BW weiter Spitzenreiter bei Patentanmeldungen

Baden-Württemberg bleibt das Land der Tüftler und Erfinder: Gemessen an der Bevölkerung seien im vergangenen Jahr mit 14.533 Anmeldungen so viele Patente wie in keinem anderen Bundesland angemeldet worden, teilte das Wirtschaftsministerium am Sonntag in Stuttgart mit; das entspreche 137 Patenten je 100.000 Einwohner. In Relation liege Baden-Württemberg damit vor Bayern (123 Anmeldungen) und deutlich etwa vor Hamburg (46). Im Bundesschnitt seien es 60 Anmeldungen je 100.000 Einwohner. “Baden-Württemberg bleibt damit die innovativste Region Europas”, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) am Sonntag laut einer Pressemitteilung.

Quelle: SWR.de vom 12.04.2015

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Baden‑Württemberg: Höchste Zahl an Einbürgerungen seit 2003

Starker Anstieg der Einbürgerungen von kroatischen Staatsangehörigen

Im Verlauf des Jahres 2014 wurden in Baden‑Württemberg 16 804 Ausländerinnen und Ausländer eingebürgert. Damit ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes die Zahl der eingebürgerten Personen gegenüber dem Vorjahr um knapp 5 Prozent angestiegen. Die Einbürgerungszahl lag somit im Südwesten so hoch wie seit dem Jahr 2003 nicht mehr. Gegenüber dem Jahr 2000 haben sich die Einbürgerungen allerdings um über 40 Prozent verringert.1

Jede fünfte Einbürgerung von türkischen Staatsangehörigen

Im vergangenen Jahr wurden in Baden‑Württemberg Ausländer aus insgesamt 138 Nationen eingebürgert. Mit Abstand am häufigsten – wie bereits in den Jahren zuvor – haben Türken (3 407) die deutsche Staatsangehörigkeit erworben; jede fünfte Einbürgerung betraf damit Personen mit einer türkischen Staatsangehörigkeit. An zweiter Stelle folgen Einbürgerungen von Staatsangehörigen Kroatiens (1 270), knapp gefolgt von Staatsangehörigen der Republik Kosovo (1 267). Unter den 15 Herkunftsstaaten mit der höchsten Zahl an Einbürgerungen waren neben 12 europäischen auch 3 asiatische Staaten – Irak, Kasachstan und Iran – vertreten. Während im vergangenen Jahr die Zahl der Einbürgerungen insbesondere von Personen mit einer ukrainischen, einer griechischen oder einer türkischen Staatsangehörigkeit gegenüber 2013 zurückgegangen ist, haben sich Personen mit einer italienischen oder einer irakischen, vor allem aber mit einer kroatischen Staatsangehörigkeit erheblich häufiger einbürgern lassen. Wurden 2012 lediglich 145 Kroaten eingebürgert, waren es 2013 bereits 529; im vergangenen Jahr hat sich deren Zahl nochmals auf 1 270 mehr als verdoppelt. Hier dürfte sich der EU-Beitritt von Kroatien zum 1. Juli 2013 positiv auf die Einbürgerungsbereitschaft ausgewirkt haben, da kroatische Staatsbürger aufgrund ihrer EU-Mitgliedschaft ihre frühere Staatsangehörigkeit nun behalten können. In den Jahren zuvor mussten Eingebürgerte ganz überwiegend ihren kroatischen Pass abgeben.

Hohe Einbürgerungsquote bei Iranern, Irakern und Kasachen

Dass Mitbürger aus der Türkei – absolut betrachtet – in Baden‑Württemberg am häufigsten eingebürgert werden, überrascht wenig, weil diese die größte ausländische Bevölkerungsgruppe bilden. Wird deshalb die Zahl der eingebürgerten Personen auf die jeweilige Bevölkerungsgruppe bezogen, so ergibt sich ein anderes Bild: Die Einbürgerungsquote der türkischen Bevölkerung lag im vergangenen Jahr bei 1,3 Prozent und entsprach damit genau derjenigen der Ausländer insgesamt. Deutlich höher war die Einbürgerungsquote insbesondere bei Personen mit einer iranischen, irakischen oder kasachischen Staatsangehörigkeit mit zwischen knapp 4 und annähernd 5 Prozent. Sehr gering war die Quote vor allem bei Staatsangehörigen aus Italien.

