Baden-Württemberg mit Rekordwerten beim Export

Stuttgart (dpa/lsw) – Baden-Württembergs Unternehmen haben 2014 mit Exporten so hohe Umsätze erwirtschaftet wie nie zuvor. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes vom Montag wurden Güter im Wert von 181,4 Milliarden Euro ausgeführt – ein Plus von knapp 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine neue Bestmarke erreichte mit 150,7 Milliarden Euro umgekehrt auch der Wert der eingeführten Waren. Nach Angaben der Statistiker verbuchte Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich den höchsten Exportwert – noch vor dem bisherigen Spitzenreiter Nordrhein-Westfalen.

Rund ein Drittel der Ausfuhren geht demnach in Länder außerhalb der Eurozone. Positive Impulse kamen allerdings auch aus dem europäischen Krisenländern Italien, Portugal oder sogar Griechenland.

dpa, 23.02.2015

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Karlsruhe freut sich über Spitzenplatz der Fahrradstädte

Karlsruhe (dpa/lsw) – Von allen Großstädten in Süddeutschland bietet Karlsruhe die besten Bedingungen für Fahrradfahrer – so lautet das Ergebnis des Fahrradklima-Tests des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC). «Wir freuen uns sehr, dass wir so gut abgeschnitten haben», sagte der für die Radverkehrsförderung zuständige Sachbearbeiter im Stadtplanungsamt Karlsruhe, Johannes Schell, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Wir dürfen uns aber auf keinen Fall darauf ausruhen, das ist uns Ansporn, auf diesem Weg weiterzumachen.»

Vor zwei Jahren hatte Karlsruhe beim ADFC-Test der Städte mit mehr als 200 000 Einwohnern noch hinter Freiburg gelegen, jetzt ist die südbadische Metropole auf den dritten Platz zurückgefallen. Den bundesweit ersten Platz nimmt Münster ein.

Karlsruhe habe sich schon vor Jahren vorgenommen, bis zum 300. Stadtgeburtstag in diesem Jahr die fahrradfreundlichste Großstadt in Süddeutschland zu werden, sagte Schell. «Wir hätten nicht damit gerechnet, dass wir das packen.»

Im Umkreis von fünf Kilometern sei das Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel, erklärte Schell. Ein Schwerpunkt der Weiterentwicklung des Radverkehrs sei jetzt die Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung. Damit haben andere Städte wie Frankfurt am Main bereits gute Erfahrungen gemacht. «Unser Ziel ist es aber nicht nur, den Anteil des Radverkehrs zu erhöhen, sondern ihn auch sicherer zu machen», betonte Schell.

dpa, 19.02.2015

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Baden‑Württemberg: drittjüngste Bevölkerung nach Hamburg und Berlin

Der demografische Wandel führt aber auch im Südwesten zu einer deutlichen Alterung der Bevölkerung

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Baden‑Württemberg, das Anfang der 1950er-Jahre bei lediglich knapp 35 Jahren lag, hat sich bis zum Jahr 1970 praktisch nicht verändert. Seither ist die Gesellschaft aber deutlich gealtert: Die Bevölkerung war Ende 2013 im Schnitt bereits 43,2 Jahre alt und damit um über 8 Jahre älter als noch 1970, so das Statistische Landesamt. Dennoch weist der Südwesten nach Hamburg (42,4 Jahre) und Berlin (42,8 Jahre) bundesweit die drittjüngste Bevölkerung auf. Am ältesten ist die Bevölkerung in Sachsen-Anhalt mit im Schnitt 47,3 Jahren, gefolgt von den anderen neuen Bundesländern.

Ursächlich für die Alterung der Bevölkerung in Baden‑Württemberg ist zum einen eine zu geringe Geburtenrate: Diese liegt seit annähernd vier Jahrzehnten bei lediglich 1,4 Kindern je Frau 1 ; zum anderen hat auch die enorm gestiegene Lebenserwartung – seit Anfang der 1970er-Jahre um gut neun Jahre bei den Frauen bzw. um knapp elf Jahre bei den Männern – zu einem stetigen Anstieg des Durchschnittsalters geführt.

