 1,9 Milliarden Euro in 2012 noch rund 0,5 Prozent.
Gut die Hälfte des Produktionswerts stammt aus pflanzlicher Erzeugung
In der Zusammensetzung des Produktionswerts spiegeln sich die Schwerpunkte der heimischen Landwirtschaft wider. Vor allem die sogenannten Sonderkulturen Obst, Gemüse einschließlich Champignons, Wein, Blumen- und Zierpflanzen, Baumschulerzeugnisse sowie Hopfen und Tabak haben mit einem Anteil von annähernd einem Viertel am landwirtschaftlichen Produktionswert insgesamt hier zu Lande eine vergleichsweise große Bedeutung.
Im Bundesdurchschnitt erreichte der Sonderkulturanbau 2012 demgegenüber lediglich einen Anteil von rund 13 Prozent. Beispielsweise stammen jeweils rund ein Viertel der Obst- und Weinerzeugung Deutschlands gemessen am Produktionswert von baden-württembergischen Landwirten.
Im Jahr 2012 trug die pflanzliche Erzeugung mit gut 2,6 Milliarden Euro mehr als die Hälfte (56 Prozent) zum Produktionswert der Landwirtschaft im Südwesten bei. Neben den Sonderkulturen ist der Getreideanbau mit einem Produktionswert von 777 Millionen Euro der wichtigste pflanzenbauliche Produktionszweig. Bei der tierischen Erzeugung mit im Jahr 2012 insgesamt über 1,7 Milliarden Euro stellen die Milcherzeugung (723 Millionen Euro) in Verbindung mit Rinderhaltung und Kälberzucht (306 Millionen Euro) die wichtigsten Produktionszweige für die baden-württembergischen Viehhalter dar.
Gut ein Fünftel des Gesamtwerts der Agrarerzeugung entfiel allein auf diese Produkte. Weitere knapp 10 Prozent Anteil am Produktionswert zu Erzeugerpreisen erwirtschafteten die Landwirte im Südwesten 2012 mit Mastschweinehaltung und Ferkelerzeugung (446 Millionen Euro). (StaLa-BW)

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Baden-Württemberg gilt in Hannover als erste Adresse für Innovation

 

Besuch am Messestand von IMO Oberflächentechnik aus Königsbach-Stein:Wirtschaftsminister Nils Schmid (rechts) mit Armin Müller. Neff

Hielt sich das Besucheraufkommen am gestrigen zweiten Messetag in Hannover zunächst noch in Grenzen, änderte sich das schlagartig. Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) machte am Mittag in Begleitung des niederländischen Botschafters dem Gemeinschaftsstand des Landes Baden-Württemberg seine Aufwartung. Holland ist in diesem Jahr das Partnerland der Hannover Messe.

Auch die Aussteller aus dem Nordschwarzwald freuten sich über die zusätzliche Besucherresonanz am Messestand. Die baden-württembergischen Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie bildeten die Herzkammer der Industrie. Mit 416 Firmen sei das Land stark vertreten, sagte Schmid. Der Maschinenbau erwirtschafte immerhin 64 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. Respekt zollte der SPD-Minister den mittelständischen Unternehmen aus Baden-Württemberg, darunter 32 aus der Region Nordschwarzwald, die noch bis Freitag auf der weltgrößten Industriemesse vertreten sind. Auch der wvib Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V. ist mit einem Gemeinschaftsstand in Hannover vertreten. Ihm gehören unter anderem namhafte Nordschwarzwälder Unternehmen als Mitglieder an. Nils Schmid wurde am wvib-Stand von Hauptgeschäftsführer Christoph Münzer empfangen. Die Aussteller der Region treffen in Hannover auf ein internationales Publikum, das sich für Neuheiten im Bereich der Automatisierungstechnik, der erneuerbaren Energien und der Automobilindustrie interessiert. „Baden-Württemberg ist die erste Adresse, wenn es um zukunftsweisende Fertigung geht“, erklärte Schmid. Es gehe darum, neue Marktchancen zu erkunden.

Unterdessen steuere die deutsche Industrie nach Angaben der Deutschen Presseagentur „volle Kraft voraus in ihr stärkstes Wachstumsjahr seit langem“ – und sorgt sich dennoch vor der Zukunft. Ihre Ingenieure sind überaltert, ohne Nachwuchs aus dem Ausland droht die heimische Innovationskraft zu ermatten.

Die Frage nach sicherer und bezahlbarer Energie bleibt zudem ein Dauerbrenner, wie die Hannover Messe gestern zeigte.

„Wir müssen die Wahrnehmung der Industrieproduktion durch junge Menschen ändern – vor allem in den USA haben wir da ein echtes Wahrnehmungsproblem“, sagte der Chef der National Association of Manufacturers, Jay Timmons. In Deutschland geht den Ingenieuren einer Studie zufolge der Nachwuchs aus, was sich absehbar zu einem echten Nachteil auswachsen könnte. „Etwa ab dem Jahr 2020 wird uns das Problem der Überalterung voll im Griff haben“, warnte der Präsident des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), Udo Ungeheuer.