Mehr als die Hälfte der Eingebürgerten erhält doppelte Staatsbürgerschaft

Die Gründe für das unterschiedliche Einbürgerungsverhalten sind vielfältig. Entscheidend für die niedrige Quote bei Menschen aus EU-Staaten dürfte sein, dass diese auch ohne deutsche Staatsbürgerschaft weitgehend den deutschen Staatsangehörigen gleichgestellt sind. Daneben spielt sicherlich auch die Frage eine Rolle, ob beim Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit die frühere Staatsangehörigkeit beibehalten werden kann. Dies war nach Angaben des Statistischen Landesamts 2014 immerhin bei mehr als der Hälfte der Einbürgerungen der Fall (57 Prozent).2 Allerdings gab es je nach Herkunftsland erhebliche Unterschiede: So mussten beispielsweise bei den Eingebürgerten aus der Türkei sowie der Ukraine jeweils über 90 Prozent ihre frühere Staatsangehörigkeit aufgeben, während Eingebürgerte unter anderem aus Afghanistan und aus Syrien zu 100 Prozent ihre bisherige Staatsbürgerschaft behalten konnten.

Jeder dritte Eingebürgerte lebt seit mindestens 20 Jahren in Deutschland

Die Aufenthaltsdauer in Deutschland ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Einbürgerung. Um die Voraussetzungen für eine so genannte Anspruchseinbürgerung zu erfüllen, müssen Ausländer grundsätzlich mindestens seit acht Jahren in Deutschland leben. Ein relativ großer Anteil der Einbürgerungen entfällt deshalb auf Personen, die bisher acht bis 14 Jahre in Deutschland gelebt haben (33 Prozent). Etwas mehr, nämlich 36 Prozent der Eingebürgerten, leben bereits seit mindestens 20 Jahre in Deutschland; bei den Männern sind es sogar 39 Prozent, bei den Frauen 33 Prozent. Bei immerhin 10 Prozent der Männer bzw. bei 13 Prozent der Frauen, die eingebürgert wurden, lag die Aufenthaltsdauer in Deutschland bei unter acht Jahren.

Häufigste Einbürgerungen im Alter von 23 bis unter 35 Jahren

Gut 5 200 Personen waren zum Zeitpunkt ihrer Einbürgerung zwischen 23 und 34 Jahre alt; fast jede dritte Einbürgerung im Jahr 2014 entfiel damit auf diese Altersgruppe. Jeder vierte Eingebürgerte zählte zur Altersklasse der 35- bis 44-Jährigen. Lediglich rund 600 oder gut 3 Prozent der Ausländer, die 2014 die deutsche Staatsangehörigkeit erworben haben, waren bereits 60 Jahre oder älter. Insgesamt wurden mehr Frauen als Männer eingebürgert (ca. 7 800 gegenüber ca. 6 700). Knapp 2 300 der Eingebürgerten waren Minderjährige.

Heidelberg und Landkreis Emmendingen mit höchster Einbürgerungsquote

In den letzten Jahren Jahren ist bezüglich der Einbürgerungszahlen ein insgesamt positiver Trend zu beobachten. Dies gilt fast flächendeckend für das gesamte Land. Allerdings zeigen sich bei der Einbürgerungsquote, also bei der Zahl der Einbürgerungen bezogen auf die jeweilige Zahl der ausländischen Bevölkerung, deutliche regionale Unterschiede: Am höchsten lag diese Quote zuletzt im Stadtkreis Heidelberg sowie in den Landkreisen Emmendingen, Konstanz und Breisgau-Hochschwarzwald, wo im Zeitraum 2010 bis 2014 immerhin jeweils rund 8 Prozent der Ausländer eingebürgert wurden. Dagegen lag diese Quote im Enzkreis sowie im Stadtkreis Baden-Baden mit rund 4 Prozent lediglich halb so hoch (Schaubild 6).3

1 Der Rückgang der Einbürgerungszahlen insgesamt ist aber wohl überzeichnet, weil diese in den Jahren 2000 und 2001 „überhöht“ waren. So wurden in diesen beiden Jahren ein Teil der Einbürgerungen nach einer Übergangsregelung für Kinder vollzogen, bei der nur bis zum 31.12.2000 Anträge gestellt werden konnten.