Dass Baden‑Württemberg trotz einer zwischenzeitlich nur noch durchschnittlichen Geburtenrate 2 und der höchsten Lebenserwartung der Bundesländer bundesweit mit die jüngste Bevölkerung aufweist, ist vor allem auf eine zweitweise starke Zuwanderung zurückzuführen. Denn die Zuziehenden sind im Durchschnitt mit knapp 32 Jahren immerhin um 11 Jahre jünger als die einheimische Bevölkerung und haben somit die Alterung der Bevölkerung abgeschwächt. Ganz anders die Entwicklung in den neuen Bundesländern: Diese hatten noch Anfang der 1990er-Jahre eine jüngere Bevölkerung als das frühere Bundesgebiet – aber der zeitweise starke Wegzug gerade jüngerer Menschen in Verbindung mit einem vorübergehenden drastischen Rückgang bei der Geburtenrate hatte den Alterungsprozess enorm beschleunigt.

Eine weitere Alterung der Bevölkerung in Baden‑Württemberg und in den anderen Bundesländern ist aufgrund der bestehenden Struktur »vorprogrammiert«. Das Durchschnittsalter im Südwesten könnte sich bis zum Jahr 2060 nochmals um voraussichtlich knapp 6 Jahre auf dann annähernd 49 Jahre erhöhen. Und diesen Trend würde auch eine weiterhin hohe Zuwanderung nach Baden‑Württemberg lediglich etwas abschwächen, nicht aber verhindern.

1 Für eine Bestandserhaltung der Bevölkerung ohne Zuwanderung wäre langfristig eine Geburtenrate von durchschnittlich 2,1 Kinder je Frau erforderlich.

2 Vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahre lag die durchschnittliche Kinderzahl je Frau in Baden‑Württemberg allerdings noch relativ deutlich über dem Bundesdurchschnitt; ähnlich waren die Verhältnisse in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre, weil in diesem Zeitraum die durchschnittliche Kinderzahl je Frau in den neuen Bundesländern sehr niedrig war. Zwischenzeitlich liegt die Geburtenrate in den Neuen Ländern aber wieder leicht über dem Durchschnitt des früheren Bundesgebiets.

 

Schaubild 1

Schaubild 1: Entwicklung des Durchschnittsalters der Bevölkerung in Baden-Württemberg seit 1952

 

Entwicklung des Durchschnittsalters der Bevölkerung in Baden-Württemberg seit 1952
Jahr Durchschnittsalter
1) 2013: vorläufiges Ergebnis.
1952 34,6
1960 34,8
1970 34,9
1980 37,1
1990 38,8
2000 40,2
2010 42,8
20131) 43,2

 

Schaubild 2

Schaubild 2: Durchschnittsalter der Bevölkerung in den Bundesländern Deutschlands 1990 und 2013

 

Durchschnittsalter der Bevölkerung in den Bundesländern Deutschlands 1990 und 2013
Bundesland Durchschnittsalter
1990 2013
Baden-Württemberg 38,8 43,2
Bayern 39,2 43,4
Berlin 39,0 42,8
Brandenburg 37,1 46,6
Bremen 41,3 44,0
Hamburg 41,7 42,4
Hessen 40,0 43,7
Mecklenburg-Vorpommern 35,8 46,3
Niedersachsen 39,8 44,2
Nordrhein-Westfalen 39,7 43,9
Rheinland-Pfalz 39,9 44,4
Saarland 40,2 46,0
Sachsen 39,4 46,6
Sachsen-Anhalt 38,4 47,3
Schleswig-Holstein 40,2 44,8
Thüringen 37,9 46,7
Deutschland 39,3 44,2

Datenquelle: Statistisches Bundesamt; 2013 vorläufige Ergebnisse

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Armut im Südwesten wächst – dennoch unter Bundesschnitt

Stuttgart/Berlin (dpa/lsw) – In Baden-Württemberg ist etwa jeder neunte Einwohner von Armut bedroht. Dennoch waren die Menschen im Jahr 2013 mit Ausnahme von Bayern (Quote: 11,3 Prozent) nirgendwo in Deutschland so wenig davon betroffen wie im Südwesten (11,4; 2012: 11,1). Den niedrigsten Anteil bundesweit gab es in der Region Bodensee-Oberschwaben mit 7,8 Prozent – Bremerhaven hatte mit 32,6 Prozent die höchste, wie aus einer am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie des Paritätischen Gesamtverbands hervorgeht.