EU-weit seien die Ingenieure hierzulande schon heute die ältesten. Etwa ab 2020 schlage die Demografiefalle zu, wie der VDI unter Berufung auf die Analyse berichtete, die er mit dem arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) erstellte. Künftig dürften bis zu 50000 Ingenieure pro Jahr altersbedingt ausscheiden und zusätzlich konjunkturbedingt jährlich 40000 neue Ingenieursstellen benötigt werden.

Diesen Bedarf könnten die Hochschulen jedoch bei weitem nicht decken. Ein wichtiger Ausweg sei das verstärkte Werben um ausländische Ingenieure und um mehr Frauen.

Im Fokus der Messe stand gestern die Energie, während das Bundeskabinett parallel in Berlin nach zähem Ringen die Reform der Ökostromförderung auf den Weg brachte.

Autor: Lothar H. Neff und dpa

http://www.pz-news.de/wirtschaft_artikel,-Baden-Wuerttemberg-gilt-in-Hannover-als-erste-Adresse-fuer-Innovation-_arid,480875.html

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Baden-Württemberg bleibt zweitgrößtes Weinbauland

Stuttgart – Baden-Württemberg ist mit insgesamt 27.194 Hektar (ha) nach Rheinland-Pfalz (64.114 ha) das Bundesland mit der zweitgrößten Weinbaufläche.
Der Anbau der Reben konzentriert sich hierzulande auf besondere Standorte wie Steil-, Hang- und Terrassenlagen, die für einen ausgesprochenen Qualitätsweinbau hervorragend geeignet sind.
Wie das Statistische Landesamt aufgrund der Ergebnisse der Rebflächenerhebung 2013 feststellt, wird in jeder vierten der 1.102 Gemeinden des Landes Weinbau betrieben. Darunter sind 14 Gemeinden, die auf ihren Gemarkungen jeweils über 400 ha Weinberge haben. Auf sie entfallen mit 8.462 ha knapp drei Zehntel der gesamten Rebfläche im Land.
Gemessen an der Gesamtfläche der Weinberge stehen mit Vogtsburg im Kaiserstuhl (1.328 ha) eine badische und mit der Heuss-Stadt Brackenheim (810 ha) eine württembergische Gemeinde an der Spitze.
In Lauffen am Neckar, Endingen und Sasbach am Kaiserstuhl sind rund ein Viertel der Bodenflächen mit Reben bestockt, in den beiden Kaiserstuhlgemeinden Ihringen und Vogtsburg sogar 29 bzw. 36 Prozent. Diese Gemeinden sind vom Weinbau geprägt, während in den flächenmäßig großen Gemeinden, allen voran in Stuttgart (2 Prozent), Freiburg und Heilbronn (jeweils rund 5 Prozent), der Weinbau nicht sofort ins Auge fällt.
Obwohl in den badischen wie auch in den württembergischen Weinbaugemeinden eine Vielzahl an Rebsorten kultiviert wird, so dominieren doch immer einige wenige Sorten im Anbauspektrum. Diese Konzentration ist bei den badischen Vertretern ausgeprägter, bei den Württembergern findet sich die größere Vielfalt. In allen großen badischen Weinbaugemeinden liegt der Spätburgunder mit Anteilswerten zwischen 30 und 48 Prozent auf Platz 1.
Um die folgenden Plätze streiten sich Müller-Thurgau sowie mit Ruländer und Weißem Burgunder zwei weitere Vertreter der Burgunderfamilie. In Oberkirch und Durbach, den beiden größten Weinbaugemeinden in der Ortenau, erreicht Riesling jeweils den zweiten Platz. In Müllheim liegt der Gutedel, die regionale Spezialität des Markgräflerlandes, gleichauf mit dem Spätburgunder an der Spitze.
In Württemberg landen die Sorten Trollinger, Riesling und Lemberger fast immer auf dem Siegertreppchen. In Weinsberg ist annähernd ein Viertel der Rebflächen mit Riesling bestockt; Weinsberg ist damit zugleich die einzige unter den 14 Gemeinden, in der eine weiße Rebsorte an der Spitze steht.
Einzig in Lauffen am Neckar, der Hauptstadt des Schwarzrieslings, können andere Rebsorten in die Phalanx der großen Drei eindringen. In knapp sechs von zehn Weinbergen stehen Schwarzrieslingreben, mit weitem Abstand folgt dann Samtrot. Und noch eine Besonderheit zeichnet den Weinbau in Lauffen am Neckar aus: der Anteil der Rotgewächse in der Rebflur erreicht mit über 90 Prozent einen Wert, den man großflächig in Deutschland sonst nur noch von der Ahr kennt.
Eine Gesamtübersicht über alle Weinbaugemeinden des Landes mit Angabe der belegenheitsbezogenen Rebfläche nach Weiß- und Rotgewächsen ist im Statistischen Bericht der Reihe Agrarwirtschaft unter dem Titel »Bestockte Rebflächen und Rebsorten in Baden-Württemberg 2013« veröffentlicht. (StaLa-BW)
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