2 Grundsätzlich müssen Ausländer beim Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit ihre bisherige aufgeben. Allerdings gibt es Gründe, nach denen das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht erlaubt, dass jemand neben der deutschen noch eine weitere Staatsangehörigkeit besitzt. So kann unter anderem dann die bisherige Staatsangehörigkeit beibehalten werden, wenn dem Ausländer bei Aufgabe der ausländischen Staatsangehörigkeit erhebliche Nachteile entstehen, die über den Verlust der staatsbürgerlichen Rechte hinausgehen.

3 Die Aussagekraft der berechneten regionalen Einbürgerungsquoten ist allerdings begrenzt und stellt allenfalls eine Momentaufnahme des regionalen Einbürgerungsverhaltens dar: Zum einen ist die Einbürgerungsquote von der regional unterschiedlichen Zusammensetzung der ausländischen Bevölkerung nach der Altersstruktur und den jeweiligen Staatsangehörigkeiten abhängig. Zum anderen gibt es auch regionale Unterschiede beim Anteil derjenigen, die überhaupt die rechtlichen Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen.

Tabellen unter http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/2015090.asp

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Pressemitteilung Nr. 90/2015 vom 17. April 2015

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Gewinner im Wettbewerb um deutsche Zukunftsstadt verkündet

Dresden (dpa) – 52 Kommunen und Landkreise haben die erste Hürde im bundesweiten Wettbewerb zur Zukunftsstadt genommen. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) gab die Sieger am Mittwoch in Dresden bekannt. Die meisten Titel gingen nach Nordrhein-Westfalen (12) und Baden-Württemberg (7). 168 Städte, Gemeinden und Landkreise hatten sich mit einem Konzept zur nachhaltigen Entwicklung beworben. Die Gewinner erhalten jeweils bis zu 35 000 Euro. In zwei weiteren Runden soll sich der Kreis der Sieger bis auf acht Preisträger reduzieren. Diese können dann mit weit höheren Preisgeldern rechnen. «Unser Ziel ist es, Menschen vor Ort ins Gespräch über die Zukunft ihrer Stadt zu bringen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln», erklärte Wanka.

Die Bekanntgabe der Preisträger bildete zugleich den Auftakt für ein weiteres Projekt des Bundesforschungsministeriums – eine schwimmende Ausstellung zur Stadt der Zukunft. Die Schau im Bauch des Frachtkahns «MS Wissenschaft» ist bis Sonntag in Dresden zu sehen und wird dann auf einer rund 4000 Kilometer langen Reise quer durch Deutschland und Österreich in etwa 40 Städten gastieren. Dabei geht es um Themen wie Mobilität, Energie, Klima, Natur und Wohnformen. An einer Station wird beispielsweise der Einfluss von Beleuchtung auf Tiere untersucht. Besucher können dabei eine Stadt aus der Perspektive einer Eule kennenlernen. An der Ausstellung sind 27 Institute beteiligt. Der Eintritt ist frei.

Quelle: dpa vom 15. April 2015

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Südwestindustrie im Jahr 2014: Neuer Umsatzrekord

Umsatz von 328 Milliarden Euro – Neuer Höchststand der Exportquote – Beschäftigtenzahl liegt erstmalig wieder über dem Vorkrisenniveau

Die Südwestindustrie1 startete mit einem wachstumsstarken ersten Quartal in das Jahr 2014. Im Jahresverlauf konnte dieses hohe Niveau jedoch nicht gehalten werden, vor allem zur Jahresmitte hin schwächte sich die konjunkturelle Dynamik ab. Zum Jahresende nahm die Industriekonjunktur wieder an Fahrt auf. Wie das Statistische Landesamt feststellt, erhöhten sich die Auftragseingänge der baden-württembergischen Industriebetriebe im Jahr 2014 preis- und arbeitstäglich bereinigt um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2013: 1,5 Prozent). Die Produktion stieg um 1,3 Prozent (2013: 0,6 Prozent). Der Umsatz legte preis- und arbeitstäglich bereinigt um 3,3 Prozent (2013: 1 Prozent) zu.