Als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verfügung hat. Bundesweit wächst die Kluft zwischen Arm und Reich seit Jahren. 15,5 Prozent (15) der Bürger gelten als armutsgefährdet.

dpa, 19.02.2015

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Immer mehr kleine Kinder besuchen Kitas

Stuttgart (dpa/lsw) – Immer mehr kleine Kinder in Baden-Württemberg werden in Kitas betreut. Das teilte das Statistische Landesamt am Freitag mit. Demnach besuchten zum Stichtag 1. März 2014 rund 76 300 Kinder unter drei Jahren entsprechende Tageseinrichtungen. Das waren dreimal so viele wie noch 2006. Die Betreuungsquote lag bei 28 Prozent und damit etwas unter dem Bundesdurchschnitt von 32,3 Prozent. Seit August 2013 hat bundesweit jedes Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Wie die meisten anderen Bundesländer musste auch Baden-Württemberg in einem Kraftakt viele neue Plätze schaffen.

Noch ist der Bedarf nicht gedeckt. Das Deutsche Jugendinstitut geht davon aus, dass im Südwesten ein Bedarf für eine Betreuung von 37 Prozent der Kinder unter drei Jahren besteht. Dazu müssten 101 000 Plätze in Kitas oder der Tagespflege zur Verfügung stehen – 25 000 fehlen also noch. Die Statistik zeigt, dass die allermeisten Kinder (88 Prozent) fünf Tage die Woche in die Kita gehen. 36 Prozent wurden ganztägig betreut, also mehr als sieben Stunden pro Tag. Mit 87 200 Erziehern waren in Kitas 2014 so viele Menschen beschäftigt wie nie zuvor.

dpa, 30.01.2015

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Baden-Württemberg – Ein Standort im Vergleich 2014

Inhalt:

  1.  Bevölkerung und Soziales
  2. Wirtschaft
  3. Einkommen
  4. Arbeitsmarkt
  5. Bildung
  6. Umwelt und Verkehr
  7. Öffentliche Finanzen

Als PDF ansehen: http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Veroeffentl/803614101.pdf

 

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Baden-Württemberg mit bundesweit niedrigster Arbeitslosigkeit

Stuttgart (dpa/lsw) – In der Konkurrenz um die bundesweit niedrigste Arbeitslosigkeit hat Baden-Württemberg das Nachbarland Bayern nach einem Jahr wieder von Platz eins verwiesen. Die Arbeitslosenquote lag im Südwesten bei 4,2 Prozent, im Nachbarland bei 4,3 Prozent. Rund 243 000 Menschen suchten einen Job, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Stuttgart weiter mitteilte. Das waren fast zehn Prozent mehr als im Vormonat. «Der Einstieg ins neue Jahr erfolgte mit dem saisonüblichen Zuwachs der Arbeitslosigkeit», sagte Behördenchef Christian Rauch mit Blick auf Bau- und Gastronomieberufe.

Quelle: dpa, 29.01.2015

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So depressiv ist Deutschland

(…) Demgegenüber waren es in Baden-Württemberg, dem Bundesland mit den ge­ringsten Fehlzeiten aufgrund von Depressio­nen, geschlechtsübergreifend durchschnittlich 0,84 Fehltage pro Erwerbsperson. (…)

(…) Die niedrigsten Fehlzeiten bei Männern fan­den sich mit0,61 Fehltagen aufgrund von Depressionen pro Erwerbsperson im Bundes­land Thüringen, während für Frauen die ge­ringsten Fehlzeiten–wie schon geschlechts­übergreifend–für Baden-Württemberg er­rechnet wurden. (…)

(…) Unterschreitungen der bundesweiten Be­troffenenraten um rund 10 Prozent und mehr lassen sich vor allem im Süden (Bayern, Ba­den-Württemberg) und Südosten Deutsch­lands (Sachsen) beobachten. (…)

(…) Während auf Bundeslandebene für Bayern und Baden-Württemberg unterdurchschnittli­che Betroffenenraten errechnet wurden, zeigt die Darstellung der Betroffenenraten auf Kreisebene, dass es auch in diesen Bundes­ländern Kreise gibt, die deutlich über Durch­schnittswerten liegen. So sind die Betroffe­nenraten in Baden-Württemberg in Pforzheim, Rottweil und Mannheim höher als im Bundes­durchschnitt. (…)

Quelle: Techniker Krankenkasse www.tk.de, 28.01.2015

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Erwerbstätigkeit im Südwesten 2014 zum vierten Mal in Folge auf Rekordniveau

Alleine im Dienstleistungssektor fast 55 000 Arbeitsplätze mehr als im Vorjahr

Die Bilanz auf dem Arbeitsmarkt in Baden‑Württemberg fiel im Jahr 2014 sehr positiv aus. Trotz der im Laufe des Jahres nachlassenden konjunkturellen Impulse erreichte die Zahl der Erwerbstätigen in Baden‑Württemberg im Jahr 2014 das vierte Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Wie das Statistische Landesamt nach ersten vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder« mitteilt, waren 2014 jahresdurchschnittlich fast 6,02 Mill. Personen im Land erwerbstätig, so viele wie noch nie zuvor. Der letzte Erwerbstätigenhöchststand aus dem Jahr 2013 wurde damit nochmals um 71 100 Erwerbstätige oder 1,2 Prozent übertroffen. Der Zuwachs fiel sogar etwas stärker aus als ein Jahr zuvor (2013: +63 400 bzw. +1,1 Prozent). Im Bundesländervergleich war Baden‑Württemberg 2014 nach Berlin (+1,7 Prozent) das Land mit dem zweitstärksten Erwerbstätigenzuwachs gegenüber dem Vorjahr. Unter den Flächenländern war der prozentuale Stellenzuwachs in keinem anderen Land so hoch wie im Südwesten. Die Erwerbstätigenentwicklung der Bundesländer gegenüber dem Vorjahr reichte von +1,7 Prozent in Berlin bis zu −0,6 Prozent in Sachsen-Anhalt. Bundesweit stieg die Erwerbstätigenzahl um 0,9 Prozent auf fast 42,7 Mill.

Die Gewinner der positiven Arbeitsplatzentwicklung im Land waren wie bereits in den letzten Jahren die sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer, mit einem Anteil von 71 Prozent die mit Abstand größte Gruppe der Erwerbstätigen. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren Ende Juni 2014 landesweit durchschnittlich rund 4,27 Mill. Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 92 200 mehr als ein Jahr zuvor (+2,2 Prozent).

Ausschlaggebend für die positive Erwerbstätigenentwicklung in Baden‑Württemberg im Jahr 2014 war der Dienstleistungssektor. Die Zahl der Dienstleistungsarbeitsplätze wuchs um 54 500 auf fast 4,07 Mill. (+1,4 Prozent), so dass 77 Prozent aller per Saldo neu entstandenen Arbeitsplätze auf die Dienstleistungsbereiche entfielen. Im Produzierenden Gewerbe waren 2014 insgesamt 1,88 Mill. Personen erwerbstätig, 15 000 mehr als ein Jahr zuvor (+0,8 Prozent). Damit hielt die Industrie 2014 einen Anteil von 21 Prozent am gesamten Stellenzuwachs. In der Land- und Forstwirtschaft waren 1 600 Personen mehr erwerbstätig als 2013 (+2,2 Prozent), was 2 Prozent am Erwerbstätigenzuwachs insgesamt ausmachte. Im Jahr 2014 arbeiteten 68 Prozent aller Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor, 31 Prozent im Produzierenden Gewerbe und 1 Prozent in der Land- und Forstwirtschaft.

Die im Laufe des Jahres 2014 konjunkturell bedingt nachlassende Dynamik des Stellenzuwachses war insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe zu spüren (2014: +4 200 Erwerbstätige, 2013: +8 700 Erwerbstätige). Das stärkere Stellenplus im Baugewerbe, im Dienstleistungssektor und in der Land- und Forstwirtschaft konnte diese Entwicklung jedoch mehr als ausgleichen.