Im Jahr 2014 erreichten die nominalen Umsätze der heimischen Industriebetriebe2 mit 328,3 Mrd. Euro ein neues Rekordniveau. Der Höchststand des Vorjahres wurde um 14,6 Mrd. Euro (4,7 Prozent) übertroffen. Seit dem durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 ausgelösten Umsatzeinbruch (2009: −20,4 Prozent) stiegen die nominalen Umsätze wieder kontinuierlich an. Den höchsten Umsatzzuwachs konnte 2014 die traditionell umsatzstärkste Industriebranche Baden‑Württembergs, die Branche »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« realisieren. Mit einer Steigerungsrate von 10,3 Prozent im Vorjahresvergleich auf rund 97 Mrd. Euro war die Umsatzerhöhung mehr als doppelt so hoch wie für die Südwestindustrie insgesamt. Der in Bezug auf die Höhe der Umsätze an zweiter Stelle liegende »Maschinenbau« (70,8 Mrd. Euro) erzielte hingegen eine leicht geringere Umsatzzunahme als die Südwestindustrie insgesamt (4,1 Prozent). Die beiden umsatzstärksten Branchen erwirtschafteten damit rechnerisch rund 80 Prozent der heimischen Umsatzsteigerung im Jahr 2014.

Das Wachstum der nominalen Umsätze beruhte im Wesentlichen auf der positiven Entwicklung des Auslandsgeschäfts. Die baden-württembergischen Industriebetriebe steigerten ihre Auslandserlöse im Jahr 2014 deutlich um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 178,2 Mrd. Euro. Die Inlandsumsätze beliefen sich auf 150,1 Mrd. Euro, womit – im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Jahren – eine moderate Steigerung von 1 Prozent erzielt werden konnte. Die Exportquote der Südwestindustrie nahm im Vorjahresvergleich um 1,7 Prozentpunkte zu und erreichte mit 54,3 Prozent einen neuen Höchststand. Damit lag die Exportquote zum dritten Mal in Folge über der 50 Prozent-Marke, die im Jahr 2012 erstmals übertroffen wurde. Im Branchenvergleich waren hier die »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« (73,2 Prozent) und die »Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen« (70,2 Prozent) Spitzenreiter. Weniger exportorientiert waren u.a. die Branchen »Herstellung von Druckerzeugnissen; Vervielfältigung von bespielten Ton-, Bild- und Datenträgern« (16,3 Prozent) und »Getränkeherstellung« (10,6 Prozent).

Die Beschäftigtenzahl der Südwestindustrie stieg 2014 das vierte Jahr in Folge an. Gegenüber dem Vorjahr nahm sie um rund 15 000 Personen (1,2 Prozent) zu und belief sich auf 1 235 000 Beschäftigte.3 Damit konnte erstmalig das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2008 wieder übertroffen werden. Infolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise war der Personalbestand in den Jahren 2009 und 2010 deutlich reduziert worden (−70 500 Personen). Dieser Personalabbau konnte nun kompensiert werden. In der Südwestindustrie verzeichnete der »Maschinenbau« mit 304 500 Personen die höchste Beschäftigtenzahl. Das Beschäftigtenwachstum lag mit 1,9 Prozent (5 800 Personen) leicht über der Steigerungsrate der Südwestindustrie insgesamt. In der »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen«, der gemessen am Personalbestand zweitgrößten Industriebranche (217 000 Personen), war das Tempo des Personalaufbaus mit 2,4 Prozent (5 100 Personen) doppelt so hoch wie in der Südwestindustrie. Gemeinsam mit der drittbeschäftigungsstärksten Branche »Herstellung von Metallerzeugnissen« waren diese drei Branchen rechnerisch für über 90 Prozent des Personalaufbaus in der Südwestindustrie verantwortlich.

Die gezahlten Entgelte der Südwestindustrie stiegen im Jahr 2014 spürbar an. Insgesamt zahlten die heimischen Industriebetriebe Löhne und Gehälter in Höhe von 60,7 Mrd. Euro, was im Vorjahresvergleich einer Steigerungsrate von 3,8 Prozent entspricht. Die Entgeltsumme erreichte damit wie in den drei Vorjahren einen neuen Rekordwert. Das durchschnittliche Entgelt je Beschäftigten erhöhte sich um 1 200 Euro (2,5 Prozent) auf 49 200 Euro. Dabei konnten alle Industriebranchen eine Steigerung der Entgelte verzeichnen. Die Spannweite der Entgelte je Beschäftigten in der Südwestindustrie reichte 2014 von 62 400 Euro in der »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« bis zu 26 000 Euro in der »Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln«.