Die positive Tendenz bei der Arbeitsplatzentwicklung 2014 war spiegelbildlich auch bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit zu beobachten. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit nahm die Zahl der Arbeitslosen 2014 leicht ab, und zwar jahresdurchschnittlich um 3 600 auf 230 400 (−1,5 Prozent). Im Jahr 2013 war die Arbeitslosenzahl noch um 11 800 gestiegen (+5,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote 1 betrug 2014 jahresdurchschnittlich 4,0 Prozent (2013: 4,1 Prozent), bundesweit lag sie bei 6,7 Prozent.

1 Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen.

 

Schaubild 1

Schaubild 1: Erwerbstätige in den Bundesländern 2014, Veränderung zum Vorjahr in %

 

Erwerbstätige in den Bundesländern 2014
Veränderung zum Vorjahr in %
Bundesland Prozent
Quelle: Arbeitskreis “Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“; vorläufige Zahlen.
Sachsen-Anhalt −0,6
Thüringen 0,1
Saarland 0,2
Mecklenburg-Vorpommern 0,3
Nordrhein-Westfalen 0,6
Brandenburg 0,6
Schleswig-Holstein 0,7
Sachsen 0,7
Rheinland-Pfalz 0,8
Deutschland 0,9
Hessen 1,1
Bayern 1,1
Bremen 1,1
Niedersachsen 1,1
Hamburg 1,1
Baden-Württemberg 1,2
Berlin 1,7
Erwerbstätige in Baden-Württemberg nach Wirtschaftsbereichen 2000 bis 2014
Klassifikation der Wirtschaftszweige,
Ausgabe 2008 (WZ08)
2000 2005 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
in 1000 Personen
Quelle: Arbeitskreis “Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“; vorläufige Ergebnisse.
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 94,0 80,3 78,6 76,7 74,2 74,4 74,1 71,9 73,5
B bis F Produzierendes Gewerbe 1.922,4 1.814,3 1.860,0 1.807,7 1.783,2 1.814,1 1.845,1 1.861,3 1.876,3
B bis E Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe 1.579,6 1.516,9 1.565,2 1.513,3 1.485,8 1.514,2 1.539,4 1.549,7 1.556,8
darunter C Verarbeitendes Gewerbe 1.520,1 1.458,5 1.505,7 1.452,6 1.423,1 1.450,7 1.480,6 1.489,3 1.493,5
F Baugewerbe 342,9 297,4 294,8 294,4 297,4 299,9 305,7 311,6 319,5
G bis T Dienstleistungsbereiche 3.483,2 3.631,2 3.809,7 3.826,8 3.852,6 3.910,3 3.962,5 4.011,9 4.066,4
G bis J Handel, Verkehr, Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation 1.320,7 1.338,2 1.400,5 1.398,8 1.390,3 1.410,3 1.435,2 1.454,6 1.478,2
K bis N Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen 729,1 794,1 865,6 850,8 873,0 899,5 908,1 915,4 922,7
O bis T Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit; Private Haushalte 1.433,3 1.498,8 1.543,5 1.577,2 1.589,3 1.600,5 1.619,2 1.641,8 1.665,5
A bis T Alle Wirtschaftsbereiche 5.499,6 5.525,8 5.748,3 5.711,1 5.710,1 5.798,8 5.881,7 5.945,1 6.016,2
Veränderung zum Vorjahr (in 1000 Personen)
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei −4,1 −0,2 −1,9 −2,4 +0,1 −0,3 −2,1 +1,6
B bis F Produzierendes Gewerbe −17,9 +36,3 −52,3 −24,5 +30,9 +31,0 +16,2 +15,0
B bis E Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe −13,7 +40,6 −51,9 −27,5 +28,4 +25,1 +10,3 +7,1
darunter C Verarbeitendes Gewerbe −13,8 +39,6 −53,0 −29,5 +27,6 +29,9 +8,7 +4,2
F Baugewerbe −4,2 −4,3 −0,4 +3,0 +2,5 +5,8 +5,9 +7,9
G bis T Dienstleistungsbereiche +33,6 +50,2 +17,1 +25,8 +57,7 +52,2 +49,4 +54,5
G bis J Handel, Verkehr, Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation +3,7 +22,1 −1,7 −8,5 +20,0 +24,9 +19,4 +23,6
K bis N Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen +18,9 +9,8 −14,8 +22,2 +26,5 +8,6 +7,3 +7,3
O bis T Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit; Private Haushalte +11,1 +18,3 +33,6 +12,1 +11,2 +18,7 +22,6 +23,7
A bis T Alle Wirtschaftsbereiche +11,6 +86,3 −37,1 −1,1 +88,7 +82,9 +63,4 +71,1
Veränderung zum Vorjahr (in %)
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei −4,8 −0,2 −2,5 −3,2 +0,1 −0,4 −2,9 +2,2
B bis F Produzierendes Gewerbe −1,0 +2,0 −2,8 −1,4 +1,7 +1,7 +0,9 +0,8
B bis E Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe −0,9 +2,7 −3,3 −1,8 +1,9 +1,7 +0,7 +0,5
darunter C Verarbeitendes Gewerbe −0,9 +2,7 −3,5 −2,0 +1,9 +2,1 +0,6 +0,3
F Baugewerbe −1,4 −1,4 −0,1 +1,0 +0,8 +1,9 +1,9 +2,5
G bis T Dienstleistungsbereiche +0,9 +1,3 +0,4 +0,7 +1,5 +1,3 +1,2 +1,4
G bis J Handel, Verkehr, Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation +0,3 +1,6 −0,1 −0,6 +1,4 +1,8 +1,4 +1,6
K bis N Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen +2,4 +1,1 −1,7 +2,6 +3,0 +1,0 +0,8 +0,8
O bis T Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit; Private Haushalte +0,7 +1,2 +2,2 +0,8 +0,7 +1,2 +1,4 +1,4
A bis T Alle Wirtschaftsbereiche +0,2 +1,5 −0,6 +1,6 +1,4 +1,1 +1,2