1 Verarbeitendes Gewerbe einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Neben den Industriebetrieben zählen dazu auch Betriebe des verarbeitenden Handwerks. Die Angaben zu Auftragseingang, Produktion und Umsatz beruhen auf preis- und arbeitstäglich bereinigt Indizes (Basisjahr jeweils 2010 = 100) und beziehen sich auf den Berichtskreis 50+ (d.h. Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten).

2 Hier und im Folgenden Berichtskreis 20+ (entspricht im Allgemeinen Betrieben mit mindestens 20 Beschäftigten).

3 Beschäftigte mit Stand am 30.9.2014.

Tabellen unter http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/2015088.asp

Quelle: Pressemitteilung Nr. 088/2015 des Statistischen Landesamtes vom 13.04.2015

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Baden-Württemberg liegt vorn – Zehn Fakten zum Stress

Sind Sie zwischen 36 und 45 Jahre alt? Dann atmen Sie jetzt ruhig durch: Sie gehören zu den Deutschen mit dem meisten Stress. Das ergab eine Studie der Techniker-Krankenkasse aus dem Jahr 2013. Wenn Koffein nicht mehr hilft, greifen immer mehr Menschen zu Muntermachern, um in anstrengenden Zeiten ihre Leistung zu verbessern. Andere werfen sich Beruhigungsmittel ein.

 

Fast zwei Drittel der Menschen in Baden-Württemberg sagen, sie fühlen sich unter Druck. In anderen Bundesländern sind es durchschnittlich gut 50 Prozent. Foto: dpa-Zentralbild

Fast zwei Drittel der Menschen in Baden-Württemberg sagen, sie fühlen sich unter Druck. In anderen Bundesländern sind es durchschnittlich gut 50 Prozent.Foto: dpa-Zentralbild

 

1 Sind Sie zwischen 36 und 45 Jahre alt? Dann atmen Sie jetzt ruhig durch: Sie gehören zu den Deutschen mit dem meisten Stress. Das ergab eine Studie der Techniker-Krankenkasse aus dem Jahr 2013.

2 Klassische Rollenverteilung: Männer sind häufiger von Beruf, Autofahren und Geldsorgen geplagt als Frauen. Die wiederum fühlen sich durch Kindererziehung, Haushalt, Pflege von Angehöriger und zu hohen Ansprüchen an sich selbst unter Druck.

3 Im Ländervergleich liegt Baden-Württemberg ganz vorn: Fast zwei Drittel der Bewohner sagen, sie fühlen sich unter Druck. In anderen Bundesländern sind es durchschnittlich gut 50 Prozent.

4 Nord-Süd-Gefälle: Am entspanntesten leben die Menschen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen.

(Fakten 1 bis 4)

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.baden-wuerttemberg-liegt-vorn-zehn-fakten-zum-stress.39431fb9-fe63-44cf-bbfc-1385cebe0141.html, 22.03.2015

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Fast sechs Prozent mehr Ausländer in Baden-Württemberg

Stuttgart/Wiesbaden (dpa/lsw) – Die Zahl der Ausländer in Baden-Württemberg hat 2014 einen neuen Höchststand erreicht. Zum Jahresende hielten sich fast 1,4 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Südwesten auf, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Von 2013 auf 2014 stieg die Zahl um etwa 6 Prozent (80 200 Personen). Knapp über 50 Prozent der Neuzugänge im Südwesten stammen aus EU-Mitgliedstaaten. Die meisten Ausländer stammen aus der Türkei (265 642), dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens (237 617) und Italien (172 750).

Insgesamt lebten Ende 2014 fast 8,2 Millionen Ausländer in Deutschland. Die meisten neu ins Ausländerzentralregister Aufgenommenen ließen sich in Bayern nieder (112 900), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (111 000) und Baden-Württemberg.

dpa, 16.03.2015

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76 000 Handwerksunternehmen im Südwesten

Baden‑Württemberg 2012 mit höchster Produktivität im Bundesländervergleich – Zur Internationalen Handwerksmesse vom 11. bis 17. März in München

Im Jahr 2012 gab es in Baden‑Württemberg rund 76 000 Handwerksunternehmen mit mehr als 717 000 tätigen Personen und einem Jahresumsatz von gut 83 Milliarden Euro. Das baden-württembergische Handwerk erwirtschaftete im Jahr 2012 im Durchschnitt rund 116 000 Euro je tätiger Person. Damit wies das Handwerk in Baden‑Württemberg die im Bundesländervergleich höchste Produktivität auf. Die mit Abstand höchsten Umsätze je tätiger Person werden im Kraftfahrzeuggewerbe mit gut 237 000 Euro erzielt. Diese Daten resultieren aus der registergestützten Handwerkszählung 2012 des Statistischen Landesamtes, die auf einer Auswertung des statistischen Unternehmensregisters basiert.

Die Mehrzahl der Handwerksunternehmen (83 Prozent) im Land ist als zulassungspflichtiges Gewerbe in die Handwerksrolle eingetragen. Zum zulassungspflichtigen Handwerk gehörten 2012 gut 63 000 Unternehmen mit knapp 592 000 tätigen Personen und einem Umsatz von rund 75,4 Milliarden Euro. Im zulassungsfreien Handwerk waren 2012 knapp 12 900 Unternehmen mit über 125 000 tätigen Personen registriert. Das zulassungsfreie Handwerk erzielte einen Jahresumsatz von rund 7,9 Mrd. Euro. Der Umsatz je tätiger Person lag hier erheblich niedriger als beim zulassungspflichtigen Handwerk, nämlich bei annähernd 63 000 Euro. Auch die Beschäftigtenstruktur unterscheidet sich deutlich: Im zulassungspflichtigen Handwerk handelt es sich bei der Mehrheit der tätigen Personen um sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (77 Prozent), rund 12 Prozent sind geringfügig entlohnte Beschäftigte. Beim zulassungsfreien Handwerk ist hingegen nahezu jede Dritte tätige Person ein geringfügig entlohnter Beschäftigter, nur rund 59 Prozent sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Das baden-württembergische Handwerk ist traditionell kleinbetrieblich strukturiert. Die Mehrzahl der Unternehmen des zulassungspflichtigen (rund 79 Prozent) wie des zulassungsfreien Handwerks (knapp 86 Prozent) sind Kleinunternehmen mit weniger als 10 tätigen Personen.

Weitere Informationen

Methodische Hinweise

Die Ergebnisse der Handwerkszählung werden aus dem statistischen Unternehmensregister gewonnen, das mehrere administrative Dateien, z.B. Dateien der Steuerverwaltung und der Bundesagentur für Arbeit, zusammenführt. In den Dateien der Steuerverwaltung sind alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen enthalten, die im jeweiligen Berichtsjahr Umsatzsteuervoranmeldungen in Deutschland abgegeben haben und deren Jahresumsatz im Berichtsjahr mindestens 17 500 Euro beträgt. Die Dateien der Bundesagentur für Arbeit liefern Angaben zu den sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Die Anzahl der tätigen Inhaber wird zugeschätzt. Die Ergebnisse der Handwerkszählung beinhalten also keine Angaben zu Unternehmen, deren Jahresumsatz unter 17 500 Euro liegt und die gleichzeitig über keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verfügen. In die Handwerkszählung werden weiterhin nur selbständige Handwerksunternehmen einbezogen. Angaben zu innerbetrieblichen Abteilungen, z.B. eine Schlosserei in einem Energieversorgungsunternehmen, oder zu Nebenbetrieben – wie beispielsweise eine Fleischereiabteilung eines Kaufhauses – werden nicht ausgewertet. Die Ergebnisse der Handwerkszählung zum Berichtsjahr 2012 werden 27 Monate nach dem Ende des Berichtsjahres veröffentlicht. Die Aktualität der Veröffentlichung der Ergebnisse soll sich mittelfristig erhöhen.

Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 10. März 2015 – Nr. 60/2015

 

 

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Länder mit hohem Technikerbedarf fördern MINT-Nachwuchs am besten