 

Schaubild 2

Schaubild 2: Erwerbstätige, sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Arbeitslose in Baden-Württemberg 2004 bis 2014 Veränderung zum Vorjahr in Personen

 

Erwerbstätige, sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Arbeitslose in
Baden-Württemberg 2004 bis 2014
Bei der Addition von Ergebnissen können Abweichungen durch Rundungen entstehen.

1) Jahresdurchschnittswerte; 2) Stichtag jeweils 30. Juni.

Quellen: Arbeitskreis “Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“;

Bundesagentur für Arbeit, vorläufige Zahlen, Hinweis: Aufgrund einer Revision der Bundesagentur für Arbeit können diese Daten von zuvor veröffentlichten Daten abweichen.

Jahr Erwerbstätige1) Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte2) Arbeitslose1)
Anzahl
2004 5.514.100 3.727.707 340.943
2005 5.525.800 3.726.967 385.267
2006 5.564.500 3.755.294 348.697
2007 5.662.000 3.822.445 271.663
2008 5.748.300 3.913.754 228.646
2009 5.711.100 3.873.890 284.168
2010 5.710.100 3.912.330 272.656
2011 5.798.800 4.004.578 226.918
2012 5.881.700 4.111.777 222.202
2013 5.945.100 4.173.813 233.956
2014 6.016.200 4.266.000 230.372
Veränderung zum Vorjahr (Anzahl)
2004 +15.000 −43.002 +4.062
2005 +11.600 −740 +44.324
2006 +38.700 +28.327 −36.570
2007 +97.500 +67.151 −77.034
2008 +86.300 +91.309 −43.017
2009 −37.100 −39.864 +55.522
2010 −1.100 +38.440 −11.512
2011 +88.700 +92.248 −45.738
2012 +82.900 +107.199 −4.716
2013 +63.400 +62.036 +11.754
2014 +71.100 +92.187 −3.584

 

Schaubild 3

Schaubild 3: Erwerbstätige in Baden-Württemberg 2000 bis 2014 nach der Revision 2014 im Vergleich zu den bisherigen Ergebnissen vor Revision

 

Erwerbstätige in Baden-Württemberg 2000 bis 2014 nach der Revision 2014 im Vergleich zu den bisherigen Ergebnissen vor Revision*)
Jahr vor Revision nach Revision
*) Jahresdurchschnitte (Inlandskonzept).