Bayern und Baden-Württemberg haben einen besonders hohen Fachkräftebedarf im naturwissenschaftlich-technischen Bereich und fördern deshalb dort den akademischen Nachwuchs am stärksten. Wie der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft am Donnerstag zu seinem «Ländercheck» der Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) mitteilte, erreichen die beiden südlichen Bundesländer Top-Bewertungen für die Entwicklung der MINT-Studentenzahlen. Und sie schneiden auch in der Kategorie wissenschaftliches Personal überdurchschnittlich gut ab. Die größten Fachkräfte-Engpässe hat dem Ländervergleich zufolge Baden-Württemberg, obwohl dort rund 30 Prozent aller Absolventen ein MINT-Fach studiert haben – der höchste Wert aller Bundesländer. Eine besonders hohe Zuwachsrate von Studienanfängern gibt es in Bayern mit 42 Prozent im MINT-Bereich. Ebenfalls gute Ergebnisse im «Ländercheck» erzielten nach den Angaben Hessen, Bremen, Berlin und Brandenburg. Damit hätten auch Länder für ein steigendes MINT-Angebot an Hochschulen gesorgt, die selbst einen geringeren Fachkräftebedarf in diesen Bereichen haben. Vier strukturschwache Bundesländer bildeten die Schlussgruppe in der aktuellen Studie des Verbandes: Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

dpa, 12.03.2015

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Studie: Südwest-Krippen mit bestem Personalschlüssel

Gute Noten für Baden-Württemberg bei der Kleinkindbetreuung: Hinsichtlich Betreuungsquote und Gruppengrößen schneidet das Land passabel beziehungsweise sehr gut ab.

Stuttgart (dpa/lsw) – Kleinkinder in Südwest-Krippen werden im Bundesvergleich besonders intensiv betreut. Baden-Württemberg hat laut einem Bericht der Bundesregierung mit einer Fachkraft zu 2,9 Krippenkindern den besten Personalschlüssel im Ländervergleich. Damit lag das Land deutlich über dem westdeutschen Schnitt (ohne Berlin) von 3,4 Kleinkindern pro Fachkraft, wie das Landeskultusministerium in Stuttgart unter Berufung auf die Bundesbilanz mitteilte. Der Bericht beleuchtet die Entwicklung nach dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz am 1. August 2013.

Im Mittelfeld liegt Baden-Württemberg bei der Betreuungsquote, die sich allerdings seit 2008 mehr als verdoppelte: 27,8 Prozent der unter Dreijährigen haben derzeit einen Platz, der Bedarf liegt aber mit 39,2 Prozent um 11,4 Punkte höher. Schlusslicht ist Schleswig-Holstein mit 13,5 Punkten Differenz, während in Brandenburg der Unterschied nur 4,1 Punkte beträgt.

Das Ministerium will in diesem Jahr einmalig 50 Millionen Euro in den Ausbau von Kita-Plätzen investieren. In vielen großen Städten liegt die Nachfrage bei 40 bis 60 Prozent und darüber. Der Ausbau wird allerdings erschwert durch Personalmangel.

Staatssekretärin Marion von Wartenberg (SPD) betonte: «Die baden-württembergische Landesregierung hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit den Kommunen und Trägern den Ausbau der Kinderbetreuung erheblich vorangebracht, um die Bildungsgerechtigkeit im Land zu verbessern.» Das Land trägt im Zuge des Paktes für Familien 68 Prozent der Betriebsausgaben pro Kind.

Zudem gehöre der Südwesten zu den Ländern mit den kleinsten Gruppengrößen bei den unter Dreijährigen. Die durchschnittliche Anzahl der Kinder in den Gruppen lag im Südwesten wie in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz bei 9, Schlusslicht waren Hamburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit 13.

dpa, 04.03.2015

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Baden-Württemberg bei Patentanmeldungen auf Platz zwei

Brüssel/Stuttgart (dpa/lsw) – Baden-Württemberg hat bundesweit die fleißigsten Erfinder nach Bayern. Auf der Rangliste der Patentanmeldungen kommt der Südwesten 2014 mit 5334 Anmeldungen auf den zweiten Platz. Ihre Zahl nahm im Vergleich zum Jahr 2013 aber um 7,3 Prozent ab. An der Spitze steht weiterhin Bayern. «Unsere Platzierung ist eine tolle Bestätigung für die exzellente Innovationskraft der Firmen im Land», sagte Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) am Donnerstag in Stuttgart. Insgesamt ist die Nachfrage nach Patentschutz in Europa ungebrochen. Mit 274 000 Patentanmeldungen verzeichnete das Europäische Patentamt (EPA) im vergangenen Jahr den fünften Anmelderekord in Folge, wie aus der veröffentlichten Erhebung hervorgeht. In der Rangliste der anmeldestärksten Firmen kommt der Technologiekonzern Bosch an achter Stelle.

dpa, 26.02.2015

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