Quelle: Arbeitskreis “Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder

2000 5.435.700 5.499.600
2001 5.507.500 5.547.400
2002 5.504.200 5.551.400
2003 5.464.900 5.499.100
2004 5.474.400 5.514.100
2005 5.480.000 5.525.800
2006 5.505.400 5.564.500
2007 5.599.600 5.662.000
2008 5.680.400 5.748.300
2009 5.635.300 5.711.100
2010 5.641.700 5.710.100
2011 5.730.000 5.798.800
2012 5.801.800 5.881.700
2013 5.863.000 5.945.100
2014 6.016.200

i

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Wichtiger Hinweis zur Revision der Erwerbstätigenrechnung

Mit der heutigen Veröffentlichung legt das Statistische Landesamt neu berechnete Zeitreihen ab 2000 zur Erwerbstätigkeit im Rahmen der Generalrevision 2014 der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) vor. Die Revision war notwendig, um das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010 (ESVG 2010) in die deutsche VGR zu integrieren. Diese Generalrevision wurde auch dazu genutzt, die bisherigen Datengrundlagen und Berechnungen für den gesamten Zeitraum ab 2000 zu überprüfen und neue Informationen in das Rechenwerk einzuarbeiten. In die Überarbeitung der Zeitreihen zur Erwerbstätigkeit wurden auch die neuen Datenreihen der Beschäftigungsstatistik ab dem Jahr 2000 gemäß der jüngsten Datenrevision der Bundesagentur für Arbeit und die erwerbsstatistischen Ergebnisse des Zensus 2011 einbezogen. Durch die Revision ergibt sich in Baden‑Württemberg im Zeitraum 2000 bis 2013 in allen Jahren eine leichte Niveauanhebung der Erwerbstätigenzahlen (siehe Schaubild). Die revidierten Erwerbstätigenzahlen liegen in Baden‑Württemberg im Zeitraum 2000 bis 2013 jahresdurchschnittlich um rund 60 000 oder 1,1 Prozent über den bisherigen Ergebnissen, bundesweit beträgt der entsprechende Zuwachs 1,0 Prozent. Der bisher dargestellte konjunkturelle Verlauf der Erwerbstätigkeit wurde durch die Revision bestätigt. Die hier dargestellten revidierten Ergebnisse sind nicht mit Ergebnissen früherer Veröffentlichungen des Arbeitskreises »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder« vergleichbar.

Begriffliche Erläuterung

Die Erwerbstätigen umfassen neben den sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern auch Beamte, Selbstständige einschließlich mithelfende Familienangehörige und ausschließlich marginal Beschäftigte wie Personen mit Minijobs oder Arbeitsgelegenheiten.

Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 27.01.2015

 

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Zahl der Erwerbstätigen im Land erreicht neuen Rekord

Stuttgart (dpa/lsw) – Die Zahl der Erwerbstätigen im Land hat im vergangenen Jahr ein neues Rekordniveau erreicht. Mit 6,02 Millionen Menschen hätten nach vorläufigen Berechnungen so viele Arbeit gehabt wie nie zuvor, teilte das Statistische Landesamt am Dienstag in Stuttgart mit. Im bundesweiten Vergleich sei Baden-Württemberg mit einem Plus von 1,2 Prozent das Land mit dem stärksten Zuwachs nach Berlin (plus 1,7 Prozent) gewesen. Deutschlandweit stieg die Erwerbstätigenzahl um 0,9 Prozent auf fast 42,7 Millionen. Für 2015 rechnen die Statistiker mit einem Anstieg der Erwerbstätigenzahl.

Neue Arbeitsplätze wurden im Südwesten vor allem im Dienstleistungssektor geschaffen: mit einem Zuwachs von 54 500 Jobs (plus 1,4 Prozent) waren das 77 Prozent aller neu entstandenen Arbeitsplätze. Die Industrie lieferte mit 15 000 Arbeitsplätzen 21 Prozent der neu geschaffenen Jobs.

Die Erwerbstätigen umfassen nach der Definition der Statistiker neben den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auch Beamte, Selbstständige einschließlich mithelfende Familienangehöriger und Menschen mit Minijobs oder Arbeitsgelegenheiten.

dpa, 27.01.2015

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